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[Des Kaisers Neue Kleider]

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Terroristen bedanken sich bei den USA für die Waffen zur Zerstörung Mazedoniens
"Dank Uncle Sam können uns die Mazedonier das Wasser nicht reichen!"
Augenzeugenbericht von Scott Taylor, einem pensionierten, kanadischen Militär, Autor von ‚Inat' und ‚Tested Mettle' und Herausgeber des ‚Esprit de Corps Magazine'. Dieser Bericht wurde uns durch Ben Works von Sirius übermittelt [21 August 2001].
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TETOVO, Mazedonien -

Letzten Montag haben internationale Abgesandte und mazedonische Regierungsvertreter in letzter Minute einen Friedensvertrag ausgearbeitet. Diese 11-stündigen Verhandlungen zur Vermeidung eines weiteren Zivilkrieges auf dem Balkan könnten sich jedoch als "zu wenig und zu spät" herausstellen, denn die Kampfhandlungen hier nehmen weiterhin zu.

Gemäss den Bedingungen der Vereinbarung werden NATO Truppen in der Stärke von ca. 3000 Mann, inkl. ganzer drei kanadischer Offiziere, in Mazedonien dann stationiert werden, wenn sich eine dauerhafte Feuerpause durchsetzt. Die Hauptaufgabe dieser Truppen wird die Entwaffnung der ethnisch-albanischen Guerilla sein, die inzwischen fast 30 Prozent des mazedonischen Hoheitsgebietes kontrollieren.

Für die arg mitgenommenen mazedonischen Sicherheitskräfte, die die Guerillas während der letzten sechs Monate bekämpft haben, wird die Ankunft der NATO-Truppen eine bittere Pille sein.

"Wenn die NATO die (Guerillas) nicht bewaffnet und ausgestattet hätte, gäbe es keinen Bedarf, sie jetzt durch dieselbe NATO zu entwaffnen," sagte Goran Stevanovic, ein Feldwebel der mazedonischen Elite-Polizei "Wölfe".

Auf diplomatischer Ebene wird die militärische Unterstützung der Guerillas vehement abgestritten, aber an Ort und Stelle in Mazedonien kann über die massiven Lieferungen von Material und Beratung der NATO an die Guerilla kein Zweifel aufkommen. Die Befehlshaber der Guerilla hießen mich mit dem Ausruf willkommen: "Gott segne die Vereinigten Staaten und auch Kanada für all das, was sie uns bereitgestellt haben!"

In den gut gebauten Guerilla-Bunkern, von denen man das belagerte Tetovo überblicken kann, ist die US-Militär-Ausrüstung in reichlichem Masse zu besichtigen. Hier ist allem, von den Handfeuerwaffen über die Heckenschützen-Gewehre mit Infratrotvisier bis zu den bedrohlich ausschauenden Granatenwerfern, das Zeichen "Made in USA" aufgeprägt.

Ein reichlich ausgestattetes Lager an Nachtsichtmasken verschafft den Guerillas einen enormen taktischen Vorteil gegenüber den mazedonischen Sicherheitskräften. Nach Einbruch der Dunkelheit sind die Mazedonier gezwungen, sich in ihre Bunker zu verschanzen, während die Guerillas ungestraft die Straßen von Tetovo durchstreifen.

Snake Arifaj, ein 22-jähriger Kompaniekommandant, stellte mit Stolz das eindrucksvolle Arsenal seiner Einheit zur Schau und sagte, "dank Uncle Sam könne uns die Mazedonier das Wasser nicht reichen".

Vor zwei Wochen hagelte es diplomatische Proteste von Seiten der mazedonischen Regierung, als zwei US-Helikopter beobachtet wurden, wie sie Nachschub in ein albanisches Dorf in den Bergen oberhalb von Tetovo lieferten. Offiziell behaupteten die Vereinigten Staaten, ihre Fluggeräte hätten lediglich humanitäre Hilfe transportiert.Der örtliche Guerilla-Befehlshaber, Kommandant "Maus", ein 47-jähriger UCK-Offizier im Sektor Tetovo, widersprach dieser Behauptung und bestätigte, dass zwei US Chinook Schwertransporthelikopter den Guerillas tatsächlich "schwere Mörser und Munition" geliefert hatten. Der Beweis für die Behauptung von "Maus": Am Donnerstag begannen die Guerillas Tetovo mit 120-mm und 82-mm Mörsern zu bombardieren. Nach der Dauer und der Intensität des Bombardements, dessen Zeuge ich war, zu urteilen, ist der Munitions-Nachschub für die Guerillas kein Problem.

"Wir haben soviel Ausrüstung und Truppen, wie wir brauchen, um Skopje in 24 Stunden einzunehmen," sagte Kommandant "Jimmy", ein 22-jähriger albanischer Guerilla, der bereits an den Kämpfen von Tschetschenien, Kosovo und Südserbien teilgenommen hat. "Militärisch sind die Mazedonier für unsere Soldaten keine Herausforderung."

Die Vereinigten Staaten benützten ihre taktischen Helikopter häufig, um innerhalb von Mazedonien militärische Informationen auszukundschaften, ohne Erlaubnis der mazedonischen Regierung. Der Anblick der US Helikopter veranlasste die ethnisch-albanischen Dorfbewohner zu wilden Beifallsrufen und Armwinken, um "ihre" Luftwaffe anzufeuern.

Weitere Illustrationen dieser albanischen Gefühlsäußerungen gegenüber US Fluggeräten findet man knapp außerhalb Tetovo, im Brigade-Hauptquartier der Guerilla. Hier tragen die Sicherheits-KompanieenT-shirts mit dem Aufdruck eines Nike Logos und den Worten: "NATO Air - Just Do It!"

Auf der anderen Seite dieses Konflikts steht die mazedonische Armee, deren Ausrüstung beklagenswert ist. Sie wurde stark unter Druck genommen, um eine glaubwürdige Streitmacht ins Feld zu schicken. Um eine friedfertige Ablösung von Jugoslawien zu erlangen, willigte die flügge gewordenen Republik Mazedonien ein, die ganze Ausrüstung des Bundesheeres an Serbien/Montenegro zu übergeben. Infolge der leeren Staatskassen und einer stark schrumpfenden Wirtschaft, legte Mazedonien seine Prioritäten nicht auf die Wiederbewaffnung der Armee. Als jedoch im März dieses Jahres die albanischen Guerillas ihren Aufruhr begannen, hatten die Mazedonier keine andere Wahl, als die schnelle Vergrößerung ihrer sehr kleinen Sicherheits-Kräfte.

Während der letzten sechs Monate fand ein gewaltiger Zufluss an modernen Waffen und Söldner-Beratern nach Mazedonien statt, wobei der Hauptstrom der Unterstützung aus der Ukraine kam.

Auf dem Höhepunkt der Kämpfe der letzten Woche wurden sowohl George Robertson als auch Javier Solana persönlich in der Ukraine vorstellig, um diese lebenswichtige militärische Unterstützung zu unterbinden.

In Anbetracht dieser behindernden Einmischung ist es kein Wunder, dass die mazedonische Mehrheit während der letzten Wochen gewalttätige anti-NATO Krawalle veranstaltete, bei denen Botschaften und McDonald Restaurants angegriffen wurden.

In der Vergangenheit haben sich die kanadischen Soldaten, die als "peacekeeper" im Balkan dienten, einen, von allen Konfliktparteien anerkannten, hart erwobenen Ruf der Fairness und Unparteilichkeit erworben.Durch den Bombenkrieg von 1999 gegen Jugoslawien jedoch und nun durch die Bereitstellung von unerlaubter Hilfe zugunsten der Guerillas, untergräbt das kanadische Außenministerium stetig dieses Vertrauen.Wenn diese drei kanadischen Offiziere im kriegsgeplagten Mazedonien stationiert werden, wird es sie deprimieren, zu wissen, dass der Tod und die Zerstörung, der sie begegnen, durch ihre eigenen Regierung angestiftet und tätig unterstützt wurde.

(Übersetzung aus dem Englischen: Jost Lang)

(c) Scott Taylor Esprit de Corps Magazine
E-mail: espritdecorp@idirect.com

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