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[Des Kaisers Neue Kleider]

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Regeln für eine politisch korrekte Dämonisierung
Ein Knigge für die Schöne neue Welt.

Von Jared Israel
[überarbeitet 14.August 2001]
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[Aus http://emperors-clothes.com - kopieren Sie diesen Artikel und leiten sie ihn weiter nach Bedarf - aber bitte vollständig inkl. dieser Notiz]

(Dieser Artikel wurde im November 1999 geschrieben, aber wir glauben, dass er heute, nach 20 Monaten noch aktuell ist)

Am 3. November 1999 schrieb Richard Gwyn im ‚Toronto Star':

„(Es gab) kein Genozid an ethnischen Albanern durch Serben, infolgedessen keine „menschliche Katastrophe", kein „moderner Holocaust".

„All diese Behauptungen waren vielleicht ehrliche Fehler. Anderseits waren sie vielleicht eine groteske Lüge, ausgeheckt, um einen Krieg zu rechtfertigen..."

„Es ist keine Frage, dass Gräueltaten im Kosovo verübt wurden, im überwiegenden Masse von serbischen Truppen, obwohl die ethnisch-albanische Guerillas nicht unschuldig waren. Ganz offensichtlich handelten diese Truppen auf ausdrückliche Befehle von Milosevic, führten Massenvertreibungen von Menschen durch, terrorisierten sie und zerstörten ihre Häuser und ihren Besitz."

„solche Taten sind unentschuldbar. Dass sie in Zivilkriegen oft vorkommen, ändert nichts an ihrem Horror. Aber sie haben nichts mit Genozid zu tun." (Gwyn, „Toronto Star" 3.November 1999)

Wenn man von Serben spricht, geziemt es sich, etwas negatives zu äußern. Mehr als ein Detail ist durchaus erlaubt. Aber eine negative Bemerkung ist obligatorisch.

Das entspringt nicht einem Vorurteil, wie manche behaupten. Noch ist es, wie Jared Israel und andere meinen, das Resultat einer organisierten Anstrengung, die Serben zu dämonisieren, weil sie die Hauptkraft auf dem Balkan sind, die sich der Herrschaft von Großmächten widersetzen (Deutschland und jetzt die USA).

Ganz und gar nicht.

Es ist eine Frage der guten Sitten; reine Etikette!

Wenn man bei uns im Westen an eine Party eingeladen wird, die man lieber vermeiden möchte, bedient man sich einer Lüge: „Wie gerne wäre ich gekommen; wenn ich es nur früher gewusst hätte..."

Weshalb muss man lügen?

Dumme Frage. Es ist eine Frage der guten Sitten; reine Etikette!

Genauso verhält es sich mit den Serben. Selbst wenn eine Zeitung, sagen wir der „Toronto Star", berichten würde, dass es überwältigende Beweise dafür gibt, dass es keine Beweise dafür gibt, dass serbische Truppen Gräueltaten im Kosovo verübt haben - selbst wenn also der erwähnte Zeitungsartikel jedem gesunden Verstand nahelegt, dass die Geschichten der Medien über großangelegte serbische Gräueltaten, die nunmehr als Fälschungen entlarvt wurden, daher notwendigerweise von irgendwelchen menschlichen Wesen fabriziert wurden - selbst dann muss die genannte Zeitung anfügen: „Es ist keine Frage, dass Gräueltaten im Kosovo verübt wurden, im überwiegenden Masse von serbischen Truppen."

Es ist keine Frage? Auch wenn man berichtet, dass die Hälfte der Anschuldigungen auf Fehlinformationen (d.h. auf Lügen) aufgebaut sind, muss man anfügen, ohne irgendeiner Beweislast zu genügen, dass die andere Hälfte
der Anschuldigungen wahr seien? Widerspricht das nicht jeglicher Regel normalen Denkens?

Das tut es schon. Aber den Serben die Regeln normalen Denkens angedeihen lassen - das tut man einfach nicht.

Es überrascht deshalb nicht, dass Richard Gwyn im „Toronto Star" schreibt: „Es ist keine Frage, dass Gräueltaten im Kosovo verübt wurden, im überwiegenden Masse von serbischen Truppen."

Was überrascht, ist die Tatsache, dass Herr Gwyn im ersten Teil seines Artikels berichtet, dass ganze Kohorten von forensischen Experten - FBI, kanadische Polizei, Scotland Yard, spanische Polizei, französische Polizei, deutsche Polizei, italienische Polizei, eigentlich die ganze Polizei außer Hercule Poirot - vermeldet, dass sie keine Leichen zu vermelden habe.. Tatsächlich reisten die empörten spanischen Forensiker verfrüht ab. Wie Gwyns „Toronto Star"-Artikel zeigt, bedeutet dies, dass die ganze „Genozid"-Begründung für die Bombardierung von Serbien eine Fälschung war. Und Gwyn sieht es als eine reale Möglichkeit, dass die Massenmord-Geschichten „möglicherweise eine groteske Lüge waren, ausgeheckt als Rechtfertigung für einen Krieg."

So weit, so gut für Gwyn.

Und nun denkt der geneigte Leser vielleicht, dass Herr Gwyn die logische Schlussfolgerung zieht. Man könnte erwarten, dass er wenigstens als Möglichkeit in Betracht zieht, dass andere Geschichten über serbische Gräueltaten genauso „eine groteske Lüge waren, ausgeheckt als Rechtfertigung für einen Krieg." Dass es vielleicht die Bomben der NATO (und der Terror der KLA) waren und nicht serbische Gräueltaten, die die Albaner veranlassten, den Kosovo während der Bombardierung zu verlassen.

Immerhin kommen die Anschuldigungen, dass serbische Gräueltaten die Albaner vertrieben haben, von den gleichen Herrschaften, die uns die Geschichten über Massengräber lieferten, von denen Herr Gwyn jetzt sagt, dass sie Fälschungen seien und möglicherweise „eine groteske Lüge waren, ausgeheckt als Rechtfertigung für einen Krieg."

Wenn ein Zeuge Aussagen macht; wenn seine Aussagen für die Dämonisierung eines Volkes verwendet werden; wenn er seine Aussagen über sämtliche Fernsehkanäle und Zeitungen heraustrompetet, unter ständigen Beteuerungen, dass es sich um die absolute Wahrheit handle; wenn wir dann die Hälfte der besagten Aussagen unter die Lupe nehmen und entdecken, dass diese Hälfte seiner Aussagen falsch sind - sollten wir dann nicht vielleicht den Wahrheitsgehalt der Hälfte, die wir noch nicht untersucht haben, in Frage stellen?

Gwyn sagt, der NATO und den Medien seien „ehrliche Fehler" unterlaufen oder sie hätten „groteske" Lügen über Massengräber verbreitet. (Zwischenfrage: Zu welcher Variante neigt der kluge Hausvater in Anbetracht der unzweifelhaften und unbestrittenen Kriegsverbrechen, die die NATO im Krieg gegen Jugoslawien begangen hat?). Müsste Herr Gwyn nicht den nächsten Schritt tun und zumindest als Frage aufwerfen, ob der Rest der antiserbischen Geschichten nicht auch „groteske Lügen" sind?

Herr Gwyn tut diesen nächsten Schritt nicht. Stattdessen unterstellt er, als eine Art Glaubensartikel, dass die Geschichten über Massenvertreibungen wahr sind. Und dieser Unterstellung, die an unseren guten Glauben appelliert, dass nämlich die ethnischen Albaner von serbischen Truppen vertrieben worden seien, fügt er hinzu,
„offensichtlich handelten diese Truppen auf ausdrückliche Befehle von Milosevic."

„Offensichtlich"? Weshalb „offensichtlich"? Wohlgemerkt handelt es sich hier nur um die Aussagen der Massenmedien über serbische Truppen, die gemäss Gwyn Lügen sind („redliche" oder „groteske"). Und nun sollen wir nicht nur auf das Wort der Massenmedien hin glauben, dass Verbrechen begangen wurden - sondern wir sollen diese „Verbrechen" auch noch Milosevic anlasten. Da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich.

Und jetzt kommt Gwyns Gnadenstoss: „Solche Handlungen sind unentschuldbar."

Man könnte sagen: So zu schreiben ist unentschuldbar. Warum um alles in der Welt muss Herr Gwyn ehrliche Berichte mit teuflischem Schund vermischen? Weshalb?

Dumme Frage. Es ist eine Frage der guten Sitten; reine Etikette!

(Übersetzung aus dem Englischen: Jost Lang)

Note # 1 - For the Emperors-clothes evisceration of the "War Crimes Tribunal" statement, see Spinning the Kill: Albright's Tribunal hastens to save a lie or go to http://emperors-clothes.com/analysis/spin.htm

Note # 2 - You can read Gwyn's article by clicking on Gwyn Article or going to the following:
www.thestar.com/back_issues/ED19991103/opinion/991103NEW02_OP-GWYN3.html

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DRINGLICHER AUFRUF! (21. August 2001)

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