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Wer ist der Mann, dem die USA die Zuständigkeit für Afghanistan und für die irakische Opposition übertragen haben?

Zalmay Khalilzad, Sondergesandter für islamischen Terror

Zusammengestellt und kommentiert von Jared Israel
[1. März 2003]

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[ www.emperors-clothes.com/german/indexg.htm ]

George Bush hat den Teufel ausgemacht: er heißt „islamischer Terrorismus".

Aber nur keine Angst! Er hat auch den Racheengel schon gefunden: Dr. Zalmay Khalilzad.

Dr. Khalilzad? Also etwa derselbe Khalilzad, der für Mobilisierung, Führung, Finanzierung und Koordinierung sowie mediale Unterstützung von islamischen Terroristen verantwortlich war, als diese Afghanistan und Bosnien verwüsteten?

Sie haben richtig gehört: genau der.

Dr. Khalilzad bekleidet gegenwärtig *zwei* Ämter: das eines Sondergesandten der USA für Afghanistan *und* für die irakische Opposition. [1]

Wie kommt es zu dieser Kombination? Afghanistan und der Irak liegen nicht einmal in der gleichen geographischen Region. Zwischen ihnen liegen 1424 Meilen, gemessen von Baghdad bis Kabul. [2]

Diese Meilen aber haben einen Namen: Iran. Ist vielleicht dies der verbindende Faktor?

Zalmay Khalilzad einen "Gesandten" zu nennen, ist milde gesprochen eine Untertreibung. So war er es zum Beispiel, der Hamid Karzai als neuen afghanischen Regierungschef bestimmte; diese Entscheidung wurde sodann von den auf Befehl Khalilzads versammelten Mitgliedern der afghanischen Elite "demokratisch bestätigt". [3]

Um zu verstehen, was Khalilzads wirkliche Aufgabe in Afghanistan sein könnte, wollen wir einen Blick auf seinen Lebenslauf werfen.

Zu diesem Zweck habe ich wichtige Ausschnitte aus einigen Presseberichten und anderen Texten zusammengestellt. Sie können jetzt gleich zu den Quellen gehen [E] oder meine Kommentare lesen.

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Desinformation über Khalilzad

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Sie haben vielleicht gehört, dass Khalilzad leicht verächtlich als ‚Unocal-Berater' bezeichnet wird.

Dieses Etikett stammt aus dem Krieg in Afghanistan. Als die USA diesen Krieg starteten, behaupteten einige Autoren, Ziel der USA sei es, Afghanistan zur Genehmigung einer Gas-Pipeline zu zwingen, angeblich im Interesse von Unocal, einer großen Ölfirma der USA.

Wir haben diese Autoren widerlegt [4] und gezeigt, dass ihre analytische Methode und ihr Gedankengang geradezu farcenhaft schluderig sind. [5C]

Diejenigen, die sich auf das „Öl-Argument" berufen, bauschen Khalilzads kurze indirekte Tätigkeit als Berater für Unocal über eine zweite Firma ins Gigantische auf. Hunderte von Websites und einige Journalisten des Mainstream sprechen auf Grundlage dieses unbedeutenden Details weiter von Khalilzad als 'Unocal-Berater'.

Man sagt uns also: 1) Khalilzad ist der Sondergesandte, der mit dem Kontakt zur irakischen Opposition betraut ist; 2) Khalilzad ist ein Unocal-Berater; 3) Na also! Es geht eindeutig um Öl! [5]

Es scheint auf einmal unwichtig zu sein, dass Khalilzad eine Spitzenposition im von den USA geführten Westlichen Imperium inne hat - die mit ‚Berater von Ölfirmen' kaum angemessen beschrieben ist.

Unwichtig scheint auf einmal, dass Unocal sich 1998 aus Afghanistan *zurückgezogen* hat (d.h. noch in der Zeit Clintons), weil in Afghanistan Krieg herrschte.

Offensichtlich ist auch bedeutungslos, dass bei Abzug von Unocal die USA Afghanistan keineswegs besetzten, um Unocal wieder die Arbeit im Land zu ermöglichen - im Gegenteil: es gibt gute Belege für die Tatsache, dass die USA damals heimlich die Taliban in deren Kampf gegen ihre Feinde von der Nordallianz unterstützten. [7]

Außerdem ist Unocal, nachdem nun die USA drei Jahre später Afghanistan angegriffen haben, *bis heute* nicht nach Afghanistan zurückgekehrt - auch das scheint unwichtig.

Es ist scheinbar auch egal, dass Unocal in Afghanistan sowohl vor als auch nach dem letzten Krieg keinen Pfennig verdient hat.

Unwichtig auch, dass jetzt der ‚Unocal-Berater' Zalmay Khalilzad Afghanistan de facto regiert und es doch nicht das geringste Anzeichen für Planungen gibt, dass irgendeine westliche Ölfirma eine Pipeline durch Afghanistan bauen wollte.

Wenn man also Khalilzad einen ‚Berater von Ölfirmen' nennt, ist das ungefähr so sinnvoll wie Präsident Harry S. Truman als „Hutgeschäfts-Inhaber" zu bezeichnen (denn das war er). Um dann, nach Abwurf der Atombombe auf Hiroshima durch die Regierung Truman laut zu schreien: „Seht ihr? Es geht hier einzig und allein um Hüte!"

Und das ist der zentrale Punkt: das ‚Öl'-Etikett verharmlost die Verbrechen Khalilzads. Diese Bezeichnung ist eine ideale Tarnung für Zalmay Khalilzad, den Organisator von Massenmord und Zerstörer ganzer Nationen.

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Es geht um weit mehr als nur um Öl!

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Durch den Einsatz verschiedenster Mittel, die im Aufbau der Dschihad-Kämpfer in Afghanistan gegen die Sowjetunion in den 80er Jahren kulminierten, hatte in den frühen 90er Jahren das von den USA geführte Westliche Imperium den Kalten Krieg gewonnen.

Nach diesem Sieg hatte das Imperium keinen ernstzunehmenden Gegner mehr. Die Sowjetunion war zerschlagen. Chinesische Arbeitskräfte standen den westlichen Multis zur Verfügung. Im Westen selbst lag die Linke in Trümmern und war leicht zu kontrollieren.

Das Imperium verfügte über die mächtigsten Massenmedien, die größten, reichsten und vielseitigsten Geheimdienste und über die größte Militärmacht der Menschheitsgeschichte. Im Verlauf der gesamten 90er Jahre wurde dieser Apparat neu ausgebildet, und seine Funktionsfähigkeit in einer teilweise neuen Umgebung mit einem neuen strategischen Ziel wurde getestet.

Das neue Ziel des von den USA geführten Imperiums war es nun, den im Kalten Krieg errungenen Sieg zu sichern. Dazu musste das Entstehen einer wirklich unabhängigen Opposition und insbesondere einer internationalen Koalition verhindert werden, die frei von der Kontrolle durch das Imperium einen weltweiten Gegenpol hätte bilden können. Die eigentliche Stoßrichtung dieser Strategie: China, Indien und insbesondere die früheren Sowjetrepubliken.

Andere kleinere und schwächere Staaten wurden in den 90er Jahren gewaltsam als Nationen zerstört. Das brutalste Beispiel ist der Kongo. Dort wurden buchstäblich Millionen Menschen Opfer von Regimes, die nur Strohmänner des von den USA geführten Imperiums waren. Der bekannteste Fall ist jedoch Jugoslawien, das zu seinem Unglück in einer strategisch wichtigen Region lag. Bei seinem Angriff auf Jugoslawien hat das Imperium in noch nie dagewesener Weise seine Technik der Medienmanipulation und der Unterwanderung perfektioniert. So gelang das Kunststück, die Zerschlagung Jugoslawiens, eine wahre Orgie von Faschismus, islamischem Fundamentalismus und nationaler Zerstörung, von den Medien weltweit als einen Sieg der Demokratie und des ‚nation building' feiern zu lassen.

Inzwischen hat auf dem gesamten Gebiet der ehemaligen Sowjetunion das von den USA geführte Imperium Medien und Regierungen unterwandert, ihr Militär übernommen, Militärbasen geschaffen und gleichzeitig scheindemokratische Organisationen und Bewegungen sowie islamistische und sonstige faschistische Bewegungen ins Leben gerufen, all dies mit dem Ziel, die politische Farbenlehre und die Grenzen von Staaten und Nationen des eurasischen Großraums neu zu ordnen. Dieses Ziel erzwingt das Aufbrechen der multiethnischen Staaten in a) kleine und/oder b) von kontrollierbaren islamisch-fundamentalistischen oder neofaschistischen oder anderen Quisling-Regierungen gelenkte Staaten.

In dem Bestreben, diese Länder auf das Niveau schwacher Territorien herab zu drücken, werden diese Länder zunächst und vor allem in einer Situation der Armut und destabilisierender innerer Konflikte gehalten. Das Imperium greift sie mit Quislingen, islamischen Terroristen und Faschisten an und unterwandert sie gleichzeitig mit militärischen, politischen und wirtschaftlichen Beratern sowie mit „Wirtschaftshilfe". Einige der Faschisten posieren als globale Gegner des Imperiums, verwenden linke Rhetorik und nennen sich Antiimperialisten. Gleichzeitig greift das Imperium diese Länder mit vom Westen kontrollierten ‚Demokraten' und NGOs und Massenmedien an, die den Widerstand dämonisieren, schädliche Alternativen populär machen und dafür sorgen, dass möglichst viele Angelegenheiten undurchsichtig bleiben.

Es ist ganz unvermeidlich, dass Kräfte innerhalb der betreffenden Nationalstaaten sich der Zerstörung durch islamische Terroristen zu widersetzen versuchen. Diese sind oft mit Saudi-Arabien oder ‚demokratischen Bewegungen' verbunden und funktionieren als fünfte Kolonne der USA, Deutschlands, Norwegens oder auch der Niederlande oder anderer destruktiver Mächte. Regt sich Widerstand, verurteilen die Massenmedien des Imperiums diesen Widerstand als rassistisch, und das Imperium schickt seine sogenannten Menschenrechtsorganisationen, um diese Länder aller Arten von Menschenrechtsverletzungen beschuldigen. Gleichzeitig werden viele engagierte Menschen innerhalb des Imperiums selbst in Bewegungen hineingezogen, die entweder die Taten des Imperiums rechtfertigen oder aber, unter dem Deckmantel eines Scheinwiderstandes, unter der Kontrolle des Imperiums stehen und seinen Zielen dienen. Dies ist nur deshalb möglich, weil die Massenmedien und die weitverzweigten Geheimdienste des Imperiums Verwirrung säen, mit dem Ergebnis, dass die Bevölkerung über die grundlegenden Ziele des Imperiums in Unkenntnis gehalten wird.

Diejenigen, die versuchen, die Einheit und Unversehrtheit ihrer Nationalstaaten zu bewahren, kommen aus dem Tritt. Ziel des Imperiums ist es, diese Staaten - und insbesondere China, Russland und Indien - daran zu hindern, jemals die Unabhängigkeit des organisierten Handelns und auch des *Denkens* wieder zu erlangen und somit die notwendige moralische Grundlage, die allein den Zusammenschluss aller Kräfte angesichts des mächtigen und skrupellosen Imperiums ermöglichen könnte. Der Punkt dabei ist nicht, dass die angegriffenen Staaten per se etwa besonders moralisch wären. Das Imperium sucht sich seine Ziele nicht nach deren Tugend aus. Der Punkt ist, dass unabhängig vom Charakter dieser Regierungen die Zerstörung dieser Staaten für die Bevölkerung schreckliches Leid verursacht und Widerstand gegen das Imperium wesentlich erschwert.

Das von den USA geführte Imperium ist auch *nicht* nostalgisch. Es sucht sich seine Feinde nicht nach deren Tugend aus, und ebenso wenig schont es im Konfliktfall ‚alte Freunde'.

Jugoslawien war während des kalten Krieges ein loyaler Diener des Imperiums - aber kaum war der kalte Krieg vorbei, wurde Jugoslawien attackiert.

Die Faschisten der Baath-Partei wurden mit voller Kraft als Alternative zu den Roten unterstützt und schlachteten diese ab. Aber noch vor Ende des Kalten Krieges wurde der Irak bombardiert.

Vielleicht das beste Beispiel ist Israel. Aufgrund der Mächtekonstellation im Kalten Krieg sehen viele Leute auch heute noch die USA als Beschützer Israels und Gegner der palästinensischen Organisationen an. Die Fakten sprechen jedoch eine andere Sprache. Der Geheimdienstapparat der USA hat im ganzen Nahen und Mittleren Osten, einschließlich in der West Bank, Gaza und Israel selbst über Jahre hinweg antiisraelische Organisationen finanziert und ausgebildet; von den USA unterstützte Staaten wie Qatar senden ununterbrochen von der Regierung finanzierte antiisraelische und antisemitische Fernsehsendungen; und die CIA hat die entscheidenden Kräfte der PLO in militärischen und geheimen Operationen ‚ausgebildet', und das spätestens kurz nach der Unterzeichnung der Oslo-Verträge, wenn nicht schon länger. All dies ist der Öffentlichkeit bekannt. (Emperor's Clothes hat jetzt ein ganzes Archiv, das die Verbindung der CIA und anderer Elemente des Geheimdienstapparats des Empire mit der PLO belegt, das wir bald veröffentlichen werden.)

Man sagt sehr zu recht: Das Imperium hat keine Freunde, es hat nur zukünftige Opfer.

Die Unterminierung der Sowjetunion war Khalilzads großes Anliegen, als er in den 80er Jahren ein ‚Sonderberater' des State Department für Afghanistan war.

Auch heute steht dieser Bereich im Zentrum seiner Tätigkeit.

So ruft Khalilzad zum Beispiel in einer Rede bei einer Konferenz im Jahr 2000 (siehe unten) zur Beseitigung der Taliban auf *weil ihre Politik die zentralasiatischen Republiken Russland in die Arme treibe.* [M]

Warum sollte ihn das interessieren? Weil Russland früher einmal das Zentrum der Opposition - ein Gegengewicht zur Macht der USA - war und Khalilzad und seine Bündnisgenossen im Dienste des Imperiums verhindern wollen, dass es jemals wieder dazu wird. [5A]

Keine von den USA geführte Mächtekoalition kann die moderne Welt *durch die nackte Macht der Waffen* beherrschen. Die Strategieplaner des Imperiums sind sich dessen nur zu gut bewusst. Sie sind schlau, und Khalilzad ist sicher einer der Schlauesten. Alle zusammen wissen sie: politische Macht geht vor Militärmacht. Daher konzentriert sich das von den USA geführte Imperium auf Politik im allerursprünglichsten Sinn, das heißt: Ideologie und Organisation. Konkret beinhaltet das:

A) die Verbreitung von islamischem Fundamentalismus und verschiedener Formen des Rassismus unter Hunderten von Millionen von Menschen sowie

B) die Schaffung einer *Scheinopposition*, die selbst zutiefst mit den oben genannten Ideen infiziert ist und insgeheim vom Imperium dominiert wird und drittens

C) die Beherrschung der Welt *durch die Erlangung politisch/militärischer Handlungsmacht weitgehend oder ausschließlich auf dieser politischen Grundlage*.

Deshalb mobilisierte in den Jugoslawienkriegen der 90er das von den USA geführte Imperium die einstigen Verbündeten Nazi-Deutschlands überall auf dem Balkan - die abscheulichen kroatischen Ustascha-Truppen [8], die bosnischen islamischen Fundamentalisten und die albanischen Rassisten. Deshalb peitschen sie in der gesamten islamischen Welt den Antisemitismus auf, anti-slawische Stimmung in den baltischen Staaten, dem Balkan und andernorts, Antisemitismus auch in Russland und im restlichen Europa etc.

Wie die folgenden Ausschnitte zeigen, ist Khalilzad ein *führender Stratege* betreffend den Einsatz von islamischem Fundamentalismus zum Angriff auf potentiell widerstandsfähige Staaten (z.B. Russland) und Völker (z.B. die Serben), im Interesse des von den USA geführten westlichen Imperiums.

Er war daran beteiligt, die Medien zu einem Werbeinstrument für Terroristen zu entwickeln und diejenigen Kräfte, die dem Terrorismus Widerstand leisten, als Verbrecher gegen die Menschlichkeit zu dämonisieren.

In der Washington Post kann man folgende Beschreibung Dr. Khalilzads finden:

„Kollegen charakterisieren den milden und gescheiten 50jährigen, der sowohl für das Außen- als auch das Verteidigungsministerium tätig war, als charmant, geradezu neckisch.

Er kleidet sich überaus modebewusst, ja gewagt..." [5B]

Tatsächlich? Das alles wird auch dem Teufel nachgesagt.

--Jared Israel

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*1984*

Khalilzad kommt zum State Department als ein Mitglied des Council on Foreign Relations. Zwei Jahre später war er Mitglied des elitären Policy Planning Council.

* * *

„1984 wurde er als ein Mitglied des Council on Foreign Relations zum State Department berufen; von 1986 bis 1988 war er Mitglied des Policy Planning Council bei derselben Behörde.

--Biographische Angaben zum Artikel „Wie die Guten [sic!] in Afghanistan siegten"
(„How the Good Guys Won in Afghanistan")
Zalmay Khalilzad The Washington Post 12. Februar 1989, Sonntag, Letzte Version Outlook, S. C1

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*1985*

Khalilzad saß im Vorstand einer Gesellschaft mit dem Namen ‚Freunde Afghanistans' (Friends of Afganistan). Mit von der Partie war Zbigniew Brzezinski, der sich selbst als den Erfinder der Taktik bezeichnete, Afghanistan zum Kampf gegen die Russen einzusetzen [5D]. Khalilzad war akademischer Lehrer in Columbia, Brzezinskis Universität. Alles deutet darauf hin, dass Khalilzad eine Protégé Brzezinskis war.

Hervorzuheben wäre, dass laut dem folgenden AP-Pressebericht der Kongress den Vorschlag machte, die Friends of Afghanistan sollten die afghanischen Terroristen lehren, wie man internationale Unterstützung dadurch gewinnt, dass man die Gegner der Terroristen als Feinde der Menschenrechte darstellt. Diese Technik gehört nun zum Standardrepertoire der USA. (So haben die Medien die Serben ganz genau mit dieser Technik dämonisiert.)

Hier ist also die Meldung von AP:

* * *

U.S. Provides $500.000 So Afghan Rebels Can Tell Their Story
(Die USA stellen 500.000 Dollar zur Verfügung, damit die afghanischen Rebellen sich weltweit Gehör verschaffen können)
Associated Press, 16. September 1985, PM cycle; Section: Washington; Dateline: von Joan Mower, Washington

Guerillas in Afghanistan werden in nächster Zukunft Geld für eine Public relations-Kampagne von den Vereinigten Staaten erhalten, um die Weltöffentlichkeit auf ihren Kampf gegen die sowjetischen Truppen aufmerksam zu machen.

Das Geld soll dazu dienen, Journalisten der afghanischen Rebellen darin auszubilden, Fernsehen, Radio und Zeitungen zur Förderung ihrer Sache einzusetzen. Reporter werden Minikameras erhalten, um den Krieg in Afghanistan fotografisch festzuhalten.

"Ziel dieses Projekts ist die Sammlung, Entwicklung und Verbreitung glaubwürdiger, objektiver und angemessen professioneller Nachrichten, Fotos und Fernsehbilder über die Entwicklung in Afghanistan," heißt es dazu in einer Anmerkung im Federal Register. Das Programm wird von Uncle Sam's höchsteigenem Propagandainstrument, der US Information Agency, überwacht. Der Kongress genehmigte 500.000 Dollar zur Anstellung von Experten und stellte weitere Gelder in Aussicht.

Bei Bereitstellung der Gelder instruierte der Kongress die USIA geradezu dahingehend, Organisationen wie Friends of Afghanistan zu berücksichtigen, eine neue Gruppe, deren Vorstand unter anderem den ehemaligen Sicherheitsberater der Regierung Carter vorweisen kann, der dafür bekannt ist, gegenüber der Sowjetunion einen harten Kurs zu verfechten.

USIA hat für den 25. September entsprechende Vorschläge angefordert.

Friends of Afghanistan hat weitere prominente Mitglieder aus dem Bereich der amerikanischen Außenpolitik, so zum Beispiel Lawrence Eagleburger, einen früheren Staatssekretär im State Department, Dr. Zalmay Khalilzad, einen Professor für politische Wissenschaften an der Columbia University, der gelegentlich auch das State Department zu Afghanistan berät.

[Anmerkung: Den vollständigen Text des AP-Berichts samt Kommentaren finden Sie unter: „Zbigniew And Zalmay's Excellent Afghan Pro-Terrorist Propaganda Adventure"] http://emperors-clothes.com/analysis/zbi-zal.htm

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* 1987 *

Khalilzad war Mitglied des Policy Planning Council beim State Department

* * *

Jostling To Fill A Power Vacuum; Afghanistan After The Russians
(Der schwierige Versuch, ein Machtvakuum zu füllen; Afghanistan nach Abzug der Russen)
Edward Mortimer, Financial Times (London), 7. April 1987, Donnerstag, SECTION 1, S. 27

Wie Professor Zalmay Khalilzad (ein Amerikaner afghanischer Herkunft, derzeit Mitglied des Policy Planning Council des State Department) bei der Tagung hervorhob, hat die Sache Afghanistans ‚einstimmigen Rückhalt in den politischen Institutionen und im politischen Leben Amerikas' und ist einer der wenigen Bereiche, wo der Kongress auf eine Steigerung anstatt auf eine Senkung der Ausgaben drängt."

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* Mai 1988 *

Aus dem folgenden Bericht der sowjetischen Nachrichtenagentur ITAR-TASS geht hervor, dass Zalmay Khalilzad 1988 als „Sonderberater" des State Department für Afghanistan fungierte und für den direkten Kontakt mit den Mudschahedin (Dschihad-Kämpfern) zuständig war. Innerhalb von vier Jahren gelangte er an die Spitze. Hervorzuheben ist auch, dass Khalilzad den Mudschahedin zu verstehen gab: Wenn ihr (weiterhin) unsere Unterstützung haben wollt, dann a) dürft ihr keinen Frieden mit der prorussischen Regierung machen und b) musst ihr gewinnen. Dies klingt ganz wie die harsche Kritik, die Khalilzad im Jahr 2000 an die Adresse der Taliban richtete: sie seien unfähig, den Krieg mit der Nordallianz zu gewinnen und trieben die Republiken Zentralasiens in Russlands Arme. [M]

Es folgt der Bericht von ITAR-TASS

* * *

To Support Afghan Counter Revolutionaries (Unterstützung für afghanische Konterrevolutionäre)
New York, Russische Nachrichtenagentur ITAR-TASS, 6. Mai 1988, Freitag

‚Die Vereinigten Staaten haben den afghanischen Guerillas ihre Unterstützung in ihrem Bestreben zugesagt, eine provisorische Regierung zu bilden, wenn sie ihre Kontrolle über einen großteil des Landes festigen und noch weitere Kriterien erfüllen', zitierte die New York Times heute Quellen aus dem State Department. Ein hoher Beamter des State Department machte deutlich, die Regierung sehe es als ihre Pflicht an, 'die von der Sowjetunion unterstützte Regierung in Kabul' zu bekämpfen. Weiterhin sagte er, die USA ‚seien nicht bereit, die Rechtmäßigkeit' der staatlichen Behörden Afghanistans ‚anzuerkennen'. Diese gewichtige Botschaft wurde den Rebellen in der pakistanischen Stadt Peshawar durch Zalmay Khalilzad überbracht, den Sondergesandten für Afghanistan des Staatssekretärs im State Department Michael H. Armacost.

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* Juni 1988 *

Dies ist, soweit ich weiß, der früheste Beleg dafür, dass Khalilzad eine Politik betrieb, die einen Angriff auf den Irak und die Stärkung des Iran beinhaltete. [6]

* * *

The 1992 CAMPAIGN - Bush's Greatest Glory Fades As Questions on Iraq Persist
(Der Wahlkampf 1992- Bushs größter Ruhm verblasst - Bleibende Fragen zum Thema Irak)
27. Juni 1992, Samstag, Abendausgabe, Final George Bush Section 1, S. 1, Spalte 5; Auslandsredaktion

Präsident Bush und seine Berater sahen gleich nach Amtsübernahme zu einer Neubewertung der Politik am persischen Golf gezwungen. Bald nach George Bushs Sieg bei den Präsidentschaftswahlen im November 1988 entwarf ein Stratege des State Departments ein Memorandum für den noch nicht ins Amt eingeführten Präsidenten, in dem eine politische Neubewertung dieser Region durch die USA angemahnt wurde.

Unter Reagan war das weiße Haus fest davon überzeugt, die größte Bedrohung am Golf sei Iran. Aber Zalmay Khalilzad, ein Vertreter der Abteilung Policy Planning, wies darauf hin, dass seiner Meinung nach der Irak eine größere Gefahr darstelle, da dieser den Iran als die strategische Regionalmacht verdrängt habe und nun in der Lage sei, den Persischen Golf zu dominieren.

Khalilzad riet in seinem Memorandum der amerikanischen Politik, sie solle sich auf die Stärkung des Iran und die Begrenzung der Macht des Irak konzentrieren. Dieses Dokument wurde in das offizielle "Übergangsbuch" der Abteilung Policy Planning des State Department aufgenommen. Darin waren alle außenpolitischen Angelegenheiten zusammengefasst, die der neue Präsident bald würde angehen müssen. Aber nach der Amtsübernahme George Bushs wurden die Argumente des State Department entweder überhört oder verworfen.

[Anmerkung Jared Israel: Der letzte Satz [L] mit der Behauptung, die Regierung Bush habe angeblich Khalilzads Vorschläge überhört, muss mit großer Vorsicht genossen werden. Schließlich lauteten Khalilzads Vorschläge: Zusammenarbeit mit dem Iran! Angriff auf den Irak! Und wurde der Irak nicht angegriffen? Und hat nicht die niederländische Regierung im letzten Jahr Dokumente veröffentlicht, aus denen hervorgeht, dass die USA die Finanzhilfen aus dem Iran und Saudi-Arabien an die proamerikanische Regierung von Alija Izetbegovic koordiniert haben? [6] Ist das kein Bündnis mit dem Iran? (Haben die USA und der Iran sich weiterhin in der Öffentlichkeit beschimpft? Ja, das haben sie. Na und? Dort, wo es darauf ankam, haben sie zusammengearbeitet - bei der Zerstörung Jugoslawiens.)

Und schließlich wurde Khalilzad *Chef* der politisch-strategischen Planungsabteilung des Pentagon! Mit anderen Worten, er hatte das Sagen. Klingt das, als hätte man seinen Rat ‚überhört'? [92]

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* 1990 *

Während der Reagan-Jahre führte die Karriere Khalilzads den Berichten zufolge steil nach oben, bis er schließlich für die ganze Region Persischer Golf verantwortlich war. Der folgende Text ist ein Auszug über die Golfkrise in der NewsHour von MacNeil/Lehrer, einer öffentlich-rechtlichen Fernsehsendung in den USA. Frau Woodruff war als Reporterin bei der Sendung anwesend.

* * *

Government in Exile; Diplomatic Solution? Hostage to Circumstance
(Regierung ins Exil; Diplomatische Lösung? Ausgang dem Zufall überlassen)
The MacNeil/Lehrer NewsHour 31. August 1990, Freitag

„Fr. Woodruff: Jetzt noch ein paar zusätzliche Hintergrundinformationen, und zwar von Zalmay Khalilzad, der unter Präsident Reagan für die gesamte Golfregion im politischen Planungsstab des State Department zuständig war."

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* 1992 *

Lassen Sie sich den folgenden Satz aus Martin Indyks Bemerkungen über eine Konferenz des Washington Institute for Near East Policy (Indyks Bemerkungen finden Sie in voller Länge nach meinem Kommentar) auf der Zunge zergehen:

„Zalmay Khalilzad, der [unter George Bush Senior] Leiter des politischen Planungsstabes des Pentagon wurde"

*Leiter* des Planungsstabes für Militärpolitik!

Hier sind ein paar Worte zu Martin Indyk fällig, da er einige interessante Ähnlichkeiten zu Khalilzad aufweist.

Indyk erhielt 1993 die US-amerikanische Staatsbürgerschaft, und Präsident Clinton machte ihn sofort zu einem seiner wichtigsten Berater. Er übertrug ihm offiziell den Bereich Naher und Mittlerer Osten beim Nationalen Sicherheitsrat (National Security Council).

Aus Indyks Bemerkungen (s.u.) geht hervor, dass er und Khalilzad gemeinsam an einem Dokument gearbeitet hatten, das „Vorschläge für die Neuordnung des Nahen und Mittleren Ostens in den Bereichen Regionale Sicherheit, Waffenkontrolle, wirtschaftliche und politische Entwicklung" enthalten sollte. Dieses Dokument beeinflusste nach Aussage von Indyk die Politik der USA, weil Khalilzad und zwei weitere Autoren des Memorandums Spitzenpositionen in den strategischen Planungsabteilungen der Bush-Regierung erhielten.

Ein Jahr, nachdem Indyk diese Bemerkungen gemacht hatte, wurde Bush von Clinton abgelöst. Dieser machte Indyk zu seinem Berater für den Nahen und Mittleren Osten. Das heißt: Indyk und Khalilzad hatten gerade zu dem Zeitpunkt zentrale Positionen in der Nahostpolitik inne, als die USA den so genannten Friedensprozess auf den Weg brachten. Kernstück dieses Prozesses waren die Oslo-Verträge, die a) eine umwälzende Veränderung im Verhältnis Israels zur PLO bedeuteten und die b) konsequent zur Gründung eines palästinensischen Staates in der West Bank und Gaza führten.

Manche Leute behaupten, dass Indyks Berufung für diesen einen Interessenkonflikt bedeuten müsse, da Indyk Jude ist. Deshalb, so wird argumentiert, werde seine Loyalität zunächst Israel gelten. Diese Behauptung zeigt, wie sehr Antisemitismus das Denken lähmt. Indyk handelte ebenso sehr und ebenso wenig im Interesse „der Juden" wie Khalilzad im Interesse „der Afghanen".

Khalilzad zum Beispiel ist Afghane, und aus diesem Grund erhielt er eine zentrale Rolle - wobei? Bei der Zerstörung Afghanistans!

Genau so wurde in der Phase der Ausarbeitung der Oslo-Verträge, die einen Großangriff des von den USA geführten Imperiums auf Israel bedeuten, ein jüdischer Politiker einbezogen, um die Angelegenheit harmlos erscheinen zu lassen.

So wie der Krieg der afghanischen Mudschahedin in den 80ern die afghanische Gesellschaft *zerstörte*, so förderte der ‚Oslo-Friedensprozess' die Dämonisierung Israels und brachte den übelsten Antisemiten der arabischen Welt neue Akzeptanz. Angesichts des wahren Charakters der palästinensischen Politik - also die Tatsache, dass von der PLO bis Hamas alle bedeutenden Politiker unter saudischem Einfluss stehen und alle die Zerstörung Israels fordern [6A] - hätte ein palästinensischer Staat für Israel verheerende Konsequenzen.

Es ist also nicht verwunderlich, dass die PLO Indyks kometenhafte Karriere unterstützte:

"Die Palästinensische Befreiungsorganisation unterstützt ihn. ‚Seine Religion und Herkunft machen für uns keinen Unterschied', sagt Hasan Abdel Rahman, der ranghöchste Vertreter der PLO in Washington. ‚Er versteht die politische Situation der Region ... mit ihm kann man arbeiten. Sein Eintreten für Israel, recht verstanden, kann sogar den Friedensprozess fördern. Wem Israels Interessen am Herzen liegen und wer dabei eine Vision für die Zukunft hat, wird einen gerechten Frieden mit den Palästinensern unterstützen." (Washington Post, 2. Februar 1995) [6B]

Das Imperium ist alles andere als dumm. Es lässt einen Khalilzad, einen Afghanen, auftreten, um der Welt die Muschahedin schmackhaft zu machen, obwohl diese Afghanistan zerstören. Es lässt Indyk und andere Juden auftreten, um die PLO - und überdies die bosnisch-muslimischen Fundamentalisten, die Israel verabscheuen - schön zu reden. Und genau so war es ein serbischer Nationalist, nämlich Kostunica, den das Imperium dazu ausersehen hatte, die Entführung von Slobodan Milosevic zu organisieren. Kostunica war der Strohmann des Imperiums für Jugoslawien und hat der Wirtschaft, der Kultur und der Moral Serbiens schweren Schaden zugefügt. [6C] Aber das hindert antiserbische Rassisten der UCK natürlich nicht daran, Kostunica als angeblichen serbischen Ultranationalisten anzugreifen.

Vor seinem Eintritt in den Spionageapparat der USA arbeitete Indyk im australischen Nachrichtendienst. Er war stellvertretender Leiter der Abteilung Current Intelligence für den Nahen und Mittleren Osten. Ist die Welt nicht klein? Wenn das Imperium die ganze Welt ist...

Es folgen Indyks Bemerkungen über Khalilzad

* * *

Das Washington Institute for Near East Policy
„Auf dem Weg zum Frieden: eine amerikanische Strategie für den arabisch-israelischen Friedensprozess"
25. September 1992

„Nach dem Krieg veröffentlichten wir bald einen zweiten Bericht mit dem Titel „Nach dem Sturm", das Ihnen vorliegen sollte, und die entsprechende Forschungsgruppe machte Vorschläge zur Neuordnung des Nahen und Mittleren Ostens in den Bereichen Regionale Sicherheit, Waffenkontrolle, wirtschaftliche und politische Entwicklung.

Einige der im Bericht vertretenen Ansichten, besonders in den Bereichen Regionale Sicherheit und Waffenkontrolle, so kann man meiner Meinung nach ohne Übertreibung sagen, beeinflussten die Politik der Regierung, wahrscheinlich auch deshalb, weil drei Autoren des Berichts Regierungsposten erhielten: Zalmay Khalilzad wurde Leiter des politischen Planungsstabes im Pentagon, Seth Carus wurde im Pentagon Khalilzads Mitarbeiter und natürlich Joe Hannah, der zum politischen Planungsstab des State Departments ging."

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* 1992 *

Im folgenden Ausschnitt wird *ganz offiziell* berichtet, der Spitzenstratege des Pentagon Khalilzad befürworte die Aufhebung des Waffenembargos gegen die islamischen Fundamentalisten in Bosnien. Damit ist natürlich noch nicht *alles* darüber gesagt, was Offizielle des Pentagon *hinter den Kulissen* in Bosnien getan haben.

Die NATO und ihre Verbündeten bezeichneten die islamische fundamentalistische Gruppierung um Alija Izetbegovic als die ‚bosnische Regierung'. Die Konsequenzen dokumentiert der unten stehende Artikel.

Im vergangenen Jahr veröffentlichte die niederländische Regierung einen Bericht, dem zufolge seinerzeit der Iran und Saudi-Arabien in großen Mengen sowohl illegale Waffen als auch islamische Terroristen und ihre Ausbilder zur Stützung der 'bosnischen Regierungsarmee' ins Land geschmuggelt hatten. Diese Terroristen waren für die übelsten und brutalsten Übergriffe auf serbische Zivilisten verantwortlich und schufen eine allgegenwärtige Atmosphäre von islamischem Fanatismus. Und siehe da: laut dem Bericht der niederländischen Regierung wurde die gesamte Operation vom Geheimdienst des Pentagon koordiniert. [6]

Der Ausschnitt nimmt auch Bezug auf Khalilzads frühere Rolle im Afghanistan der 80er Jahre, wo die USA und Saudi-Arabien den Terrorkrieg der schlimmsten dogmatischen Islamisten finanzierten.

Wir sehen also, dass die USA Terroristen zuerst in Afghanistan und dann in Bosnien islamische Terroristen aus dem Mittleren Osten und Zentralasien einsetzten. In beiden Fällen spielte Khalilzad dabei eine herausragende Rolle.

Es folgt der Ausschnitt aus New Republic.

* * *

Balking: Clinton's Bosnia Crisis (Blockiert: Clintons Bosnienpolitik in der Krise)
Patrick Glynn, The New Republic, 23. November 1992, Bd. 207 Nr. 22 S. 20, ISSN: 0028-6583

In der gesamten Debatte um eine mögliche Intervention der USA wurde eine zentrale politische Möglichkeit bisher jedoch übersehen: die Aufhebung des UN-Waffenembargos, das vergangenen Dezember über Bosnien verhängt wurde, und die Aufnahme von Waffenlieferungen an die bosnische Regierung. Innerhalb der Regierung Bush wird diese Linie angeblich vom für Politikfragen zuständigen stellvertretenden Staatssekretär Paul Wolfowitz befürwortet, ebenso vom stellvertretenden Staatssekretär Zalmay Khalilzad, dem Planer der amerikanischen Politik der Waffenlieferungen an die Mudschahedin im Afghanistan der 80er Jahre.

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* 1993 *

Khalilzad forderte öffentlich die Durchführung illegaler Aktionen zugunsten der islamischen Fundamentalisten in Bosnien. Aber wie wir wissen, waren Khalilzad und die Seinen hinter den Kulissen noch mit viel übleren Angelegenheiten zugange. [6]

* * *

See No Evil: Clinton-Bush and the Truth about Bosnia
(Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen: Clinton, Bush und die Wahrheit über Bosnien)
Glynn, Patrick, The New Republic, 25 Oktober 1993, Bd. 209 Nr. 17, S. 23, ISSN: 0028-6583

Mit besonderem Eifer forderten 1992 auf zwischenbehördlichen Konferenzen einige hohe Beamte der Zivilverwaltung in Bushs Pentagon, darunter Staatssekretär Paul Wolfowitz sowie der Staatssekretär mit beratender Funktion Zalmay Khalilzad, einer der Protagonisten der erfolgreichen Afghanistan-Politik Präsident Reagans, wiederholt die Aufhebung des gegen die bosnischen Regierungstruppen verhängten Waffenembargos. Sie verwiesen dabei nicht nur auf den Erfolg dieser Politik in Afghanistan, sondern auf das Beispiel des Krieges in Kroatien, wo die allmähliche Anhäufung *illegaler Waffen* durch die kroatische Armee zu einer militärischen Pattsituation geführt hatte und schließlich zu einem dauerhaften Waffenstillstand zwischen kroatischen und serbischen Truppen in den Monaten Dezember und Januar 1991 und 1992.

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* Frühe 90er Jahre *

Hier bestätigt die New York Times, dass Khalilzad unter Bush Senior Leiter des politischen Planungsstabes des Pentagon war

* * *

Pentagon Seeking to Cut Military But Equip It for 2 Regional Wars
The New York Times, 2. September 1993, Donnerstag, Abendausgabe, Final SECTION: Section A, Seite 1, Spalte 1, Inlandsredaktion „Pentagon Seeking to Cut Military But Equip It for 2 Regional Wars", Michael R. Gordon, Sonderberichterstatter der New York Times Dateline: Washington 1. September

‚Es war schwer genug, mit von der Bush-Administration' vorgesehenen Kräften die win-win-Strategie zu fahren [d.h. zwei Regionalkriege zu führen und beide zu gewinnen -EC], sagte Zalmay Khalilzad, *Leiter des politischen Planungsbüros im Pentagon unter der Regierung Bush* und Experte der Rand Corporation. ‚Die Frage ist, geht win-win auch mit einer schwächer ausgestatteten Struktur?" [Meine Hervorhebungen]

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* März 2000 *

Es folgt ein Ausschnitt aus einer Rede von Zalmay Khalilzad vor dem World Affairs Council in Los Angeles. Dieser Text (für etwaige Interessenten steht auch der gesamte Text zur Verfügung) verdient einen ausführlichen Kommentar. In einem Teil (nicht im unten stehenden Ausschnitt enthalten), geht Dr. Khalilzad leichten Herzens über die harte Tatsache hinweg, dass seit den späten 70er Jahren die USA und Saudi-Arabien über ein Jahrzehnt lang gemeinsam an der Machtergreifung der islamisch-fundamentalistischen Kräfte in Afghanistan gearbeitet haben. Er tut dabei so, als seien die unglaubliche Brutalität und der Extremismus der afghanischen Mudschahedin a) unter die Kategorie ‚unerwartete Nebenwirkungen' zu zählen (d.h., die USA hätten angeblich nicht mit einem Sieg gerechnet) und b) als habe man hier nur durch Unterlassen gesündigt - das heißt, die USA hätten Pakistan eine zu große Rolle zugestanden. Dies sind die gängigen Entschuldigungsmuster. Diese Argumente stellen nicht nur eine moralische Bankrotterklärung dar, sondern sie werden auch durch öffentlich bekannte Fakten widerlegt, einschließlich eines hervorragenden Artikels der Washington Post, der auf Emperor's Clothes veröffentlicht ist [6D].

Ich habe den Teil von Khalilzads Rede aufgeführt, der sich mit den Taliban befasst. Khalilzad macht einige wenig originelle Bemerkungen zu ihrem Extremismus, aber dann kommt er doch inmitten von der üblichen Plattitüden klar zur Sache.

Er sagt a), dass die Taliban nicht fähig waren, den Krieg gegen die Nordallianz zu gewinnen und B), dass sie *offen* den islamischem Fundamentalismus exportierten und deshalb c) die zentralasiatischen Republiken der engeren Kooperation mit Russland in die Arme trieben.

Das ist eine interessante Argumentation. 1996 schreibt Khalilzad in der Washington Post:

„Die Taliban praktizieren anders als der Iran nicht die gegen die USA gerichtete Form des Islams - die Taliban stehen dem saudi-arabischen Modell näher. Diese Gruppe vertritt eine Mischung aus paschtunischen Traditionen und orthodoxer Islamdeutung." -Washington Post, 07.Oktober 1996, Montag, Final Edition; OP-Ed; Seite A21; Afghanistan: Time to reengage UNTERTITEL: Zalmay Khalilzad

Wie niedlich. Das saudi-arabische Modell des Islams ist die Wahhabi-Sekte, und genau diese Form des Islam haben Khalilzad und die Seinen in den 80er Jahren Afghanistan aufgezwungen. Außerdem kann man die Wahhabiten mit Fug und Recht als den Ursprung des gesamten islamischen Extremismus bezeichnen.

Warum verharmloste Khalilzad 1996 in so unglaublicher Weise die Verbrechen der Taliban? Weil genau zu jener Zeit das von den USA geführte Imperium hoffte, diese Monster könnten ihre Herrschaft über Afghanistan festigen. Emperor's Clothes hat auf dieser Website Information darüber veröffentlicht, dass die USA in ihrem Bestreben, die Taliban bei der Zerstörung der Nordallianz zu unterstützen, auch Verrat betrieben. Es scheint sich also eher so zu verhalten, dass für das von den USA geführte Imperium (und für Dr. Khalilzad) die größte Sünde der Taliban nicht die Übertreibung, sondern ihr Scheitern war. [7]

Im unten stehenden Ausschnitt erwähnt Khalilzad schließlich auch Unocal. Das ist eine der wenigen Stellen, die ich finden konnte, an denen er jemals überhaupt Unocal erwähnt hat. Er berichtet, Unocal wolle Energie durch Afghanistan transportieren.

Seine Bemerkungen in diesem Zusammenhang sind entlarvend. Nicht nur, dass er nicht bemüht ist, Unocal zu einer Pipeline zu verhelfen: er erwähnt das Wort Pipeline nicht einmal. Stattdessen bezeichnet er im Vorübergehen das Scheitern des geplanten Geschäfts als unglücklich, *da es den zentralasiatischen Republiken neue Hoffnung hätte geben und sie von Russlands Seite hätte weglocken können!* Mit anderen Worten: die Pipeline war für US-Strategen à la Khalilzad als Werkzeug zur Schwächung Russlands interessant. Man kann im folgenden Ausschnitt klar erkennen, dass Khalilzad hier nicht als Beauftragter von Unocal spricht: er behandelt das Unternehmen eher distanziert und gleichgültig.

„Afghanistan war und ist ein möglicher Korridor für den Export von Öl und Gas aus den zentralasiatischen Staaten nach Pakistan und von da aus in die ganze Welt. Eine Firma aus Kalifornien mit dem Namen Unocal war an einer Sondierung dieser Option interessiert, aber wegen des Kriegs in Afghanistan und der dort herrschenden Instabilität haben sich diese Optionen, oder zumindest diese eine Option, nicht realisieren lassen. Mangels alternativer Optionen für die zentralasiatischen Staaten aufgrund der dort bestehenden Sorge vor einer möglichen Ausbreitung von islamischem Extremismus -- wie er von den Taliban verkörpert wird, und aufgrund der schon vorhin erwähnten Tatsache, dass Afghanistan ein zentraler Trainings-Stützpunkt und Ausgangspunkt für die Verbreitung solcher Bewegungen geworden ist - aus all diesen Gründen wurde Zentralasien zu einer Arena, wo Russland von Neuem wachsenden Einfluss geltend macht."
-Aus dem unten zitierten Text

Das Zentrum der Aufmerksamkeit Khalilzads ist und bleibt Russland. Dies ist der Feind, durch den er sich definiert. Ein alter Feind, der schwer geschwächt ist, aber noch nicht tot. Khalilzad wird nicht ruhen, bis dieser Feind tot ist.

* * *

Ausschnitt aus einer Rede von Zalmay Khalilzad
vor dem World Affairs Council in Los Angeles am 9. März 2000 *Dr. Zalmay Khalilzad, Leiter des Programms Strategie und Doktrin, Projekt Luftwaffe der RAND Corporation
http://www.lawac.org/speech/khalilzad.html

„Wie ich schon sagte: der Krieg [zwischen der Nordallianz und den Taliban] geht weiter, die eben schon erwähnte Polarisierung setzt sich fort, wobei die Nordallianz durch den Iran, Russland, Indien und zentralasiatische Republiken unterstützt wird. Die Frage ist, ganz abgesehen von Terrorismus und der Verletzung der Menschenrechte der Afghanen und der Rolle Pakistans: vor welche anderen Herausforderungen stellt uns Afghanistan? Ich will hier drei erwähnen. Erstens ist Afghanistan inzwischen zum weltweit größten Opiumproduzenten geworden. Drogenanbau und -schmuggel sind zu einer der wichtigsten Einkommensquellen in der gesamten Welt geworden. *Zweitens hat die Situation in Afghanistan konkrete Auswirkungen auf die Stabilität und die Zukunftsaussichten für die erst in jüngster Zeit unabhängig gewordenen zentralasiatischen Staaten. Afghanistan war und ist ein möglicher Korridor für den Export von Öl und Gas aus den zentralasiatischen Staaten nach Pakistan und von da aus in die ganze Welt. Eine Firma aus Kalifornien mit dem Namen Unocal war an einer Sondierung dieser Option interessiert, aber wegen des Kriegs in Afghanistan und der dort herrschenden Instabilität haben sich diese Optionen, oder zumindest diese eine Option nicht realisieren lassen. Mangels alternativer Optionen für die zentralasiatischen Staaten aufgrund der dort bestehenden Sorge vor einer möglichen Ausbreitung von islamischem Extremismus -- wie er von den Taliban verkörpert wird, und aufgrund der schon vorhin erwähnten Tatsache, dass Afghanistan ein zentraler Trainings-Stützpunkt und Ausgangspunkt für die Verbreitung solcher Bewegungen geworden ist - aus all diesen Gründen wurde Zentralasien zu einer Arena, wo Russland von Neuem wachsenden Einfluss geltend macht.* Außerdem besteht die Gefahr, dass die Taliban stärker werden und sich über die Grenzen Afghanistans hinaus in Länder wie Pakistan verbreiten.

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* May 2001 *

Es folgt der Text eines Kommuniqués des Nationalen Sicherheitsrats, das die Ernennung Khalilzads zum Sonderberater Präsident Bushs für „die Golfregion, Südwestasien und andere regionale Angelegenheiten" bekannt gibt.

Das ist die Art und Weise, wie die alten Hasen aus den Think Tanks und den mächtigen Instituten und den geheim und halböffentlich arbeitenden Diensten ihre Schattenwelt, wo die Politik in Wirklichkeit gemacht wird, verlassen und in den offiziellen Regierungsbereich überwechseln, wo sie *strategische Schlüsselpositionen* besetzen.

Dort werden sie zum Beispiel eben Sonderberater für „die Golfregion, Südwestasien und andere regionale Angelegenheiten".

Das sind eine ganze Menge Aufgaben. Mir gefällt besonders der Ausdruck: „andere regionale Angelegenheiten". Was ist damit gemeint? Die Welt?

Oft genug ist der ‚Chef' in solchen Fällen nicht mehr als ein bekanntes Gesicht, während der sogenannte ‚Berater' die Entscheidungen zu treffen hat.

In diesem Stil wird in der untenstehenden biographischen Anmerkung Khalilzad für die Jahre 1991 bis 1992 als „Stellvertretender Staatssekretär im Verteidigungsministerium mit beratender Funktion für politische Planung" bezeichnet.

Wie bereits oben zitiert, beschreibt Martin Indyk Khalilzads Rolle in der ersten Regierung Bush wesentlich eindeutiger: „Leiter des politischen Planungsstabes des Pentagon". [I]

Es folgt die Mitteilung des National Security Council.

* * *

Mitteilung auf der Website des National Security Council
http://usinfo.state.gov/topical/pol/nsc.htm

Die Beraterin für nationale Sicherheit Dr. Condoleezza Rice gab am 23. Mai 2001 die Ernennung von Dr. Zalmay Khalilzad zum Sonderberater des Präsidenten mit dem Verantwortungsbereich Golfregion, Südwestasien und andere regionale Angelegenheiten beim National Security Council bekannt.

Dr. Khalilzad stand an der Spitze des Bush-Cheney-Übergangsteams beim Verteidigungsministerium und war als Berater für Verteidigungsminister Rumsfeld tätig. Zwischen 1993 und 1999 leitete er das Programm Strategie und Doktrin, Projekt Luftwaffe, der RAND Corporation. Während seiner Tätigkeit für RAND gründete er das Center for Middle Eastern Studies. Zwischen 1991 und 1992 war Dr. Khalilzad Stellvertretender Staatssekretär mit beratender Funktion für politische Planung im Verteidigungsministerium. Er war auch in führender Stellung als Politikwissenschaftler für RAND tätig und hatte 1989 und 1991 den Lehrstuhl eines Associate Professor an der University of California in San Diego inne. Von 1985 bis 1989 arbeitete Dr. Khalilzad für das State Department als Sonderberater des Staatssekretärs für den Bereich Politik, als Berater zum Krieg zwischen dem Irak und dem Iran und zum sowjetischen Krieg in Afghanistan. Von 1979 bis 1989 war Dr. Khalilzad Assistant Professor für Politikwissenschaft an der Columbia University.

Dr. Khalilzad erwarb seinen Doktortitel an der Universität Chicago (1979). Er lebt in Maryland mit seiner Frau Cheryl Benard und seinen zwei Kindern, Alexander und Max.

[Fußnoten nach dem Spendenaufruf]

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Fußnoten

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[1] Siehe offizielle Erklärung der US-Regierung, "White House Report: Bush on Iraq; Foreign Policy Appointments. Zalmay Khalilzad, Elliot Abrahms named to new positions," at http://usinfo.state.gov/regional/nea/iraq/text/1203wthsrpt.htm Gehen Sie auf die Mitte der Seite zur Überschrift "Bush, Rice Announce Foreign Policy Appointments."

[2] Karte siehe unter http://www.askasia.org/image/maps/asia.htm

[3] Es ist keine Übertreibung, wenn man sagt, dass der US-Sondergesandte Khalilzad sich Hamid Karzai als Präsidenten Afghanistans ausgesucht hat. Es ist bekannt, dass Karzai von einer großen afghanischen parlamentarischen Versammlung, der Loya Jirga, gewählt wurde, die vor zwei Jahren in Deutsch- land tagte. Die Wahl Karzais wird von der Los Angeles Times wie folgt beschrieben:

"Obwohl zwei Gegenkandidaten aufgestellt waren, war sein Sieg von vornherein sicher, aufgrund des umstrittenen Einflusses von US-amerikanischen und anderen Beratern, was sich negativ auf die Glaubwürdigkeit Karzais auswirken könnte. Mohammad Zaher Schah, der frühere König des Landes, zog sich auf Rat des Gesandten von Präsident Bush [Zalmay Khalilad] von der politischen Bühne zurück. Der Rückzug des früheren Präsidenten Burhanuddin Rabbani scheint durch das Versprechen erkauft worden zu sein, später einen prestigeträchtigen Titel zu erhalten. Dennoch spiegelt die Wahl Karzais - er erhielt 1.295 von 1.575 Stimmen - die Stimmung der Mehrheit derjenigen wieder, die sich auf dieser eine Woche dauernden Versammlung befanden. Sogar Karzais Rivalen schlossen sich den Feierlichkeiten an, die auch ihrer Meinung nach den Beginn einer neuen Ära für ihre Heimat einleiten.
-- Los Angeles Times June 14, 2002 Friday Home Edition Section: Part A Main News; Part 1; Page 1; Foreign Desk Headline: The World; Karzai Chosen As Leader, Vows To Rebuild Nation;

Der erste Teil des Zitats, wo die Los Angeles Times feststellt, dass der Gesandte (Khalilzad) zwei Kandidaten zum Rückzug bewegte, stellt den zweiten Teil des Zitats, dem zufolge das Ergebnis alle Seiten zufrieden stellte, in ein fast humoristisches Licht. Wenn heute in Afghanistan die Elite des Landes von Khalilzad zusammengerufen wird, hat sie die totale Freiheit, demokratisch alle Vorschläge Khalilzads abzusegnen. Und dann wird gefeiert.

[4] Die Behauptung, Khalilzad sei ein ausgedienter Ölmanager, wird von uns widerlegt in "Zbigniew And Zalmay's Excellent Afghan Pro-Terrorist Propaganda Adventure," unter http://emperors-clothes.com/analysis/zbi-zal.htm

Mehr über den Mythos, die USA seien zwecks Sicherung der finanziellen Interessen der Ölindustrie in Zentralasien in: 'The Empire Isn't inAfghanistan for the Oil!' by Jared Israel unter http://emperors-clothes.com/articles/jared/oil-1.htm

[5] In dem offensichtlichen Versuch, gleich zu Beginn des Jahres dem Preis für den „Unoriginellsten Gedanken mit den meisten Tatsachenfehlern 2003" zu gewinnen, schrieb Robert Fisk:

"Zalmay Khalilzad, der ehemalige Unocal Berater aus der Ölindustrie, der Sondergesandter der USA in Afghanistan wurde, wo Unocal versuchte, mit den Taliban ein Geschäft über die Durchleitung einer Gaspipeline durch afghanisches Territorium abzuschließen, und der jetzt, o Wunder, zu einem Sonderberater Buschs für - erraten! - den Irak ernannt wurde."
--The Independent (London) January 18, 2003, Saturday Section: Comment; Pg. 18 Headline: This Looming War Isn't About Chemical Warheads Or Human Rights: It's About Oil;

Fisk verschweigt nur:

* A) Khalilzad war niemals ein "Unocal-Berater aus der Ölindustrie". Er hatte scheinbar kurze Zeit mit Cambridge Energy Research Associates (CERA) zu tun, einer energie- und geopolitisch orientierten Organisation, deren Koryphäen immer wieder in die Regierung einbezogen werden, auch in Angelegenheiten der nationalen Sicherheit. Vor sechs Jahren arbeitete CERA und somit auch Khalilzad kurz mit Unocal zusammen, und Khalilzad gehörte dazu. Khalilzad nur aufgrund dieser nebensächlichen Verbindung mit Unocal als Unocal-Berater zu bezeichnen, ist einfach absurd;

* B) Die Taliban haben niemals die Genehmigung zum Bau einer Pipeline verweigert. Warum um alles in der Welt sollten sie? Sie brauchten Geld, und eine Pipeline ist ein wahrer Goldesel, sie bringt hohe Gebühren einfach nur für die Erlaubnis, Öl und Gas durch ein Land zu leiten. Alle Länder in Zentralasien wollen eine Pipeline.

Es waren also die Taliban selbst, die auf den Bau einer Pipeline drängten, aber mächtige Protagonisten des von den USA geführten Imperiums wie Zalmay Khalilzad machten den Bau einer solchen Pipeline von der Schaffung einer stabilen Regierung in Afghanistan abhängig. Als klar wurde, dass die Taliban nicht einmal ein bescheidenes Mindestmaß ans Stabilität garantieren konnten, wurde der Deal von Unocal selbst, nicht etwa von den Taliban, auf Eis gelegt. Unocal zog sich 1998, also zwei Jahre vor Bushs Amtsantritt, aus Afghanistan zurück. Mehr zu diesem Thema unter http://emperors-clothes.com/articles/jared/oil-1.htm#p

* C) Khalilzad herrscht jetzt über Afghanistan - und immer noch keine Spur einer Pipeline. Noch nicht einmal Pläne für den möglichen Bau einer Pipeline existieren. Das interessiert aber diejenigen nicht, die uns sagen, dass hier ‚alles um Öl' geht. Ihr Glaube überdauert auch die unangenehme Tatsache, dass die Fakten ihm widersprechen.

* D) Khalilzad war ein bedeutender Protagonist der Bush-Politik schon vor der Wahl Bushs. In Wirklichkeit steht er meiner Meinung nach sehr viel höher auf der Stufenleiter der Macht als George W. Bush selbst. Für die wirklich Mächtigen ist es nicht Ungewöhnliches, ohne bedeutende Titel die Geschäfte zu führen. Ein gutes Beispiel in der jüngeren Geschichte der USA ist Averill Harriman. Mehr zu dieser Persönlichkeit unter „Nazis in the Attic," www.emperors-clothes.com/articles/randy/swas5.htm

[5A] Siehe auch, 'What's the Target of the U.S. Move into Central Asia?' unter http://emperors-clothes.com/news/sco.htm

[5B] The Washington Post November 23, 2001, Friday, Final Edition Section: A Section; Pg. A41 Length: 1260 Words Headline: Afghan Roots Keep Adviser Firmly In The Inner Circle; Consultant's Policy Influence Goes Back To The Reagan Era Byline: Joe Stephens And David B. Ottaway, Washington Post Staff Writers

[5C] Es gibt ein viel gelesenes Buch, das die These vertritt, es gehe im Krieg in Afghanistan um Öl. Die Standards der Beweisführung und die Recherche sind atemberaubend schlecht. Wir befassen uns mit ihren Argumenten und Methoden in ein paar Artikeln, darunter:

* 'A Reader Asks: 'What About Bush's Carpet-Of-Bombs Threat?"' unter http://emperors-clothes.com/letters/carpet.htm

* 'Waiting For Gold...Is Brisard And Dasquié's Book Theater Of The Absurd? Or Is It Worse?' unter http://emperors-clothes.com/letters/gold.htm

[5D] Siehe "Ex-National Security Chief Brzezinski admits: Afghan Islamism Was Made in Washington" unter http://emperors-clothes.com/interviews/brz.htm

[6] Eine Erörterung der Ergebnisse des niederländischen Berichts, dem zufolge die USA die Aktivitäten der „afghanisch-arabischen Terroristen" koordinierten, die im Sold der bosnischen ‚Regierung' Serben und gemäßigte Muslime en masse ermordeten, siehe * 'A Diabolical Game: The US In Bed With Terrorists,' von Nico Varkevisser at http://emperors-clothes.com/articles/nico/diabolic.htm

Einer der *seltenen* Zeitungsberichte über die schrecklichen Taten der von den USA unterstützen bosnischen Terroristen siehe unter: * 'Full Text of Reporter's Account of Evening Spent with Nasir Oric,' at http://emperors-clothes.com/analysis/oric.htm

[6A] Soweit ich sehe, glaubt fast die ganze Welt, die PLO unterschiede sich von Hamas dadurch, dass die PLO *nicht* die Zerstörung Israels anstrebt. Ich glaubte das früher auch. Aber ich meine, dass der Artikel von Francisco Gil-White über den arabisch-israelischen Konflikt auf dieser Website recht hat, wenn er a) feststellt, dass dieser Glaube uns vom Mainstream der Massenmedien eingeimpft wurde und b) dass dieser Glaube leicht durch öffentlich zugängliches Beweismaterial zu widerlegen ist.

Das entsprechende Kapitel des Artikels von Professor Gil-White's article siehe unter: http://emperors-clothes.com/gilwhite/Israel.htm#part1

[6B] The Washington Post 2 February, 1995; Headline: Choice for Israel Took Unconventional Route - Quick Rise; By Al Kamen;Washington Post Staff Writer; Page A25

[6C] Kostunica wird oft als ein unbeteiligter Zuschauer bei der Entführung von Slobodan Milosevic im Juni 2001 dargestellt. Dem ist nicht so. Siehe "The Treason of Vojislav Kostunica," unter http://emperors-clothes.com/analysis/treas.htm

Bezüglich der Auflösung Jugoslawiens siehe http://emperors-clothes.com/#a

[6D] Der Bericht der Washington Post über die Strategie der USA während des Kriegs in Afghanistan in den 80er Jahren siehe 'Washington's Backing of Afghan Terrorists: Deliberate Policy,' unter: http://emperors-clothes.com/docs/anatomy.htm

[7] Uns liegt Material vor, das unwiderleglich beweist, dass die USA in den späten 90ern in Wirklichkeit die Taliban gegen die Nordallianz unterstützt haben. (Dass dies sich geändert hat, liegt im Wesentlichen daran, dass die Taliban offensichtlich nicht die Aufgabe erfüllen konnten, *alle* islamischen fundamentalistischen Kräfte in Afghanistan zu vereinigen. So übernahm das von den USA geführte Imperium also Afghanistan direkt zu treuen Händen und bildete eine islamistische Regierung für das gesamte Land.) Bezüglich der Unterstützung für die Taliban siehe das Streitgespräch zwischen dem Kongressabgeordneten Rohrabacher und dem State Department in: 'Congressman: U.S. Set Up Anti-Taliban to be Slaughtered,' unter http://emperors-clothes.com/misc/rohr.htm

[8] Für weitere Informationen über die kroatischen Ustascha-Truppen, die so grausam wüteten, dass Hitler sie als "unsere Nazis" bezeichnete, siehe "The Croatian Ustashi: Meet The Nazis The CIA Married," unter http://emperors-clothes.com/docs/backin.htm

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