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[Des Kaisers Neue Kleider]

Reichstagsbrand-Prozess, die Fortsetzung

Von Jared Israel (3.Juli 2001)

„Ich sah nur Milosevic. Er sagte diesem kriminellen westlichen Känguru-Gericht, dass er es nicht anerkenne.

Ich wünschte, es gäbe noch eine ganze Menge mehr von solchen Jungs, wie Milosevic" Kommentar eines Flüchtlings der vor dem afghanischen Taliban-Regime flüchten musste, welches von den USA dort installiert wurde. Er wohnt z.Z. in Californien.

Wie kann man es nur beschreiben? Slobodan Milosevic, der eine Begabung für die richtige Formulierung mit wenigen Worten hat, nennt es „ein Genozid-Zirkus". Das war im Fernsehen und es braucht eine Weile, die Bilder zu verarbeiten: Auf der einen Seite ein bescheidener Mann, ungekünstelt, sehr schlau; auf der anderen Seite der überzuckerte Alptraum eines Imperiums.

Nun, da die Amerikaner die Welt regieren, wollen sie sich mittels einer britischen Stimme „mit Noblesse" darstellen, aber es hat nicht gereicht. Zweimal mußte ein „Richter" namens May als „Vorsitzender" des „Tribunals" (die Unwirklichkeit dieser Neuen Welt zwingt einem zu exzessivem Gebrauch von Anführungszeichen) die Taste auf seinem Pult drücken um Milosevics Stimme abzuschalten und dies vor 300 Millionen Zuschauern... denn die Dinge liefen nicht, wie es im Drehbuch stand. Zu May ist eins zu sagen: Er weiß, wann man die Abschalttaste drücken muß. Wenn Herr May sich dereinst selbst ad absurdum geführt haben wird und von der NATO nicht mehr benötigt wird, wird er ganz bestimmt eine Stelle als Talkmaster finden.

Zur schlüpfrigen Unwirklichkeit der CNN-Standart-Berichterstattung addierte sich die scheinjuristische Atmosphäre des NATO-Tribunals, das aussieht, wie die Filmstaffage eines Gerichts, die von einer hochbezahlten Werbeagentur entworfen worden ist. Die Kamera verweilt zuerst auf prächtigen, alten Gebäuden und ein Reporter spricht wie irgendein bekannter Fernsehmensch von der Serie „Die Reichen und die Berühmten".

Der Vorsitzende May war der perfekte Fernseh-Verkäufer., der seine auswendig gelernten Zeilen mit einer „geschliffenen Höflichkeit" vortrug, wie jemand bemerkte.

„Sie werden sich auf alle Rechte des internationalen Rechts berufen können", informierte er Slobodan Milosevic und Hunderte Millionen von Zuschauern mindestens zu sechs Malen, als ob wir alle Dummköpfe wären, als ob Slobodan Milosevic ein Dummkopf wäre, als ob in diesem Themenpark von einem Gericht mit seinen Statisten in Designer-Roben diese Drohne von einem Vorsitzenden einen Schauspielerkollegen ansprechen würde und nicht den Mann, der Richard Holbrooke die Stirn bot, den Mann, der sein Land führte, das während zehn Jahren den Versuchen Washingtons widerstanden hat, es zu zerstören unter Verletzung sämtlicher internationaler Gesetze, einen wirklichen Staatsmann, der lediglich durch serbische Quislinge gekidnapped worden ist – die größte Schande für alle Serben – gekidnapped auf Befehl einer übermächtigen, brutalen Großmacht, als ob von Slobodan Milosevic vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass er, wie ein guter Sklave, sagen würde „jawohl mein Herr, natürlich mein Herr...".

„Es ist ein sehr komplizierter Prozeß", gurrte der falsche May, „meinen Sie nicht, dass Sie Ihre Entscheidung, sich selbst zu verteidigen, überdenken wollen?"

„Ich betrachte dieses Tribunal als ein falsche Tribunal und die Anschuldigungen als falsche Anschuldigungen. Das Tribunal ist illegal, denn es wurde nicht von der UNO-Vollversammlung eingesetzt. In einem auf Unrecht beruhenden Organ werde ich keinen Rechtsbeistand benennen", sagte der wirkliche Slobodan Milosevic. „Herr (Präsident)......"

Wenn ich mich recht erinnere, war dies das erste mal, dass May Milosevics Mikrophon abstellte.

May machte ein Schmollmund zu den Kameras, was bedeuten sollte: „Weshalb hat dieser Mann eine solche Wut?" Aber er hielt sich dann wieder an seine Geschliffenheit, als er den 300 Millionen Zuschauern erklärte, dass diese unweise Entscheidung jederzeit rückgängig gemacht werden könne, weil das NATO-Gericht ja absolut gutgesinnt sei... und wolle nun Herr Slobodan Milosevic oder wolle er vielleicht nicht sein unveräußerliches Recht in Anspruch nehmen, der Lügen-Anklage zuzuhören.

„Das ist Ihr Problem" sagte Slobodan Milosevic.

Mays Gesicht zeigte sich nun wirklich schmerzgepeinigt, was der Welt zu verstehen geben sollte: „Seht Ihr nun weshalb wir sie mit Uranium-Geschossen bombardieren mußten.

„Wie lautet ihr Antrag?"

„Das Ziel dieses Tribunals ist es, falsche Rechtfertigungen für die Kriegsverbrechen, die in Yugoslavien begangen wurden, zu fabrizieren."

„Ich habe Ihnen eine Frage gestellt", sagte May, wodurch er andeuten wollte: "Stellen Sie unsere Geduld nicht auf die Probe, wir haben davon nur eine limitierte Menge."

„Und ich habe Ihnen meine Antwort gegeben", antwortete Slobodan Milosevic. „Dieses Tribunal..." aber hier schaltete May wieder das Mikrophon aus.

Man erwartete beinahe, dass ein schirmbemützter Regisseur dazwischenschrie „SCHNITT!, Herr M!, wenn es Ihnen nicht zuviel ausmacht, hätten Sie die Güte, sich an Ihren Text zu halten? ACTION!; KLAPPE ZWEI zu: ’NATO zeigt der Welt, dass nicht nur Nazis vor der Kamera brillieren können’".

***

DRINGLICHER AUFRUF! (11. August 2001)

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