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[Des Kaisers neue Kleider]

Berichte, dass BushLaden mit seiner Familie gebrochen habe, sind unbegründet.

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Gähnende Löcher in der ‘CIA versus bin Laden’ Geschichte
[Original in Englisch, gepostet 8. November 2001]
[Deutsche Übersetzung gepostet 21. November 2001]
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Nachstehend drucken wir einen Artikel aus der 'Times of India'. Darin wird berichtet, dass dem BBC-Programm "Newsnight" zufolge, die Bush-Administration dem FBI die Weisung erteilt habe, die Untersuchung der terroristischen Verbindung der bin Laden Familie aus der Zeit vor dem Angriff auf das World Trade Center nicht weiterzuverfolgen.

Gemäss der französischen Tageszeitung 'Le Figaro' besuchte eine CIA-Agent Osama bin Laden im Juli diesen Jahres. 'Le Figaro' berichtet, dass diese Treffen stattfand, als bin Laden im Amerikanischen Krankenhaus in Dubai (einem der sieben Vereinigten Arabischen Emirate) behandelt wurde. (6)

Sie haben vielleicht einen von uns vor ein paar Wochen veröffentlichten Artikel gelesen, mit Auszügen aus einer Anhörung des US-Kongresses im letzten Jahr zum Thema ‚Terrorismus in Süd-Asien’. In dieser Anhörung beschuldigte der Kongreßabgeordnete Dana Rohrabacher die Clinton-Administration, die Bemühungen, bin Laden zu verhaften, sabotiert zu haben. (2)

Nachdem nun immer mehr Fakten ans Licht kommen, wird es in zunehmendem Maße offensichtlich, dass die offizielle Version, gemäss der Osama bin Laden mit dem US-Establishment und mit dessen Juniorpartner Saudi Arabien bereits vor einem Jahrzehnt gebrochen haben soll und seither ununterbrochen versuche, das US-Imperium zu zerstören, ein Märchen ist.

Die Behauptung der US-Regierungen, ob nun unter Clinton oder Bush, man habe - leider vergeblich - versucht, den gerissenen Osama bin Laden zunichte zu machen, ist voller Löcher. Hier nur einige der größeren dieser Löcher:

Das Golfkriegs-Szenario

Der offiziellen Darstellung zufolge hat sich bin Laden mit den saudischen und US – Regierungen wegen des Golf-Krieges überworfen.

Das mag für westliche Ohren plausibel klingen. Schließlich ist Irak ein arabisches Land, und bin Laden ein Araber.

Aber Irak und Saudi Arabien sind ziemlich verschieden. Saudi Arabien wurde und wird durch die fanatisch-fundamentalistische Wahabi Sekte tyrannisiert, die sowohl durch die saudische „königliche Familie“ als auch durch die reiche bin Laden Familie unterstützt wird. Irak war dagegen ein Zentrum säkularer arabischer Kultur.

Bin Laden verbrachte die 80er Jahre mit dem Kampf gegen eine säkulare Regierung in Afghanistan (welche durch die Sowjetischen Truppen gestützt wurde). Dann kehrte er zurück nach Saudi Arabien, wo

»er nach der Invasion Kuwaits durch den Irak seinen Einfluss bei der saudischen Königsfamilie geltend machte, um die Zivilverteidigung des Königreichs zu organisieren und um eine Truppe aus den Veteranen des afghanischen Krieges zum Kampf gegen den Irak aufzustellen.« 

(»Pittsburgh Post-Gazette«, Sonntag, 23. September 200, Two Star Edition, pg. A-12, »How a Holy War against the Soviets turned on US« by Ahmed Rashid)

 

Warum wollte er eigentlich »eine  Truppe … zum Kampf gegen den Irak« aufstellen?

Niemand kann ernsthaft behaupten, dass die Iraker Saudi Arabien angreifen wollten. Der Streit zwischen Irak und Kuwait ging um Öl, und auch um aus Kolonialzeiten ererbte geographische Fragen. Wenn Sie einen Blick auf die Karte werfen, werden Sie sehen, dass Kuwait wie ein kleines, aber strategisch wichtiges Stück aussieht, welches vom Irak abgespaltenen wurde. (Eine solche Karte liegt zum Beispiel unter  http://home.achilles.net/~sal/icons/iraq.gif)

Die Auseinandersetzung zwischen Irak und Kuwait war in der Tat ein lokaler Krieg. Alle Berichte weisen darauf hin, dass Saddam Hussein der Ansicht war, dass

a.)      Irak eigentlich durch Kuwait angegriffen wurde und daher eine Invasion einen Gegenangriff darstelle und

b.)     dass die USA nicht intervenieren würden.

Am 22. September 1990 publizierte die »New York Times« ein augenscheinlich akkurates Transkript der Besprechung zwischen Saddam Hussein und US-Botschafterin April Glaspie. Diese Unterredung hat am 25. Juli stattgefunden, acht Tage vor dem Ausbruch von Kampfhandlungen. Wir werden die Glaspie-Hussein Unterredung so bald wie möglich veröffentlichen. Sie ist höchst interessant. In dieser Unterredung weist Frau Glaspie darauf hin, dass die Bush (Vater) Administration den irakischen Standpunkt verstehe und nicht vorhabe, sich in einen innerarabischen Disput einzumischen. Botschafterin Glaspie sagt zum Beispiel:

»… wir haben keine Meinung zu arabisch-arabischen Konflikten, wie etwa ihre Grenzstreitigkeiten mit Kuwait…wir sehen den irakischen Standpunkt, dass die durch die Vereinigten Arabischen Emirate und Kuwait getroffenen Maßnahmen letztlich einer militärischen Aggression gegen Irak gleichkommen.« (New York Times, 22. September 1990)

Da Hussein sich vor der Einleitung von Maßnahmen gegen Kuwait der Neutralität der USA vergewissern wollte und Saudi Arabien (mit seinen riesigen militärischen Basen, um welche die irakischen Führer natürlich genau wussten) Washingtons wichtigster Verbündeter war , macht die Annahme, dass Irak geplant haben sollte, Saudi Arabien anzugreifen keinen Sinn.

Daher hatte bin Laden keinen defensiven Grund, »die saudische königliche Familie zur Organisation der Zivilverteidigung im Königreich« aufzufordern, oder zur »Aufstellung einer Truppe aus den afghanistanischen Veteranen – zum Kampf gegen den Irak.«

Warum also nahm bin Laden eine so provokante Haltung ein?

Die vernünftigsten Erklärungen sind

a.)      dass er Irak zerstören wollte, weil Irak ein säkularer moslemischer Staat war

b.)     dass er mit der CIA im Bunde war und versuchte die Spannungen zwischen Irak und Saudi-Arabien zu steigern, oder sogar Irak zu einem Präventionsschlag gegen Saudi-Arabien zu provozieren, um so den USA den Vorwand zu liefern, Irak anzugreifen.

In jedem Fall war es klar, dass bin Laden nicht gerade bestürzt war über die Vorstellung, den Irak anzugreifen. Warum soll ihn dann, der offiziellen Geschichte nach, der Golfkrieg so aufgeregt haben?

Die offizielle Antwort ist: Weil der Golfkrieg eine Allianz zwischen den USA und Saudi-Arabien mit sich brachte, was er als Entweihung Saudi-Arabiens empfinde.

Dies ist nicht gerade leicht zu schlucken. Bin Laden hat eng mit US-Streitkräften zusammengearbeitet, namentlich der Central Intelligence Agency. Das war zu seiner Zeit als Repräsentant der saudischen ´königlichen Familie’ in Afghanistan während der achziger Jahre, als der CIA islamistische Truppen zum Kampf gegen die Regierung Afghanistans und die sowjetischen Truppen ausrüstete.

Er war kein idealistischer Heiliger. Er und seine Familie machten mit der Schlächterei in Afghanistan ein Vermögen. (Dies wird weiter unten ausführlich diskutiert)

Warum sollte bin Laden plötzlich darüber zum Rasenden werden, dass die saudische Regierung genau das tat, wer er selbst getan hatte – als Repräsentant der Regierung Saudi-Arabiens?

Weil (der offiziellen Darstellung zufolge) der Krieg Zehntausende von US-Soldaten auf saudi-arabische Militärbasen brachte, und diese massive Invasion von Ungläubigen den heiligen Boden Saudi-Arabiens entweiht haben soll. Davon entsetzt, brach er mit der ‘königlichen Familie’ Saudi-Arabiens und den USA.

Blut ist dicker als Wasser – und obenauf schwimmen die Zuschläge für das Baugeschäft

Das ist zwar eine verlockende Geschichte, aber es lässt sich kein Blumentopf mit ihr gewinnen. Die heilige Erde, welche die ungläubigen US-Soldaten vorgeblich entweiht hätten, befand sich in einer Reihe von Top-Secret-Einrichtungen, die während der achtziger Jahre vom US-Militär zum Preis von  - schnallen Sie Sich bitte an – mehr als 200 Milliarden Dollar gebaut wurden (größtenteils auf Kosten von Saudi Arabien). Dies war das größte, jemals außerhalb der USA begonnene US-Militärbau-Projekt. Wie ein öffentlicher Fernsehsehsender im Jahr 1993 berichtete:

»Scott Armstrong: Ein 200-Milliarden-Dollar Programm ist in den Grundzügen fertiggestellt und niemand interessiert sich dafür. Das ist der Gipfel des Regierens außerhalb öffentlicher Kontrolle...«

»Scott Armstrong: Die Saudis waren die hauptsächlichen Unterstützer und Geldgeber des größten Waffensystems, das die Welt je in irgendeiner Region der Welt gesehen hat. Sie haben für über 95 Milliarden Dollar Waffen eingekauft, und über 65 Milliarden Dollar in militärische Infrastruktur und Häfen investiert. Wir haben es geschafft ein eng vernetztes System zu schaffen, das über eine Haupt-Kontrollbasis und fünf Unter-Kontrollbasen verfügt, deren jede in der Lage ist, das ganze System zu betreiben, das durch dickste Bunker geschützt und hart verdrahtet ist, was bedeutet dass es gegen Atomschläge und auch alles sonst gesichert ist.

Sie haben, wo vorher nichts war, neun Haupt-Häfen geschaffen, und Dutzende von Flugplätzen überall im Königreich angelegt. Sie haben jetzt Hunderte von modernen amerikanischen Kampfflugzeugen dort stationiert und die Kapazität, Hunderte weitere hinzuzufügen. Allein die Saudis haben für die Unterstützung dieses Systems 156 Milliarden Dollar für Waffensysteme und Infrastruktur ausgegeben, die ich Zeile für Zeile, Posten für Posten dokumentieren kann

(FRONTLINE Show #1112 Sendedatum: 16. Februar(!) 1993 »The Arming of Saudi Arabia.« [Die Bewaffnung Saudi-Arabiens]. Scott Armstrong ist einer der prominentesten Enthüllungsjournalisten bei der »Washington Post«]

(Um zur PBS WebPage zur Sendung zu gelangen, klicken Sie hier, für das Transkript klicken Sie hier)

Die Kontrakte für den Bau dieser Basen, Häfen und Flugplätze gingen zum Teil an saudischen Konstruktionsfirmen. Osamas Familienfirma, die »Saudi Binladin Group« (der Name schreibt sich anders, aber es ist dieselbe Familie) steht in enger Beziehung mit den saudischen ‚Royals’, mehr noch, es ist die größte saudische Baufirma (und auch ein Gigant im Bereich der Telekommunikation)

Es ist so sicher wie zweimal zwei vier ist, dass die Saudi Binladin Group einen hübschen Batzen von diesen 200 Milliarden abbekommen hat. Und während die bin Ladens diese US-Basen gebaut haben - was dachte Osama wohl, wer sie benutzen wird? Marsmenschen vielleicht?

Abbruch und Aufbau

Um auf die Materie der Baukontrakte zurückzukommen: Bedenken Sie was geschah, nachdem am 25. Juni 1996 auf den Khobar Tower Komplex in Dahran ein Bombenanschlag verübt worden war. Osama bin Laden wurde durch die USA beschuldigt, den Anschlag organisiert zu haben, bei dem 19 US-Piloten getötet und über 500 andere verwundet wurden.

Danach wurde eine neue,  'super-sichere' Anlage errichtet:

»Diese Anlage ist sehr wahrscheinlich die am schwersten bewachte Einsatzzentrale des US-Militärs. Sie ist klarerweise diejenige, die der pensionierte General Wayne A. Downing vor Augen hatte, als er 1996 einen Bericht herausgab, der die Sicherheitsmaßnahmen der Khobar Towers kritisierte und weitreichendere Schutzmaßnahmen für die Streitkräfte empfahl.«

 »Es ist der Gipfel der Ironie, dass dieser Komplex von dem gigantischen Unternehmen mit Namen „Saudi Binladin Group“ gebaut wurde –im Besitz der selben Familie, die den internationalen Terroristen Osama bin Laden hervorgebracht hat, der jetzt ein Ausgestoßener in seinem Heimatland ist.« (Air Force Magazine, Februar 1999)

 

Hochrentierliche Gebirgshöhlen

Osama hat auch einiges für die Ungläubigen in Afghanistan gebaut. Das war während der späten achtziger Jahre. Unter Vertrag der CIA hat er und seine Familie die Multi-Milliarden-Dollar-„Höhlen“ (1) gebaut, in denen er sich jetzt – angeblich – versteckt, was die USA und England dazu veranlaßte, das Rote Kreuz, den Roten Halbmond und andere, strategisch-militärische Einrichtungen zu bombardieren:

»Er brachte Ingenieure aus der Firma seines Vaters und schweres Baugerät, um damit Straßen und Lagerhäuser für die Mujaheddin zu bauen. 1986 half er, den CIA-finanzierten Tunnel-Komplex zu bauen, welcher als eines der wichtigsten Waffendepots diente, als Trainingsanlage und als medizinisches Zentrum für die Mudschaheddin, tief unter den Bergen in der Nähe der pakistanischen Grenze.«

(»Pittsburgh Post-Gazette«, Sonntag, 23. September 2001, Two Star Edition, pg. A-12, »How a Holy War against the Soviets turned on US« von Ahmed Rashid)

 

Ach du lieber Gott, schickt diesen gräßlichen Kerl bloß nicht zu uns!

Nachdem er angeblich mit der saudischen Führung gebrochen hatte – auch wenn wir diese Geschichte bezweifeln – ging bin Laden in den Sudan. Bald waren die Sudanesen seiner Anwesenheit leid. Im März 1996 boten General-Major Elfatih Erwa und danach der sudanesische Verteidigungsminister die Auslieferung bin Ladens entweder an Saudi Arabien oder an die Vereinigten Staaten an.

 »Die sudanesischen Geheimdienste, sagte er, würden bin Laden für die Vereinigten Staaten gerne unter Beobachtung stellen. Aber wenn dies nicht ausreichen sollte, sei die Regierung auch darauf vorbereitet, ihn zu inhaftieren und auszuliefern, wenn es auch unklar sei, an wen. An einer Stelle sagte Erwa, dass der Sudan jeden legitimen Antrag strafrechtlicher Klagen gegen den beschuldigten Terroristen erwägen würde.« (The Washington Post, 3. Oktober 2001)

US-Beamte wiesen die angebotene Auslieferung ab. Der darüber berichtende 'Washington Post' Artikel geriet über die Zitate von US-Beamten, die genau zu erklären suchten, warum sie das Angebot ablehnten, etwas länglich. Die Beamten wurden mit der Erklärung zitiert, dass die Saudis eine Reaktion der Fundamentalisten befürchteten, wenn sie bin Laden inhaftieren und exekutieren ließen, und dass sie es dem Sudan übel nehmen würden, dass also die USA es dem Sudan übelnehmen würden, dass die USA nicht genügend Beweise hätten, ihn vor Gericht zu stellen.

In der Tat alles, außer eben der einfachsten Erklärung: dass bin Laden ein US-Aktivposten war – entweder ein Agent der CIA oder jemand, den die CIA benutzte.  Vielleicht haben die Washington Post Autoren auf diese Erklärung hingedeutet, als sie schrieben:

»Und dann waren da Anfänge einer später intensivierten Debatte, ob die Vereinigten Staaten bin Laden anklagen und vor Gericht stellen oder als Frontkämpfer in einem Untergrundkrieg behandeln wollen.«  (The Washington Post, 3. Oktober 2001)

Die Betonung liegt auf dem Wort „behandeln“, das so tönt, wie „anzunehmen, dass er ein solcher war“.

Jedenfalls wurde das sudanesische Auslieferungsangebot abgelehnt.

»’[US-Beamte] sagten, bitten sie ihn, das Land zu verlassen. Lassen sie ihn nur nicht nach Somalia,’ sagte der sudanesische General Erwa in einem Interview. ‚Wir sagten, dass er nach Afghanistan gehen wird, und sie [US-Beamte!] sagten, ‚Lassen sie ihn gehen.’’«

»Am 15. Mai sandte Außenminister Taha 1996 eine Nachricht per Fax an (US-Botschafter) Carney in Nairobi, dass die Überwachung sistiert würde. Seine Regierung habe bin Laden aufgefordert, das Land zu verlassen, schrieb Taha, und er sei frei zu gehen.« ('The Washington Post,' 3. Oktober 2001)

Man beachte: »’Wir sagten, dass er nach Afghanistan gehen wird, und sie [US-Beamte!] sagten, ‚Lassen sie ihn gehen.’’«

Ich finde das niederschmetternd.

 

Das wäre doch illegal!

Es ist doch der Hammer, dass US-Regierungsbeamte die Ablehnung des sudanesischen Angebots, bin Laden auszuliefern, damit zu rechtfertigen suchen, dass es »der Clinton Regierung seinerzeit an Beweismaterial gefehlt habe, um ihn vor US-Gerichten anzuklagen« (The Washington Post, 3. Oktober)

Denken die, dass die amerikanische Bevölkerung nicht in der Lage ist, sich daran zu erinnern, was vorgestern geschah? Ist dies dieselbe US-Regierung, die nicht zögerte, Sudan, Irak und Jugoslawien zu bombardieren, unter kriminellster Verletzung internationalen Rechts? Wir sprechen noch gar nicht von Afghanistan, und auch nicht vom Roten Kreuz (5).

Mehr noch: Der hoch angesehenen Zeitschrift 'Jane's Intelligence Review'  zufolge:

»Im Februar 1995 benannten US-Behörden bin Laden und seinen saudischen Schwager, Mohammed Jamal Khalifa, unter 172 nicht angeklagten Mitverschwörern der 11 Muslimen, die des Anschlags auf das World Trade Center und des damit verbundenen Plans, andere New Yorker Wahrzeichen in die Luft zu sprengen, beschuldigt werden.« (Jane's Intelligence Review,1. Oktober 1995)

So wurde also ein Jahr vor dem sudanesischen Auslieferungsangebot bin Laden als ein nicht angeklagter Mitverschwörer bezeichnet.

Warum war die US-Regierung nicht bereit, das Angebot, bin Laden auszuliefern zu akzeptieren, ihn zu inhaftieren, das beste Beweismaterial zusammenzutragen, was sie finden konnten, und ihn vor Gericht zu stellen? Was genau hatte die US-Regierung durch die Annahme des sudanesischen Angebots zu verlieren? Das Schlimmste was passieren konnte, war, dass sie mit der Anklage (vor einem US-Gericht) scheitern könnten und ihn das Land verlassen lassen mussten.

Ach, lasst ihn einfach gehen, irgendwohin... und warum eigentlich nicht nach – Afghanistan?

Anstatt dessen baten die USA den Sudan, bin Laden auszuweisen, in voller Kenntnis dessen, dass er nach Afghanistan gehen würde – und in den Kosovo, und nach Mazedonien.(2)

Nebenbei bemerkt: zwei Jahre später bombardierte das US-Militär den Sudan, angeblich weil die sudanesische Regierung mit bin Laden verbündet sei. Klingt das nicht so, wie wenn bin Ladens wirkliche Freunde nicht im Sudan wären, wie Clinton die Welt zu überzeugen suchte, als er Cruise Missiles sandte, um eine sudanesische Arzneimittelfabrik zu zerstören, sondern im US-Außenministerium?

 

Es gibt so viele Informationen über bin Laden, die darauf hinweisen, dass er immer noch in mancher Weise mit der CIA assoziiert ist:

·         Seine Aktivitäten in Afghanistan vor 1990

·         Seine Aktivitäten auf  Seiten der USA in Bosnien, im Kosovo, und - ganz aktuell -  in Mazedonien

·         Die Weigerung der Clinton-Administration dem Sudan zu erlauben, ihn im Jahr 1996 auszuliefern

·         Die sehr überzeugenden Argumente des Kongreßabgeordneten Rohrabacher, dass die Clinton – Regierung alle Bemühungen, ihn festzunehmen sabotiert hat (2)

·         Seine Funktion als Blitzableiter für Non-Konformisten – als welcher er die Gegner der US-Politik dazu verleitet, seine ultra-repressive islamistische Politik zu unterstützen. Dies wird im Artikel »Bin Laden, das terroristische Monster, Folge zwei!« diskutiert, was unter http://emperors-clothes.com/german/articles/d-taketwo-i.htm(deutsche Übersetzung auf der deutschen Website vorhanden) nachgelesen werden kann

·         Seine erstaunliche Verwandlung in bezug auf  den Angriff auf das World Trade Center. Zuerst bestritt er eine Verwicklung, in dem er sagte,

»dass Dutzende von terroristischen Organisationen aus Ländern wie Israel, Russland, Indien und Serbien verantwortlich sein könnten« (d.h: es war ein Werk des Satans) und er »bestand darauf, dass al Quaida die Vereinigten Staaten nicht als Feind betrachte.«

Aber eine Woche später gibt er ein Videoband heraus, auf dem er sagt:

»Gott der Allmächtige hat die Vereinigten Staaten an ihrem verwundbarsten Punkt getroffen....... Als Gott der Allmächtige einer Eskorte von Muslimen, den Speerspitzen des Islam, Erfolg verlieh, erlaubte ER ihnen, die Vereinigten Staaten zu zerstören. Ich bitte Gott den Allmächtigen, sie zu erheben und ihnen Eintritt ins Paradies zu gewähren.«

 Diese letzte Erklärung war vorher aufgenommen und wurde sofort nachdem die US-Regierung die Bombardierung Afghanistans begonnen hatte freigegeben, also ausgerechnet zu dem Zeitpunkt, als Herr Bush die emotionale Wucht einer solchen Erklärung dringend brauchte, um damit einen weiteren illegalen Krieg zu „rechtfertigen“. (3)

·         Und jetzt der Bericht der BBC, dass die Bush-Regierung Nachforschungen nach Verbindungen zwischen Mitgliedern der bin Laden Familie und möglichen terroristischen Gruppen unterdrückt.

Weist dies nicht alles auf eine funktionierende Verbindung zwischen verdeckten US-Einheiten und Herrn b.L. hin?

„Wir sind Todfeinde, so nimm also hin diese 400 Lastwagen, oh Verfluchter!“

Ich führte bereits aus, dass ich den „Bruch“ zwischen Bin Laden und dem saudischen Königshaus bezweifle. Ashmed Rashid ist Author des Buches »Taliban: Militant Islam, Oil and Fundamentalism in Central Asia« und Korrespondent der »Far Eastern Economic Review« für Pakistan, Afghanistan und Zentral-Asien.

»Erstaunlicherweise sagt uns sein Buch wenige Wochen nach den Bombenanschlägen auf die US-Botschaften in Afrika... ‚Im Juli 1998 hatte Prinz Turki Kandahar besucht, und wenige Wochen später kamen 400 neue Kleinlastwagen für die Taliban in Kandahar an, die noch immer ihre Nummernschilder aus Dubai trugen.’«  (Zitiert nach »The creation called Osama« [Die Kreation genannt  Osama] von Shamsul Islam in der indischen Tageszeitung »The Hindu«. Dieses Zitat kann unter http://emperors-clothes.com/analysis/creat.htm nachgelesen werden)

Wie mir gesagt wurde, handelte es sich dabei ausschließlich um Toyotas.

Familienfehden?

Ein letzter Punkt. Teil der offiziellen Osama - Geschichte ist, dass der schwer zu fassende Herr bin Laden mit seiner Familie wegen seiner extrem fundamentalistischen religiösen Politik gebrochen habe.

Wirklich?

Betrachten wir einige wenige Informationen, die nahelegen könnten, hier besser eine extrem skeptische Haltung anzunehmen:

1.        »Sein Vater unterstützte den Kampf in Afghanistan [d.h. den US-unterstützten Krieg der Terroristen gegen die Regierung Afghanistans] und half diesen finanzieren; als Osama bin Laden sich entschloß, die nicht-afghanischen Kämpfer mit den Mudschaheddin zu vereinigen, reagierte seine Familie enthusiastisch.« ('Pittsburgh Post-Gazette,' 23 September 2001)

Die ganze Familie ist bekannt für ihre scharf-konservativen, islamistischen (wahabitischen) Ansichten: »Sein Vater ist in diesen Gegenden bekannt als ein Mann mit tief konservativen religiösen und politischen Ansichten und für seine profunde Abneigung gegen nicht-islamische Einflüsse, die einige der entferntesten Ecken des alten Arabiens erreicht haben.« UPI, zitiert nach http://www.newsmax.com/archives/articles/2001/1/3/214858.shtml

2.        Es ist wahr, dass es Familienfehden gibt. In der typisch US-amerikanischen Familie können Familienkriege vorkommen. Menschen bekämpfen sich und sie machen Frieden. Aber Osama entstammt nicht einer typisch amerikanischen Familie. Er stammt aus einem extrem konservativen, ländlichen jemenitischen Clan. Solche Familien führen keine kleinlichen Kriege, sprechen zehn Jahre lang nicht miteinander um dann ohne Aufhebens den Streit beizulegen.

»Obwohl er in der saudischen Stadt Dschidda aufgewachsen ist, 700 Meilen weit quer über die arabische Halbinsel hinweg, sagen diejenigen, die ihn kennen, dass er die charakteristischen Züge dieser abgelegenen jemenitischen Region trage: Extreme Verbundenheit zu seinem Clan und äußerst konservative Anhänglichkeit zu strengen Formen des Islam.« http://www.newsmax.com/archives/articles/2001/1/3/214858.shtml

3.     Wenn solche Clans Fehden austragen, kann es sehr gewalttätig zugehen. Es ist sicherlich kaum glaubhaft, dass Osama von einer Clan-Familie dieser Art enteignet werden könnte (wie die offizielle Geschichte behauptet), aber dennoch herzliche Beziehungen mit Familienmitgliedern unterhalten würde. Man erwäge diesen Bericht:

»Beamte der [National Security] Agency [NSA, ein US-Geheimdienst] haben manchmal Aufzeichnungen von Gesprächen von bin Laden mit seiner Mutter vorgespielt, um Kongreßabgeordnete und ausgewählte Besucher des Dienstes zu beeindrucken. « (Zitiert in der  Baltimore Sun, 24. April 2001)

Und da war auch noch dies hier:

Die bin Ladens bauen Wohnungen für US-Soldaten.

von  Sig Christenson; Redakteur für Eilnachrichten

»Mitglieder der bin Laden Familie haben gesagt, dass sie und ihr Bruder sich auseinander gelebt hätten, seit dieser sich gegen die saudische Regierung stellte, nachdem er sich in Folge der Invasion der Sowjet-Union 1979 in Afghanistan mit moslemischen Kämpfern verbündete.«

           

»Aber Yossef Bodansky, Leiter des Dezernats Terrorismus und unkonventionelle Kriegsführung des Kongresshauses sagte, dass ‚Osama weiterhin Verbindungen unterhält zu einigen seiner nahezu zwei Dutzend Brüder. Er wollte das nicht weiter ausführen.« (San Antonio Express-News, 14. September 1998)

und schließlich aus ‚Le Figaro’:

„Während er zur Behandlung (im amerikanischen Hospital in Dubai im Juli 2001) lag, empfing bin Laden Besuch sowohl vieler Mitglieder seiner Familie, als auch von Prominenten aus Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten.“ (6)

Der Artikel aus der ‚Times of India’.folgt.

-- Jared Israel

 

»Times of India«: http://www.timesofindia.com/articleshow.asp?art_id=1030259305

»Guardian«:http://www.guardian.co.uk/Archive/Article/0,4273,4293682,00.html

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Weitere Quellen:
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(1)     »Taliban Camps U.S. bombed in Afghanistan Were Built by NATO«. [Die von den USA bombardierten Ausbildungslager in Afghanistan wurden von der NATO gebaut.] Dieser Artikel basiert auf einem Bericht der »New York Times« , er kann unter  http://emperors-clothes.com/docs/camps.htm nachgelesen werden.

(2)     »Bin Laden auf dem Balkan«. Ein linientreuer Medienbericht, der bin Ladens Unterstützung für den Terrorismus bestätigt – und, ach je, leider auch seine Unterstützung für die Seite der USA auf dem Balkan. Dieser Artikel kann unter http://emperors-clothes.com/news/binl.htm nachgelesen werden.

(3)      »Bin Laden, terroristisches Ungeheuer, Aufnahme zwei!« von Jared Israel. Dies kann nachgelesen werden unter http://emperors-clothes.com/german/articles/d-taketwo-i.htm

(4)      »Ein Kongreßabgeordneter stellt fest: die US-Regierung hat die Gegner der Taliban in die Lage gebracht, reihenweise abgeschlachtet zu werden« Kommentare von Jared Israel, gefolgt von Auszügen aus einer Anhörung des US-Kongresses. Dies kann unter  http://emperors-clothes.com/misc/rohr.htm nachgelesen werden.  (Ein vollständiges Transkript der Anhörung kann unter http://emperors-clothes.com/misc/rohrfull.htm nachgelesen werden [bisher nur in englischer Sprache])

(5)     »Ein Sprecher des Roten Kreuzes weist die Lügen des Pentagons zurück.« Ein Interview von Emperor's Clothes mit dem Roten Kreuz über die US-Bombardements der Einrichtungen des Roten Kreuzes in Afghanistan. Dies kann nachgelesen werden unter  http://emperors-clothes.com/german/articles/d-redcross-i.htm

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