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[Des Kaisers Neue Kleider]

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Wilmers Beschwerden: Djindjic
warnt Washington

von Jared Israel [23. Juli 2001]

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Die Erpressung ist das letzte Mittel von untergeordneten Komplizen, von kleine Ganoven, die fürchten als Bauernopfer zu enden, von entbehrlich gewordene Lakaien von Großmächten.

In ihrer eigentlichen Machtlosigkeit drohen solche Leute, „auszupacken". Es ist eine Strategie ohne Zukunft.

Diesen Eindruck hatte ich, als ich Zoran Djindjics bemerkenswertes Interview in der letzen Nummer der deutschen Wochenzeitschrift „Der Spiegel" las.

Im Interview bestätigte Djindjic, dass er und der jugoslawische Präsident Vojislav Kostunica Lügner sind.

Er bestätigte, dass sie die Dienstboten der Vereinigten Staaten sind.

Er bestätigte, dass alles, was die SPS in ihrer Erklärung zur sog. Geber-Konferenz, („Wir klagen an: Washingtons Hilfe –Versprechen sind verräterische Lügen!") und alles, was sie zur Unverlässlichkeit Washingtons gegenüber seinen Lakaien sagte, sich als die Wahrheit erweist.

Er bestätigte unsere („Emperor’s Clothes") Behauptung, dass Washington Jugoslawien auf „Null herunter schrauben" will.

Weshalb gibt Djindjic ein derart politisch explosives Interview?

In der kurzen Zusammenfassung, die dem Interview vorangeht, schreibt ‚Der Spiegel’, dass Djindjic meint, dass der Westen (ihn) nicht genügend unterstütze, zuwenig Hilfeleistungen liefere usw. All dies reicht jedoch als Motiv für den radikalen Inhalt des Interviews nicht aus.

Aber am Ende dieser Zusammenfassung lässt ‚DER SPIEGEL’ die Katze aus dem Sack mit der folgenden kurzen Bemerkung des Herrn Djindjic: „Ich warne den Westen."

 

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„Ich Warne Den Westen."

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Indem er die Wahrheit der Behauptungen der Sozialisten und anderer Kritiker bestätigt, sendet Zoran Djindjic

folgende Botschaft nach Washington: „Zoran Djindjc ist höchst unzufrieden, mit der Art und Weise, wie Washington die wichtigste aller Fragen, nämlich diejenige des Wohlbefindens von Zoran Djindjic behandelt; und er beabsichtigt nicht, das Bauernopfer der NATO abzugeben."

Weshalb ist Djindjic besorgt?

Er und sein zeitweiliger Partner, Vojislav Kostunica, befolgten gehorsam die U.S.-Diktate und versuchten, ein verfassungswidriges Gesetz zur Auslieferung von Slobodan Milosevic an das Haager ‚Tribunal’ durchs Parlament zu drücken. Als dieser Versuch

missglückte, nahm Djindjic es auf sich, öffentlich die brutale Tour zu spielen, indem er Herrn Milosevic entführen ließ. Der Entführung folgten massive Proteste.

Wie wir im Artikel ‚Der Verrat des Vojislav Kostunica’ gezeigt haben, ist es absurd, zu argumentieren, dass Djindjic die Entführung zu verantworten hat, Kostunica daran jedoch unschuldig ist – dies jedoch ist genau das, was Kostunica seit der Entführung behauptet. (1)

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Kostunicas Apologie

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„Über einen langen Tisch gebeugt, blinzelte der jugoslawische Präsident Vojislav Kostunica in die Fernsehscheinwerfer, wandte sich an sein Volk und gestand, dass höhere Kräfte die Oberhand über ihn gewonnen haben.

„Kostunica sagte, dass „andere" in der Regierung ihn in seinem Widerstand gegen die Auslieferung von Slobodan Milosevic „überstimmt" hätten. Dann, als ob dies alleine nicht erniedrigend genug wäre, sei die eigentliche Überstellung vor ihm verheimlicht worden. Genau wie Millionen von gewöhnlichen Serben, habe er davon erst aus den Medien erfahren." (‚AP Online’, 6. Juli 2001)

Wirklich schön, diese Geschichte. Erzähl uns doch noch eine!

Diese ‚Selbstkritik’ ist ein Versuch, den Schwarzen Peter Djindjic zuzuschieben. Und nicht nur Kostunica versucht, Kostunica auf Kosten Djindjics zu entlasten.

Es zeigt die Richtung an, aus welcher der Wind jetzt bläst, wenn, zusammen mit einigen Kritikern und Möchtegern-Kritikern, buchstäblich alle westlichen Medien einstimmen und das Wort des Präsidenten Kostunica für bare Münze nehmen.

Als ob ex-post-Beteuerungen des Patriotismus und der Unschuld eines Politikers ein Beweis dafür wären, dass er sich tatsächlich dem Angriff auf Milosevic (dem Hauptverteidiger der jugoslawischen Souveränität) widersetzte aber vor der Tat überstimmt wurde.

Und dies nur ganz am Rande: Wie kann dieses Genie von einem Kostunica uns die Behauptung zumuten, dass er in einer Sache überstimmt’ wurde, von der er behauptet, nicht gewusst zu haben, dass sie stattfindet.

Hat Kostunica Redenschreiber angestellt, die früher für Dick und Doof schrieben?

„Dick: Ich kann meine Kekse nicht mehr finden. Doof, könnte es nicht sein, dass Du, rein zufällig, eine Ahnung von ihrem momentanen Aufenthaltsort hast?

„Doof: Wie kannst Du mich anklagen, diese drei Schokoladenkekse, die Du unter den Servietten versteckt hattest, gegessen zu haben, wo ich doch überhaupt nicht wusste, dass sie dort waren?"

Hält uns Kostunica für Sechsjährige, die am Samstag Nachmittag Fernsehen schauen?

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Es Gibt Kein Argument; Das Schwachsinnig Genug Ist; Als Dass Die Medien Es Nicht Als Wahrheit Erscheinen Lassen Können

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Djindjic findet keinen Trost in der Idiotie von Kostunicas Selbstverteidigung, da er, besser als irgend jemand, die monströse Macht der Medien kennt. Er selbst benutzt diese Macht ständig, um das jugoslawische Volk zu belügen, seit seine ‚Demokraten’ letzten Oktober ihren ‚Marsch auf Belgrad’ inszenierten.

Er weiß, dass die Medien kraft ständiger Wiederholungen einige Leute soweit täuschen können, dass denen Krieg als Frieden erscheint; d.h. die Medien können die allgemeine Wahrnehmung betäuben und sogar einige Leute überzeugen.

Die jugoslawische Bevölkerung ist wütend über die Entführung von Milosevic. Sie ist angewidert von der Realität der ‚demokratischen’ Preiserhöhungen und ‚pro-westlichen’ Entlassungen. Und sie ist verzweifelt über die andauernde Förderung der Terroristen durch die NATO, Terroristen, die Südserbien und Mazedonien angreifen und Nicht-Albaner im Kosovo töten.

Man kann‚ Menschen nicht davon abhalten, wütend zu sein über diese Entwicklung. Djindjic fürchtet nun, dass Washington und die jugoslawischen Medien (unter Kontrolle ersterer) durch die Darstellung von Kostunica, als dem guten Patrioten, der vom bösen Djindjic übergangen wird, vielleicht versuchen, die öffentliche Wut auf Djindjic zu leiten, bevor sie ihn fallen lassen. Dann könnte der Teflon-Mensch Vojislav Kostunica, der eine Schlüsselfigur unter den DOS- Autoritäten ist, einfach die Führung der westlichen Marionetten, anstelle von Djindjic übernehmen.

Deshalb schoss Djinjic mit dem SPIEGEL-Interview der NATO eine Kugel vor den Bug. In dem Interview sagt er Dinge, die er nicht sagen sollte und warnt dadurch Washington: ‚Wenn Ihr mich fallen lässt, wird Euch das eine Stange Geld kosten – und einiges dazu. Es gibt genügend belastende, ekelhaft Dinge, die ich öffentlich machen kann.........’

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Wenn Man Einen Sohn Verliert...

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Zum Abschluss ein paar relevante Trivialitäten aus der Filmwelt.

Im Hollywood-Klassiker aus der Schwarzen Serie „Die Spur des Falken’ versucht eine Gangsterbande der Statue eines Falken aus Gold und Juwelen habhaft zu werden.

In einer Szene sagt der Detektiv Sam Spade, gespielt von Humphrey Bogart, dem Obergangster Kaspar Gutman, gespielt von Sydney Greenstreet, dass sie ein Bauernopfer bräuchten, ein Unterhund, dazu bestimmt, der Polizei ausgeliefert zu werden. Als sich nun aller Augen auf Wilmer Cook richten, Gutmans aggressiver, großmauliger Bodyguard und Schläger, sagt Gutman:

„Nun, lieber Wilmer, es betrübt mich wirklich sehr, Dich zu verlieren, und Du sollst wissen, dass Du mir ans Herz gewachsen bist, wie ein eigener Sohn. Aber so ist es: Wenn man einen Sohn verliert, kann man einen neuen bekommen. (Aber) einen Malteser Falken gibt’s nur einmal."

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Weitere Hinweise:

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1) 'Der Verrat Des Vojislav Kostunica,' bei http://emperors-clothes.com/german/articles/d-verrat2.htm

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