Es wurden große Anstrengungen
gemacht, das Bild eines neuen Kroatiens zu propagieren, das angeblich
mit seiner mörderischen Vergangenheit gebrochen hat und daher Mitglied
der EU werden könne. Das Ziel dieser Anstrengungen waren insbesondere
Juden, die das Unglück hatten, die Hauptopfer der Nazis zu sein und
nunmehr benutzt werden, um den Schuldigen die Absolution zu erteilen.
So stattete der kroatische Präsident Mesic im Jahre 2001 der Knesset
einen Besuch ab, wo er eine Art von Entschuldigung für die Ermordung von
mehr als 30.000 Juden durch die katholisch-faschistische Ustascha
vorbrachte (siehe
http://emperors-clothes.com/croatia/mknesse.htm
).
Tatsächlich war es eine Art, sich nicht zu entschuldigen, da
er a) die Ustascha nie erwähnte, b) die Ermordung von 30.000 Juden nie
erwähnte und c) seine ‚Apologie’ begann, indem er sagte: „Dies ist der
richtige Ort und die passende Gelegenheit, den hinderlichen Ballast der
Vergangenheit loszuwerden“, wodurch er zum Ausdruck brachte, was er vom
diesem hinderlichen Ballast, dem Holocaust, hält.
Um die Reform
öffentlich darzustellen, eröffnete Kroatien im letzten November eine
Ausstellung im Todeslager Jasenovac in Slawonien. Es ist eine bittere
Ironie, dass dies genau die Gegend ist, aus der die kroatische Armee
1995 alle serbischen Zivilisten vertrieben hat und die dadurch
‚serbenrein’ wurde. Sie erfüllte den Traum genau jener Ustascha, die
durch die Ausstellung den Kroaten ins Gedächtnis gerufen werden soll,
damit es „nie wieder geschehen“ möge – obwohl es unklar ist, was die
kroatischen Klerikal-Faschisten wieder tun könnten, nachdem sie sich
aller Serben, Juden und Roma entledigt haben, es sei denn sie wendeten
sich gegen sich selbst (oder gegen Menschen außerhalb Kroatiens).
Hier sind nun einige Hintergrundsinformationen, welche die Ausstellung
ins rechte Licht rücken.
Die jugoslawische Republik Kroatien, beherrscht durch die HDZ (Kroatische
Demokratische Union) unter der Führung von Franjo Tudjman und Stjepan
Mesic, brach im Juni 1991 einen Sezessionskrieg vom Zaun, der zur
Zerstörung Jugoslawiens führte. Die HDZ führte die
Symbole
und die Politik der Kroatischen Ustascha wieder ein, deren Basis
der Katholische Klerus zum Hass auf „ausländische Elemente“ (gemeint
waren vor allem nicht-katholische Serben) aufgehetzt hatte. Die Ustascha
hatte im April 1941 einen von den deutschen Nazis gestützten Staat
errichtet, durch den Serben, Juden und Romas einem Massenmord ausgesetzt
wurden, dessen Gewalttätigkeit dem der Einsatzgruppen ihrer deutschen
Alliierten und Sponsoren gleichkam. (Siehe
Encyclopedia
of the Holocaust).
Als Tudjman and Mesic 1991 ihren vom
Vatikan und von Deutschland unterstützten Sezessionskrieg lancierten,
wurden die serbischen Vorwürfe, dass es sich um die Mobilisierung des
Ustascha Apparates handelte, der nach dem 2. Weltkrieg in der
Kroatischen Diaspora weitergeblüht hatte
–
diese Vorwürfe wurden
verspottet von einer Welt-Medien-Wirtschaft, welche die Beweise der
Verstrickung Kroatiens mit der Ustascha unterdrückte. Ein gutes
Beispiel: Die
Übertragung eines Videos im kroatischen Fernsehen am 9. Dezember
2006, das Mesic zeigt, wie er australischen Kroaten folgendes sagt:
„Sehen Sie, den 2. Weltkrieg haben die Kroaten zweimal gewonnen und wir
haben keinen Grund, uns bei irgendjemandem zu entschuldigen. Was von den
Kroaten die ganze Zeit verlangt wird: ‚Gehet und kniet in Jasenovac nieder. Kniet hier
nieder…’. Wir haben vor niemandem für irgendetwas niederzuknien! Wir
haben zweimal gewonnen und alle anderen haben nur einmal gewonnen. Wir
haben am 10. April [1941], als die Achsen-Mächte Kroatien als Staat
anerkannten [d.h. als die Nazi Invasoren die blutrünstige Ustascha als
Regierung einsetzten! J.I.] und wir haben gewonnen als wir nach dem
Krieg – wieder mit den Gewinnern – am Tisch der Gewinner saßen.“
-- BBC Monitoring; December 10,
2006
Als Verteidigung sagte Mesic, dass er solche Reden (im Plural sic!) nur
gehalten habe, um den Krieg Kroatiens in den 90iger Jahren zu
unterstützen. (BBC Monitoring, 15 December 2006)
Im besagten Video feiert Mesic die Faschisten, die sich mit Erfolg
als Antifaschisten ausgaben, als die Nazis verloren und so „am Tisch der
Gewinner saßen“.
Es folgt, dass
a) der Skandal offenbart, dass die Serben die Wahrheit sagten, als sie
behaupteten, dass die Sezessionisten in den frühen 90iger Jahren die
Ustascha reaktivierten, um Jugoslawien (und die Serben) zu bekämpfen und
b) man sich fragen darf, was übrig bleibt vom Reklamerummel um einen
Präsidenten Mesic, der die Verbrechen der Ustascha bereut.
Obwohl
vier Nachrichten-Agenturen – Associated Press, Agence France Presse,
ANSA and BBC Monitoring – über diesen Skandal berichteten, hat nur eine
unter den Tausenden von Zeitungen und Fernsehanstalten, die bei
Lexis-Nexis archiviert werden, nämlich das holländische Dagblad van
het Noorden, diesen Bericht übernommen.
Am 15. Dezember 2006 gab der Sprecher des Kroatischen
Parlaments, Vladimir Seks zu, dass er und Präsident Mesic
„möglicherweise“ Lieder gesungen hatten, die Jure und Boban, Führer der
Kroatischen Schwarzen Legion, verherrlichen. Die Legion war eine SS
Einheit, zusammengesetzt aus kroatischen Katholiken und bosnischen
Muslimen, die serbische Zivilisten in großer Zahl abschlachtete, ganze
Dörfer auslöschte, Menschen bei lebendigem Leib verbrannte oder sie in
Felsspalten hinab warf. (Nach der Niederlage der Ustascha ließ die
jugoslawische Regierung die Felsspalten mit Zement versiegeln, um den
inneren Frieden zu bewahren.) Hier ist ein Auszug aus dem einschlägigen
kroatischen Bericht. Die Kommentare in Klammern stammen von BBC
Monitoring:
„Der Sprecher des Kroatischen Parlaments, Vladimir Seks sagte heute
Abend im HTV [kroatisches Fernsehen] Otvoreno [‚Offen gesagt’]
Programm – als Antwort auf die Frage eines Journalisten zum
Wahrheitsgehalt der Behauptung, dass er und Staatspräsident Stjepan
Mesic [Ustascha-2.Weltkriegs-Pro-Nazi] Lieder über ‚Jure
und Boban’
[Ustascha-Kommandanten] gesungen hätten – ‚es ist möglich, dass sich
dies ereignete, es kann nicht ausgeschlossen werden.’“
-- „Croatian Speaker admits he may have sung Ustashe songs with president“
[Kroatischer Sprecher gibt zu, dass er mit Präsident Mesic vielleicht
Ustascha Lieder gesungen habe], BBC Monitoring, 15. Dezember,
2006
Ich kann [bei Lexis Nexis] keine einzige Zeitung oder Fernsehanstalt
finden, die über diesen zweiten Skandal berichtet hätte
Die
Unterdrückung dieser
‚Knüller’ erhärtet meine Anklage, dass die Medien
die Öffentlichkeit über Kroatien falsch informiert haben und ist
vereinbar mit der Beschuldigung, dass die Medien, die westlichen
Regierungen und Semi-Regierungs-Institutionen eine Kampagne unterstützt
haben, die vom notorisch
antisemitischen, kroatischen Führer Tudjman lancierte wurde, um den
Holocaust zu leugnen – durch erheblich Kürzung der Zahlen der
Ermordeten, durch Unterdrückung der Diskussion der
führenden
Rolle der katholischen Kirche und durch Leugnung der
Massenbasis
der Ustascha in der kroatischen Bevölkerung.
Jüdischen
Organisationen und die serbische orthodoxe Kirche haben sich dieser
Leugnung des Holocaust widersetzt. Als Reaktion darauf gab es eine
Kampagne, mit dem Ziel, sie dazu zu bringen, Tudjmans Linie zu
unterstützen. Diese Kampagne wurde angeführt durch das Goethe-Institut
der deutschen Regierung und durch das US-Außenministerium, welches
wiederum das
Washingtoner Holocaust Museum benützte.
Womit wir bei der Eröffnung der kroatischen Ausstellung im
Todeslager von Jasenovac am 27. November 2007 wären.
Die
Ausstellung ist von großer politischer Bedeutung, denn obwohl sie jede
Diskussion des kroatischen Holocaust Regimes vermeidet, genau so, wie
die führenden Rolle des katholischen Klerus und obwohl sie die
Holocaust-Leugnungs-Version vorträgt, dass die Ustascha in Jasenovac
70.000 Menschen ermordete statt 600-700.000 oder mehr – trotz alledem
* müssen wir schockiert feststellen, dass die Ausstellung mit gesponsert
wird durch Yad Vashem, dessen
Encyclopedia
of the Holocaust kroatische Leugnungen beim Namen nennt (publiziert
1990, als die Kampagne zur Klitterung der Geschichte des kroatischen
Holocaust gerade begann)
* und, genau so schockierend, dass
die Ausstellung durch die Anwesenheit des serbischen orthodoxen Bischofs
von Slawonien, des serbischen Botschafters und von Efraim Zuroff vom
israelischen Büro des Wiesenthal Zentrums abgesegnet wurde.
Dr. Zuroff
schrieb einen Artikel über die Ausstellung, in dem kritisiert wurde,
dass weder einzelne Ustaschas beim Namen genannt noch die Ideologie
erklärt wurde, die es ermöglichte, dass „die in diesem schrecklichen Ort
begangenen Verbrechen geschehen konnten“. Aber diese Kritikpunkte sind
schwach und eigentlich irreführend, denn für Uneingeweihte versäumt es
die Ausstellung nicht nur, zu erklären, weshalb die Verbrechen
geschahen, sondern sie verfälscht die Natur der Verbrechen, indem
das
Jasenovac Todeslager fälschlicherweise als Arbeitslager
dargestellt wird.
Überdies schreibt Zuroff voller Respekt
von der angeblich
modernen
kroatischen Ausstellung mit ihren
„präzisen Statistiken über
69.842“ in Jasenovac Ermordete, unter höhnischer Abfertigung der
serbischen Aussagen, dass 700.000 (in Jasenovac) umgekommen sind. Diese
Zahl sei – so Zuroff – die
„unwahrscheinliche“ Hervorbringung von serbischen und kommunistischen
Propagandisten.
Und Zuroff führt wieder in die Irre, wenn er die
Ustascha-Ideologie als „fanatischen Patriotismus“ beschreibt und dadurch
den rassistisch-religiösen Hass trivialisiert, der die Ustascha dazu
trieb, das Grosse Kroatien in eine großes Schlachthaus für
Hunderttausende zu verwandeln. (Man stelle sich die Definition der
deutschen Nazi-Ideologie als ‚fanatischen Patriotismus’ vor.)
Ganz im Widerspruch zu Zuroffs Versuch, das Ausmaß des Massenmordes
durch die Ustascha zu minimieren, steht
die Website des Wiesenthal Center selbst dafür ein, dass 600.000
Menschen, vor allem Serben, aber auch praktisch alle Juden und Romas aus
Bosnien und Kroatien in Jasenovac umgebracht wurden. Ist die Wiesenthal
Website das Werkzeug von Serben oder Kommunisten?
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