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Des Kaisers Neue Kleider

 

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Der ehemalige UN-Botschafter Israels nimmt zu weit verbreiteten Anschuldigungen Stellung. 

Hexenjagd in Kriegszeiten: Israel wird beschuldigt, für den Irak-Krieg verantwortlich zu sein.

Von Dore Gold
Ehemaliger UN-Botschafter Israels
Präsident des „Jerusalem Center for Public Affairs“

Einleitung und Kommentare von Jared Israel und Francisco Gil-White

[Ins Netz gestellt in Englisch: 18. Juni 2004]

[Ins Netz gestellt in Deutsch: 4. June 2005]

Unser Dank geht an den Historiker Robert Wolfe, der uns auf Dr. Golds Artikel aufmerksam gemacht hat.

[Fußnoten: Dr. Golds eigene Fußnoten, nummeriert von 1 bis 21,  folgen unmittelbar auf seinen Artikel. Danach folgt Emperor's Clothes Spendenaufruf und danach unsere eigenen Fußnoten, die von A bis H gekennzeichnet sind]

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Israel: Die fehlende Stimme in der Debatte um die US „Neokonservativen“
von Jared Israel und Francisco Gil-White

Wir werden mit der mehr oder weniger versteckten Botschaft bombardiert, dass die „Neokonservativen“ in der Bush-Regierung, die angeblich mit der Likud-Partei Israels verbandelt sind, Präsident Bush und andere in die Invasion Iraks hineingetrieben hätten, um Israels Sicherheitsinteressen zu unterstützen.Wie Dr. Dore Gold im nachfolgenden Text bemerkt, wurde dieser Standpunkt bisher nur von anti-israelischen, arabischen Gruppen vorgetragen und vom Pat-Buchanan-Flügel der amerikanischen Ultra-Rechten. Nun aber wird dasselbe von Liberalen und von den Mainstream-Medien in den USA gesagt. [A]

Der erste Hinweis darauf, dass es sich hier nicht um eine offene, außenpolitische Diskussion handelt, kann man in der Tatsache erkennen, dass niemand in dieser Diskussion die Ansichten des außenpolitischen Establishments Israels zitiert oder vorträgt. Ohne Zweifel müsste eine Diskussion darüber, ob der Irakkrieg den Sicherheitsinteressen Israels tatsächlich dient, mit einer Einschätzung der Äußerungen von „gut untererrichteten“ israelischen Analysten beginnen.

Es wird uns gesagt, dass die USA in den Krieg gezogen seien, weil die Loyalität gewisser Regierungsmitglieder (z.B. Paul Wolfowitz) und einiger einflussreiche Nicht-Regierungsmitglieder (z.B. Richard Perle) zuvörderst der Likud-Partei Israels gelte. Die Likud ist zur Zeit die stärkste israelische Partei. Wenn nun aber israelische Sicherheitsexperten, die mit der Likud assoziiert sind, gar nicht auf einen Irak Krieg drängen, wenn sie ihm nur eine lauwarme Unterstützung geben und auch dies nur aus Gründen der Loyalität gegenüber den USA, wenn sie unter vorgehaltener Hand sagen, dass dieser Krieg nicht das beste für Israel ist oder sogar Beweise vorlegen, die die Annahme stützen, dass dieser Krieg schlecht für Israel ist – wie kann man dann behaupten, dass das Außenpolitik-Establishment Israels hinter der US Invasion des Irak steckt?

Wenn Leute suggerieren, dass der Krieg durch Vertreter Israels in der Bush Regierung lanciert wurde, so klagen sie Israel, den jüdischen Staat der Verschwörung zu einem Angriffskrieg an.

Im letzten Jahrhundert war diese Anklage der „jüdischen Weltverschwörung“, die angeblich die USA (und das Vereinigte Königreich und die Sowjetunion) kontrolliert, das (ideologische) Fundament eines katastrophalen Krieges, des zweiten Weltkrieges. Als er endete, lag ein grosser Teil von West- und Osteuropa und von Asien in Schutt und Asche und an die 50 Millionen Menschen waren durch diesen Krieg zu Tode gekommen. Mit anderen Worten: Nicht nur Juden sind die Opfer von unbelegten Anschuldigungen einer jüdischer Weltverschwörungen!

Deshalb sind Behauptungen über angebliche jüdische Verschwörungen schwerwiegend, gefährliche Dinger,  - eigentlich die gefährlichsten - und doch haben mächtige Medienkonzerne wie ABC News suggeriert, dass die Invasion des Irak ihren Ursprung in der „zweigeteilten Loyalität“ habe (gemeint ist die Loyalität gegenüber Israel und den USA), wobei als Beweise um nichts mehr als Meinungen von „Experten“, Anekdoten, Anspielungen und (im Fall von ABC) Witze angeboten werden. [A]

Als Gegenbeispiel zu dieser Art Berichterstattung vergleichen Sie unsere Artikel über Scott Ritter. [B]

Emperor's Clothes hat Scott Ritter angeklagt, Teil einer Verschwörung zu sein, die eine Anti-Kriegsbewegung ins Leben rufen soll, die vom außenpolitischen Establishment der USA kontrolliert wird. Das ist eine schwerwiegende Anklage aber bestimmt nicht so schwerwiegend, wie diejenige, dass ein jüdischer Staat die US Regierung dazu erpresst habe, im Irak einzumarschieren.

Um den Fall Ritter zu untersuchen, haben wir Ritters Aussagen vor dem Kongress, seine Interviews in den Medien und seine Bücher untersucht und zusätzlich das, was die Medien und Politiker über ihn gesagt haben. Weiteres Material werden wir noch nachliefern.

Stellen Sie Sich vor, dass Emperor’s Clothes eine Serie von Artikeln, in denen Scott Ritter angegriffen wird, veröffentlicht hätte, ohne Ritter zu zitieren! Die Leute würden sagen, dass wir im besten Fall Propaganda betreiben. Hingegen ist es üblich, Israel den Irakkrieg in die Schuhe zu schieben, ohne auch nur die Ansichten von israelischen Sicherheitsexperten vorzulegen, obwohl Israel die angeklagte Partei ist.

Angebliche Experten, z.B. Major Scott Ritter und General Anthony Zinni stellen unbelegte Behauptungen auf über die Motive von angeblichen „Neokonservativen“. Oder wir lesen Zitate von als solche gekennzeichneten Neokonservativen, die dies oder das über Israel ausgesagt haben sollen. Oder die Medien sagen uns, dass Israel hinter dem Irakkrieg stecke. Behauptungen ohne Beweise.

Nachfolgend haben wir Dr. Golds Analyse über die Auswirkungen des Irakkrieges auf die Sicherheit Israels abgedruckt. Dr. Gold ist ein ehemaliger israelischer Botschafter bei den Vereinten Nationen und ehemaliger Berater der israelischen Premierminister Sharon und Netanyahu. Mit anderen Worten: Er ist ein Insider des israelischen sicherheitspolitischen Establishments. [C]

Dr. Gold demonstriert die Absurdität der heute gängigen Behauptung, dass die sogenannten Neokonservativen Agenten der Likud seien. Darüber hinaus legt er stichhaltige Beweise dafür vor, dass das politische Establishment Israels keineswegs darauf drängte, dass die USA im Irak einmarschiert. Er zeigt, dass der Krieg vielmehr zur Erhöhung der Gefährdung Israels beigetragen hat.

Dr. Gold ist ein Experte für die Ziele der israelischen Sicherheitspolitik und was er über die Sicherheit Israels sagt, ist belegt und überzeugend. Wenn Dr. Gold jedoch über die Ziele der USA schreibt, wirkt er naiv und oberflächlich. Wir haben als solche gut erkennbare Kommentare eingefügt, die einige Stellen von Dr. Golds Text widerlegen.

Welches auch immer Ihre politischen Ansichten sind, wenn Sie Sich ernsthaft mit dem z.Z. weit verbreiteten Versuch auseinandersetzen, Israel für den Irakkrieg haftbar zu machen, dann ist Dr. Golds Artikel Pflichtlektüre. Wenn uns irgendjemand eine *kohärente* Widerlegung von Dr. Golds Argumenten,

dass a) die “Neokonservativen” keine einheitliche Haltung gegenüber Israel haben,

dass b) in Wirklichkeit einige führende jüdische „Neokonservative“ Ansichten haben, die denjenigen der Likud Partei diametral entgegen stehen,

dass c) Israels sicherheitspolitisches Establishment den Irak vor der Invasion nicht als elementares Sicherheitsrisiko angesehen hat und

dass d) Israel aus dieser Invasion keine Vorteile erwachsen sind –

Wenn irgendjemand diese Argumente kohärent widerlegen kann, werden wir diese Widerlegung veröffentlichen. D.h. wir werden jede kohärente Widerlegung veröffentlichen, deren Behauptungen dokumentiert sind. Wenn wir nämlich undokumentierte Anschuldigungen gegen Israel publizieren wollten, so hätten wir davon eine reiche Auswahl in den Mainstream-Medien.


Jared Israel und Francisco Gil-White
Emperor's Clothes


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www.tenc.net

Hexenjagd in Kriegszeiten: Israel wird beschuldigt, für den Irak Krieg verantwortlich zu sein.

Von Dore Gold

[Die Einleitung zum folgenden Artikel von Dore Gold wurde ausgelassen, ansonsten ist der Text vollständig -EC]


In den letzten paar Wochen lässt sich eine hinterhältige aber stetige Kampagne verfolgen, die Israel in Verbindung bringt mit der Entscheidung der USA, einen Krieg gegen den Irak zu unternehmen. Vor einem Jahr war es Yassir Arafat, der die israelische Regierung beschuldigte, „an erster Stelle zum Krieg gegen den Irak anzustacheln.“ [1] Etwa zur selben Zeit trug Patrick Buchanan in seinem Magazin „American Conservative“ die Anklage vor, dass „eine Intrige von Polemikern und Vertretern des Staates unser Land in eine Reihe von Kriegen zu verwickeln versucht, die nicht im Interesse Amerikas liegen.“ In der Folge beschuldigte er diese „mit Israel unter einer Decke zu stecken, um diese Kriege anzuschieben.“

Auf der liberalen Seite wiederholte Chris Matthews, der Talkmaster von MSNBC „Hardball“, die Anschuldigungen Buchanans, als er von „Konservativen im Lande, einige davon jüdisch…die glauben, dass, wenn wir nicht gegen Irak in den Krieg ziehen, Israel in Gefahr sein werde.“ Ins gleiche Horn stösst der frühere demokratische Präsidentschaftskandidat der Demokraten Gary Hart, wenn er vor „Ideologen“ warnt „die nicht zwischen der Loyalität gegenüber ihren früheren Heimatländern“ und ihrer Loyalität „gegenüber den USA und deren nationalen Interessen“ zu unterscheiden in der Lage sind.[2]

Die neuste Welle der gleichen Kampagne vom Jahr 2004 ist subtiler aber auch viel besser in der Mainstream-Presse integriert. So interviewte im Mai 2004 CBS in seiner Sendung „60 minutes“ General Zinni, den ehemaligen Kommandanten von CENTCOM (U.S. Central Command = Oberkommando für die militärischen Operationen der USA im Mittleren Osten, Ostafrika und Zentralasien), der die zivile Führung des Pentagon wegen falscher Strategie im Irak heftig angriff. Steve Kroft goss noch Öl in das durch die Attacke Zinnis entfachte Feuer, indem er behauptete, dass die Neokonservativen unter den zivilen Chefs im Pentagon beabsichtigten, „die Stellung Israels zu stärken.“ [3]

Was diesen Kommentaren herausragende Bedeutung gab, war natürlich die Schwierigkeiten, mit denen die US Armee nach der Invasion bei der Niederschlagung der Aufruhr konfrontiert war. Wäre dieser Teil des Irakkrieges glatter über die Bühne gegangen, was vielleicht der ursprünglichen Planung entsprach, so wären viele der Rufe nach Sündenböcken nicht geäussert worden.

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[Beginn Zwischenkommentar von Jared and Francisco]

Dr. Golds Argumentation ist sehr solide. Wenn er aber über die Gründe spricht, weshalb mächtige Kräfte des US-Außenpolitik-Establishments Israel angreifen, verliert er an gedanklicher Schärfe.

Erstens: Die Öffentlichkeit würde den Krieg nicht als schlecht gehend wahrnehmen, wenn da nicht die heftige Kritik wäre, die von den Medien und Top-Establishment-Figuren, wie General Antony Zinni vorgetragen wird. Ein Angriff dieser Art auf einen sich im Gange befindlichen Krieg ist beispiellos in der Geschichte der USA. Weshalb tut das Establishment dies? Die naheliegende Erklärung besagt, dass die USA den Irak besetzte, um sich der Baath-Partei zu entledigen mit dem Ziel, den Irak in einen islamistischen Staat zu verwandeln. Nachdem die Baath-Regierung Husseins vernichtet wurde, ermöglicht die Erscheinung von Chaos und Misshandlungen den USA, den Irak den Islamisten zu übergeben, weil diese angeblich „die einzigen sind, die Ruhe und Ordnung wiederherstellen können“ und dies ohne dass Normalbürger realisieren, dass dies eine wohlerwogene, beabsichtigte US-Politik ist. Indem „das ganze Chaos“ Israel angelastet wird, wird der Islamismus noch zusätzlich angestachelt und lenkt die öffentliche Wahrnehmung von den Zielen der USA ab. [F]

Wenn wir (um des Argumentes Willen) einmal annehmen, dass Dr. Gold richtig liegt, dass der Krieg vom Blickwinkel der aktuellen aussenpolitischen Ziele der USA gesehen wirklich schlecht läuft und dass der Streit zwischen der Bush Regierung und ihren Kritikern keine Chimäre ist, selbst dann ist Dr. Golds Verwendung des Begriffs „Sündenbock“ irreführend.

Die gleiche Idee wie Dr. Gold trägt Jonathan Tobin im „Jewish Exponent“ vor.  [D]

“Es ist eine Faustregel, die in letzten 2000 Jahren immer und immer wieder ausprobiert und angewandt wurde: Wenn es schief läuft, schieb’ es den Juden in die Schuhe. Man kann es deshalb nicht als Überraschung bezeichnen, dass die Probleme, auf die die USA im Irak gestoßen sind, einige der schärfsten Gegner des Konfliktes dazu ermuntert haben, dieselben, abgegriffenen Tricks aus der Mottenkiste hervorzuholen und anzupreisen. Im Zweifel kehren sie immer zurück zum vertrauten Refrain von mehr oder weniger verschleierten Falschmeldungen, die gegen Israel und die Juden gerichtet sind.“

Das Problem mit dieser Sicht der Dinge besteht darin, dass im Ausmaß, in dem Juden als Bauernopfer für verschiedene Probleme missbraucht werden, dies von Leuten getan wurde, die andernfalls für diese Probleme verantwortlich gemacht würden. Mit anderen Worten: Hans wird einer Tat beschuldigt. Also sagt Hans: „Nicht ich bin dafür verantwortlich, es waren die Juden“.

Wenn Dr. Gold Recht hätte - wenn der Krieg wirklich schlecht laufen würde - dann wären es die Bush-Leute, die ein Problem hätten (und sie, die Bush-Leute, würden gemäss der o.e. Sitte die Juden dafür verantwortlich machen). Aber die Beschuldigung, dass die Juden hinter dem Irakkrieg stecken, wird nicht von den Bush-Leuten vorgetragen, sondern von denen, die als Bush-Kritiker gelten. Im Übrigen wurde diese Beschuldigung nicht erst vorgetragen, als die angeblichen Probleme mit dem Irakkrieg auftauchten sondern schon vor der Invasion per Radio und Fernsehen an Millionen von Zuhörern und Zuschauer gesendet! (Z.B. von  ABC Television am 15. März 2003!)  Das stützt die These, dass der Angriff auf “die Juden” nicht irgendein automatisches Nebenprodukt des Misserfolgs der US Aussenpolitik im Irak ist; ganz im Gegenteil, der Angriff auf „die Juden“ ist eines der Ziele der Irakinvasion.

[Ende Zwischenkommentar von Jared and Francisco]

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[Fortsetzung Dr. Gold]

Aber die Rufe (nach den Sündenböcken) liessen trotzdem nicht nach. Newsweek erinnerte seine Leser in einer Titelgeschichte vom 31. Mai an Ahmad Chalabi, den Führer des Irakischen Nationalkongresses, dessen Büros kürzlich von irakischen und US-amerikanischen Sicherheitsagenten durchsucht wurden, wie er davor zu einem Günstling der Pentagon-Elite geworden war: Chalabi hielt 1997 vor dem „Jüdischen Institut für Nationale Sicherheitsfragen“ (Jewish Institute for National Security Affairs JINSA) einen Vortrag, so betonte Newsweek, und fügte hinzu, dass Chalabi in privaten Unterhaltungen seinen neo-konservativen Freunden versichert habe, dass ein Post-Saddam-Irak, „ein Israel-freundliches arabisches Land sein würde“. [4] Einige Woche früher schrieb Senator Ernest „Fritz“ Hollings (D-S.C.) in einer Tageszeitung von Charleston, dass hinter der Entscheidung der USA für einen Krieg gegen Saddam Hussein „Präsident Bushs Politik, Israel zu sichern“ stehe. Hollings nahm seine Worte nicht zurück; vielmehr wiederholte er seine Behauptungen im US-Senat. [5]

Die Hauptanschuldigung der Verleumder Israels unserer Tage ist, dass das primäre Interesse der Bush-Regierung bei ihrem Feldzug gegen Saddam Hussein darin besteht, israelische Sicherheitsinteressen zu verteidigen. Auch der Bush-Kritiker Richard Clarke, der früher eine Regierungsstelle innehatte, erwähnt Israel als einen von fünf Gründen der Bush-Regierung für den Irakkrieg, aber wenigstens klagt er Israel nicht an, der Hauptgrund zu sein sondern betont die Sorge (der Regierung) um einen langfristigen Ersatz für das saudiarabische Öl. [6]  Eine weitere Variation des Themas Israel ist die Behauptung von Nicholas Kristof von der New York Times, dass General Zinni von Mitgliedern der Regierung gehört habe dass “ die Strasse nach Jerusalem über Bagdad führt”. Gemäss dieser These würde der Irakkrieg in erster Linie Israel in seinem Bestreben, Frieden zu vernünftigen Bedingungen zu erhalten, unterstützen – auch das ein Vorteil für Israel.

Für Kritiker von Präsident Bush (die in der für ein Wahljahr typischen Hitzigkeit die Vorstellung zurückweisen, dass im Irakkrieg wegen Massenvernichtungswaffen, gegen den Terrorismus oder wegen Menschenrechten und Demokratie gekämpft wurde) ist der Israel-Faktor ein nützliches Instrument der Anschwärzung der Regierung, dass der Krieg wegen Erwägungen geführt werde, die das Ausland betreffen, die nichts mit US-amerikanischen Interessen zu tun hätten.

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[Beginn Zwischenkommentar von Jared and Francisco]

"…ist der Israel-Faktor ein nützliches Instrument der Anschwärzung der Regierung..."?! Diese Bemerkung von Dr. Gold geht völlig daneben. Es geht hier um eine massive Judenhetze. Es wird gesagt, dass die Israelis die US-Regierung unterwandert hätten. Zum letzten Mal wurden solche Anschuldigungen in grossem Stil in den 30iger und 40iger Jahren des 20. Jahrhunderts gemacht, und diejenigen, die diese Anschuldigungen machten waren die Nazis. [E]

"…ist der Israel-Faktor ein nützliches Instrument der Anschwärzung der Regierung..."?! Das ist so, wie wenn man sagen würde: Eine Mann nimmt einen Hammer und schlägt seine Frau tot, weil sie sich darüber stritten, wohin sie zum Abendessen gehen sollte und der Hammer schien „ein nützliches Instrument“ um den Streit beizulegen.

Bei allem gebotenem Respekt (und vieles, was Dr. Gold schreibt verdient Respekt), die gegenwärtige Kampagne, die Israel für den Irakkrieg verantwortlich macht - inkl. der Anschuldigungen der „zweigeteilten Loyalität“ und der „Unterwanderung“ - das ist nicht „branchenüblich“. Es gab viele politische Konflikte in der Geschichte der USA aber es ist nicht so, dass jedes Mal, wenn die Nicht-Regierungspartei die Politik der Regierungspartei angreifen will, ein nationaler Blitzkrieg der Medien und hochgestellter Persönlichkeiten des Establishments geführt wird, in dem Israel angeklagt wird, mittels Konspiration durch Agenten in der Regierung die USA in den Krieg zu treiben.

[Ende Zwischenkommentar von Jared and Francisco]

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[Fortsetzung Artikel Dr. Gold]

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Der Irak-Krieg und die Interessen Israels

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Irak ist eines der arabischen Länder, die in der Vergangenheit die „Ostfront“ Israels darstellten. Das sind: Syrien, Jordanien, Irak und Saudi Arabien. Aber während Syrien nahezu die gesamte Schlachtordnung seiner Kräfte für Kriege gegen Israel einsetzte, hat der Irak lediglich Expeditionskorps in den Kriegen von 1948, 1967 und 1973 eingesetzt, die nie mehr als ein Drittel seiner Armee ausmachten. In der Vergangenheit hielten die irakischen Militärs die Mehrheit der Einheiten für Konflikte mit internen Kräften (wie z.B. den Kurden) bereit und für Bedrohungen von Seiten Irans. Ausserdem grenzt der Irak nicht (wie Syrien) an Israel und brauchte deshalb die Erlaubnis Dritter, um mit seinen militärischen Bodenkräfte über eine Distanz von ca. 500 km Israels Grenze zu erreichen.

Kurz gesagt, könnte die Gefahr des Irak für Israel von Bedeutung sein, wenn der Irak eine Armee von 40 Divisionen unterhalten würde, wie es vor der Invasion Kuwaits und dem Golf Krieg von 1991 der Fall war. Damals hätte der Irak Israel theoretisch mit einer militärischen Kraft von 12 Divisionen bedrohen können. Im Jahre 2003 wurde die irakische Armee jedoch ernsthaft reduziert, sowohl was die Mannstärke als auch die Ausrüstung betrifft. Anhaltende Sanktionen durch die UNO haben die Wiederaufrüstung des Iraks erschwert. Deshalb war der Irak eindeutig nicht Israels Hauptsorge.

Wie verhält es sich mit Raketen und Massenvernichtungswaffen im Irak? Wenn man die publizierten Vorbereitungen und Erklärungen Israels vor und nach dem Irak-Krieg betrachtet, zeigt sich klar, dass die israelische Regierung von diesem Aspekt der irakischen Militärmacht zwar beunruhigt waren aber nicht allzu sehr. Der Chef des militärischen Geheimdienstens Israels, Generalmajor Aharon Zeevi-Farkash, sagte der israelischen Tageszeitung Yediot Ahronot, dass der Irak nach 1998 über eine „Restfähigkeit“ verfüge, die Dutzende von Raketen und einige chemische und biologische Sprengköpfe“ umfasst. [7] Bei der Analyse der Trainingspläne der irakischen Luftwaffe kamen in Israel Befürchtungen auf, dass Bagdad bestimmte Varianten von Langstreckenangriffen vorbereiten könnte, aber diese waren nicht notwendigerweise auf Israel gerichtet. [8]

Im Gegensatz dazu besass unter den Nachbarn Israels zu Beginn des Jahres 2003 Syrien bei weitem die grössten Vorräte an Raketen – mindestens 500 Raketen oder ca. das Zehnfache des irakischen Arsenals. [9] Die Syrer konnten diese mit den gleichen chemischen und biologischen Sprengköpfen bestücken, wie die Iraker, mit einem einzigen, wichtigen Unterschied: Die Iraker mussten die Grösse der Sprengköpfe reduzieren, um die Reichweite der Raketen zu erhöhen und deshalb waren die von den syrischen Raketen abschiessbaren Mengen an nicht-konventionellem Material wesentlich grösser.

Bei einer Rede im August 2002 kam der ehemalige Verteidigungsminister Moshe Arens zum Schluss, dass in der unmittelbaren Zukunft „die Bedrohung (durch Raketen), gegen die sich Israel behaupten muss“, diejenige, die von Syrien ausgeht, ist. [10] Er beschrieb das irakische Potential als „relativ beschränkt“. Wahrend des gleichen Monats (August 2002) erklärte der befehlshabende Stabschef, Generalleutnant Moshe Ya`lon in Jerusalem, dass die Bedrohung, die vom Irak ausgeht „mich nicht um den Schlaf bringt“. [11] In einem öffentlichen Vortrag am Zentrum für strategische Studien von Jaffa (Jaffee Center for Strategic Studies) vom Oktober 2002 erklärte der ehemalige Chef-Analytiker des israelischen Militärgeheimdienstes, Generalmajor der Reserve Yaakov Amidror einem israelischen Publikum, dass die irakischen Raketeneinheiten wegen des Mangels an militärischen Uebungen und an Ersatzteilen für Israel eine minimale Bedrohung darstellten.

Mit anderen Worten: Der Krieg der USA gegen den Irak mag einen unbeabsichtigten Nebeneffekt der Ausschaltung einer sekundären oder tertiären Bedrohung Israels gehabt haben, nicht jedoch denjenigen der Ausschaltung einer primären Bedrohung. Für andere Staaten, deren Territorium in den letzten 20 Jahren tatsächlich von irakischen Verbänden durch Einmarsch verletzt oder bedroht wurde, stellte der Irak eine primäre Bedrohung dar. In Anbetracht der Tatsache, dass die Armee Saddam Husseins Hunderttausende von Muslimen in sukzessive aufeinander folgenden Kriegen gegen den Iran, gegen die Kurden, gegen die irakischen Schiiten und gegen Kuwait umbrachte, während in der gleichen Zeit vielleicht ein Israeli durch einen irakische Raketenangriff gegen Israel 1991 getötet wurde, erscheint die Theorie, dass die Bush-Regierung Irak wegen Israel bekämpft, besonders lächerlich. Und obwohl der Irak den palästinensischen Terrorismus unterstütze, ist er doch nur ein unbedeutender finanzieller Sponsor im Vergleich mit dem Iran und Saudi Arabien.

 

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Risiken, die Israel wegen des Irak-Krieges auf sich nehmen musste

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Auch wenn Israel die vom Irak ausgehende Gefahr herunterspielte, so musste die israelische Regierung doch ernsthafte Anstrengungen von Vorbereitungen zur Zivilverteidigung unternehmen, als der Countdown für die von den USA und dem Vereinten Königreich geführte Kampagne einmal begonnen hatte. Die bemerkenswerteste Entwicklung war die überstürzte, landesweite Verteilung von Gasmasken und (eines) Nervengas-Antidots. Es wurde angenommen, dass der Irak nicht gegen die Städte Washington und London zurückschlagen können würde, die ausserhalb der Reichweite seiner Raketen lagen, aber Bagdad könnte einen Schlag gegen regionale Alliierte der USA, wie Israel führen. Daraus folgte, dass Israel sich gegen diese Art von irakischem Gegenangriff vorbereiten musste, der ohne den Krieg der „Koalition der Willigen“ gegen den Irak wohl kaum wie ein Blitz aus heiterem Himmel gegen Israel geführt worden wäre. Mit anderen Worten: Während Israel ganz klar von der Entfernung einer sekundären oder tertiären Bedrohung seiner Sicherheit profitierte, wurden Israel aus seiner eigenen Sicht im Verlauf (des Krieges) enorme Risiken aufgebürdet.

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[Beginn Zwischenkommentar von Jared and Francisco]

Im nachfolgenden Abschnitt „Die wirkliche langfristige Bedrohung Israels: Iran“ beweist Dr. Gold, dass der Iran die Kernbedrohung der eigentlichen Existenz Israels ist und bleibt. Oben schreibt er, dass: „“Für andere Staaten, deren Territorium in den letzten 20 Jahren tatsächlich von irakischen Verbänden durch Einmarsch verletzt oder bedroht wurde, stellte der Irak eine primäre Bedrohung dar.“

Also war der Irak die Primärbedrohung für den Iran. Und Iran war und ist die Primärbedrohung für Israel Dr. Gold präsentiert diese wirklich gehaltvolle Information in sehr diplomatischer Manier. Das heisst, er zieht nicht die offensichtliche Schlussfolgerung: Dass nämlich die US-Invasion des Iraks die Macht des Iran vergrössert hat d.h. desjenigen Landes, das die Hauptbedrohung der Existenz Israels darstellt!

Stattdessen folgert er, dass „Während Israel ganz klar von der Entfernung einer sekundären oder tertiären Bedrohung seiner Sicherheit profitierte“, stimmt es auch, dass „…Israel aus seiner eigenen Sicht im Verlauf (des Krieges) enorme Risiken aufgebürdet (wurden).“ Damit verlässt er die logische Argumentation. Die Wahrheit ist, dass selbst wenn die USA nicht die Absicht hätten, im Irak einen islamistischen Staat zu schaffen, so wären doch die geopolitischen Konsequenzen des Krieges eine Stärkung des Iran. Wenn jemand Dr. Gold fragte: „Was hätte es für Israel bedeutet, wenn der Iran den Irak in deren 8-jährigen Krieg vernichtet hätte mit dem Resultat, dass der Iran die Politik des Irak bestimmt hätte?“ Dr. Gold – und jeder andere israelische Analytiker - würden antworten: „Das wäre für Israel ein Desaster gewesen.“

Aber genau das haben die USA gerade vollbracht. Sie haben den Feind des Iran vernichtet, die Baath-Regierung des Irak. Sie haben alle Vorbereitungen für einen pro-iranischen, islamistischen Staat im Irak geschaffen. Das ist für Israel nichts weniger als ein Desaster und wurde erreicht, ohne dass der Iran auch nur einen Schuss abzufeuern gehabt hätte!

[Ende Zwischenkommentar von Jared and Francisco]

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[Dr. Gold fährt fort]

Denn unabhängig davon, was mit den Massenvernichtungswaffen des Irak geschah, hatte der israelische Armeegeheimdienst keine Zweifel, dass ein kleiner Teil dieser Waffen Saddam Hussein immer noch zur Verfügung standen, genug, um einem kleinen Land grossen Schaden zuzufügen. Israels Sorgen wegen eines potentiellen Angriffs mit biologischen Waffen umfassten auch solche mit Erregern ansteckender Krankheiten, wie Pocken. Tatsächlich wurden als zusätzliche Kriegsvorbereitung die israelischen Gesundheitsarbeiter gegen Pocken geimpft.

Wie würde Saddam Hussein in Anbetracht der Kleinheit der irakischen Raketen-Einheit diese Waffen gegen Israel abfeuern? Die Nachforschungen des Komitees für Aussenpolitik und Verteidigung des Knesset brachten ans Licht, dass das israelische Militär vor dem Krieg Uebungen für Weitstrecken-Raketen der irakischen Luftwaffe wahrgenommen hatte, die auch den Gebrauch von ferngesteuerten Drohnen umfassten.

Auch der Einsatz von Selbstmordterroristen konnte nicht ausser Acht gelassen werden. Während in den USA über das Ausmass der Verbindungen zwischen al-Qaida und Saddam diskutiert wird, gibt es keinen Zweifel, dass Abu Abbas` PLO von Bagdad aus operierte und seine Agenten vom irakischen Geheimdienst geschult wurden. Diese vergleichsweise kleine Organisation, die eine Unterorganisation der PLO war, sandte schon früher Agenten aus dem Irak in die Westbank und hätte, in Abstimmung mit grösseren Palästinensergruppen, wie Fatah-Tanzim oder Hamas, das Vehikel für den Einsatz solcher Waffen sein können. Tatsächlich hatten diese Gruppen, auf begrenztem Niveau und ohne grossen Erfolg, mit Selbstmordbomben experimentiert, die mit Komponenten von biologischen Waffen geladen waren. Kurz gesagt, es wäre für Israel leichtsinnig gewesen, die Möglichkeit irakischer Vergeltungsschläge ohne weiteres abzutun.

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Die wirkliche Langzeit-Bedrohung Israels: Iran

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Wenn das Establishment der israelischen Sicherheitskräfte vor dem Krieg auch bis zu einem gewissen Grade zwiespältig war, was das Ausmass der Bedrohung durch den Irak betraf, so gab es einen Staat über den die Einschätzungen in Israel unmissverständlich klar waren: Iran. In Israel wurde bezüglich Iran eine Sprache gesprochen, die in Bezug auf den Irak nie gebraucht wurde. So nannte Premierminister Sharon im Jahr 2004 den Iran „die Hauptbedrohung der Existenz Israels.“ [12] Als der ehemalige stellvertretende Verteidigungsminister Ephraim Sneh einige Wochen nach dem Angriff vom 11. September 2001 in Washington weilte, sagte er Reportern: „Iran steht bei den Sponsoren des Terrorismus an erster Stelle. [13] Es ist klar, dass Israel, wenn es sich daran beteiligt hätte, die USA zu einem Krieg anzustacheln – was es nicht tat – so wäre seine Wahl auf den Iran und nicht den Irak gefallen.

Weshalb war die iranische Bedrohung schlimmer als die irakische? Trotz des Abzugs der UN-Beobachter aus dem Irak im Jahr 1998, war der Irak während mehr als eines Jahrzehnts unter internationaler Kontrolle, was den Fortschritt seiner geheimen Programme der Entwicklung von verbotenen Waffen gemäss der Resolution Nr. 687 des UN Sicherheitsrates limitierte. Iran unterlag nicht den gleichen internationalen Beschränkungen; daher waren sowohl sein Nuklearprogramm wie sein Fernlenk-Raketenprogramm viel weiter fortgeschritten. Als Beispiel prognostizierte die vom US-Senat beauftragte überparteiliche Rumsfeld-Kommissions-Report 1998, dass der Iran eine interkontinentale Rakete innert 5 Jahren herstellen könnte, während der Irak dafür die doppelte Zeit benötigte.

Während der Iran die Entwicklung seiner Shibab-III Rakete mit einer Reichweiter von 1300 km vollendete hatte, hatte derselbe Iran im Libanon bereits Tausende von Fajr Artillerie-Raketen aufgestellt, die das Zentrum von Israel treffen konnten. Diese Angriffs-Raketen-Systeme standen unter iranischem Befehl und Kontrolle. Der Irak hatte kein äquivalentes Territorium entlang einer Grenze Israels, welches zur Bedrohung von Israels Städten genutzt werden konnte,

Auch auf nuklearem Feld überholte der Iran den Irak ab dem Jahr 2000. In einer Rede in Jerusalem im Juli 2000 enthüllte der frühere UNSCOM Vorsitzende Richard Butler, dass der irakische Plan zur Produktion von Nuklearwaffen fortgeschritten sei, dass Bagdad jedoch nicht über das notwendige angereicherte Uran oder Plutonium zur Herstellung einer Atomwaffe verfügte. [14]. Aber der Iran verfügte über das, was dem Irak fehlte. Die IAEA (Internationale Atom Energiebehörde) wusste von den geheimen Nuklear-Anreicherungsanlagen in Natanz bereits im September 2002, als der IAEA-General-Direktor Dr. Mohammed ElBaradei die Angelegenheit in einem Gespräch mit dem iranische Vizepräsidenten zur Sprache brachte. [15] In einem vertraulichen IAEA-Bericht vom Jahr 2003 wurde beschrieben, wie das heimliche Nuklear-Anreicherungsprogramm im Verlauf der letzten 18 Jahre auf der Basis komplexer Technologien aufgebaut wurde. [16] Daraus folgt, dass Israel vor dem Irak-Krieg gute Gründe hatte, grössere Bedenken gegenüber dem Iran zu haben als gegenüber dem Irak.

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Unsinn über Neo-Konservative

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Die angebliche Leitstelle des vermeintlichen Einflusses Israels auf die Regierung Bush war gemäss Verschwörungstheoretikern die Gruppe der „Neo-Konservativen“ die immer wieder im Pentagon und im Büro des Vizepräsidenten identifiziert werden. Gemäss Definition sind Neo-Konservative „neue“ Konservative, die einst Mitglieder der Demokratischen Partei waren und die nun Republikaner sind. Sie sind besonders angreifbar durch ideologische Sperrfeuer innerhalb der innenpolitischen Debatte in den USA, denn die Liberalen betrachten sie als Überläufer, die ihr ursprüngliches Lager verlassen haben, während gewisse ultra-konservative Elemente sie nicht als Vollmitglieder des Klubs begrüssen könnten.

Wie Norman Podhoretz hervorhebt, war Ronald Reagan einer de ersten Neo-Konsevativen, der bis zu seinen fünfziger Jahren ein liberaler Demokrat war. [17] Die meisten von George W. Bushs Berater sind tatsächlich ihr Leben lang Konservative gewesen; aber (nur) weil auch einige Neo-Konservativen in der Regierung sind, erscheint der Einfluss dieser Gruppe als übertrieben dargestellt. Ausserdem ermöglichte, wie Podhoretz bemerkte, der Umstand, dass einige bekannte Neo-Konservative amerikanische Juden sind, einigen Kommentatoren, bei ihren Vernichtungskampagnen gegen die Irak-Kriegsstrategie der Bush-Regierung, die uralte antisemitische Karte zu ziehen: Genauso wie die gefälschten „Protokolle der Weisen von Zion“, basieren diese Verschwörungstheorien auf der Behauptung eines bösartigen, jüdischen Plans zur Erreichung der Weltherrschaft. In seiner gegenwärtigen Variante wird dieser Plan von Israel verfolgt.

Ausserdem behaupten die Kritiker der Neo-Konservativen, dass dieser Plan ausgeheckt worden sei, um die ideologischen Absichten der israelischen Likud Partei zu fördern. So brandmarkte der Professor der Columbia University Rashid Khalidi das Mitglied des Nationalen Sicherheitsrates (National Security Council) Elliot Abrams als „einen amerikanischen Likudnik“. Maureen Dowd erklärte den Lesern der New York Times, dass die „Neo-Konservativen“ versuchen, dafür zu sorgen, dass die US-Aussenpolitik „gut ist für Ariel Sharon“ den israelischen Premier-Minister, der Parteivorsitzender der Likud Partei ist. [18]

Genauso wie die Beschuldigung, dass der Irak-Krieg durch Israel befördert wurde, hat sich die Likud-Theorie als unbegründet erwiesen. Zum Beispiel traf sich der stellvertretende Verteidigungsminister Paul Wolfowitz mit den Autoren des „Ayalon-Nusseibeh-Plans“, der den Rückzug Israels auf die Grenzen von 1967 zum Inhalt hat – ein Standpunkt, der der Likud Partei ein Gräuel ist. Zusammen mit David Frum schlug Richard Perle in einem Artikel vor, dass die USA ihren Einfluss gelten machen solle, um durch Verhandlungen einen palästinensischen Mini-Staat zu schaffen „mit seiner Hauptstadt in einem Teil Jerusalems“.
[19] Die Wiederaufteilung Jerusalems wird von der überwiegenden Mehrheit der Israelis abgelehnt und ganz sicher auch von den Mitgliedern der Likud Partei. Im Gegensatz dazu hat Douglas Feith vom Pentagon in der Zeitung Commentary die Konzessionen des ehemaligen Likud Premier Minister Benjamin Netanjahu abgelehnt. [20] Kurzum: Es gibt keine einheitliche neo-konservative Stellung zu Israel. Folglich gibt es unter Neo-Konservativen auch keine abgesprochene Politik gegenüber Israel, die mit der Leitung der Likud Partei abgesprochen worden wäre. Die Likud/Neo-Konservativen-Kabale ist ein Mythos.

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[Beginn Zwischenkommentar von Jared and Francisco]

Hervorragend! Jedermann gibt seine kluge Ansicht über die Anzahl der Zähne im Pferdemaul zu besten. Aber allein Dr. Gold öffnet das Pferdemaul und zählt die Zähne! Er zeigt, dass der infame Dr. Perl nicht mit der Likud übereinstimmt. Tatsächlich mischt sich Perl durch seine öffentliche Unterstützung eines geteilten Jerusalem in direkter Opposition zur Likud-Partei in israelische Angelegenheiten. Das Gleiche gilt für den infamen Herrn Wolfowitz! Soviel zur Neokonservative-Likud-Connection. Touché Gold!

[Ende Zwischenkommentar von Jared and Francisco]

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[Dr. Gold fährt fort]

Aber was wäre, wenn eine Fraktion der Führung der republikanischen Partei Meinungen zum Mittleren Osten verträte, die denen der Likud Partei, der regierenden Partei Israels, ähnlich wären? Würde es irgendjemanden kümmern, wenn die Republikaner und die britischen Konservativen einen Dialog über die Zukunft der NATO einträten? Oder was wäre, wenn dieser Dialog mit der deutschen CDU stattfände? Während Jahrzehnten trafen sich die europäischen Sozialdemokraten an den Zusammenkünften der „Sozialistischen Internationalen“ (zusammen mit der Arbeiter Partei Israels) um sich gemeinsame Haltungen gegenüber einer Unmenge von Themen zu Eigen zu machen. Es gab – ganz zu Recht - keinen Aufschrei, dass dies eine Art von finsterer Verschwörung sei. Wenn aber die Likud-Partei mit den amerikanischen Neo-Konservativen in einen Dialog tritt, dann wird das irgendwie als illegitim – oder schlimmer - gebrandmarkt.

Und nur in diesem Falle wurde der jüdische Hintergrund einiger Amerikaner genau geprüft, mit öffentlichen Kommentaren über duale Loyalität und sogar zarten Andeutungen Richtung Verrat. Die vereinigten Staaten sind ein Land von Einwanderern welches weisse Europäer, schwarze Afrikaner, Juden, Pakistani, Muslime, indische Hindu, Mexikaner und Asiaten integriert. Diese Integration war eine Kraftquelle. Der selektive Angriff auf die jüdischen Neo-Konservativen ist nicht nur unbegründet sonder auch unamerikanisch, denn er widerspricht dem Idealismus, für den die USA bewundert wurde – dem Idealismus, der ethnische und religiöse Diskriminierung ablehnt und stattdessen der gegenseitige Toleranz und dem Schutz der privaten Rechte den Vorrang gibt. Ist es den Gegnern der Neokonservativen wirklich der Wert – nur um in einer politischen Debatte einige Punkte zu verbuchen – auf diesen Idealen herumzutrampeln?

 

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Die gemeinsamen Interessen von Alliierten

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[Beginn Zwischenkommentar von Jared and Francisco]

Dr. Gold scheint zu glauben, dass die USA Israels Alliierte seien. Es stimmt, dass Präsident Bush sich manchmal dichterisch über seine Sorge um Israels Sicherheit äussert. Ich glaube, er äussert sich ebenso dichterisch über seine Sorge um ökologische Belange.

Einige harte Tatsachen:

-         Die USA gibt und verkauft Israel Waffen – und gibt und verkauft - zusammengezählt – sehr viel mehr Waffen an Israels Feinde (Saudi Arabien und Aegypten).

-         Die Bush-Regierung drängt Israel, die Westbank aufzugeben – wodurch Israel, dort wo es am stärksten bevölkerten ist, auf eine Breite von ca. 15 km reduziert würde – mit tödlichen Feinden, welche die benachbarten Bergen besetzen.

-         Präsident Bush sagt während einer Reise nach Grossbritannien, dass die israelischen Kontrollposten (die errichtet wurden, um Selbstmordattentäter aufzuspüren!) ein Beispiel für die Erniedrigung der Araber seien.

-         Und die USA schickt Truppen in den Nahen Osten, um die einzige Regierung zu zerstören (diejenige Saddam Husseins), die ein Riegel gegen die Macht des Iran darstellte.

Mit Alliierten wie den USA braucht Israel keine Feinde. Aber die Hoffnung stirbt nicht. Die Sau mag sich einbilden, dass sie eine Alliierte des Bauern ist.

[Ende Zwischenkommentar von Jared and Francisco]

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[Dr. Gold fährt fort:]

Was bei dem Versuch, Israel für den Irakkrieg verantwortlich zu machen genauso beunruhigend ist, ist die gleichzeitige Tendenz, die Idee, dass die USA und Israel beide Alliierte mit gemeinsamen Interessen sind, abzulehnen. Weil Winston Churchill sich vor Pearl Harbor mit Präsident Roosevelt traf, um die gemeinsamen Interessen der USA und Grossbritanniens zu besprechen, bedeutet dies, dass Grossbritannien die USA in den zweiten Weltkrieg hineingezogen hat? Die Angriffe vom 9. September auf New York und Washington haben den Bereich der gemeinsamen Interessen nur vergrössert, der darin besteht, globale Terrororganisationen zu besiegen, die von Schurkenstaaten im Mittleren Ostens beherbergt werden. Wenn es Israel nicht gäbe, würde dies (der Krieg gegen den Terrorismus) heute ein Hauptinteresse der USA bleiben.

Weshalb zogen die USA gegen Irak in den Krieg? Die Erklärungen der Bush-Regierung sind gut bekannt, was Massenvernichtungswaffen und den Krieg gegen den Terrorismus anbetrifft. Aber Kriege werden wegen vielerlei Gründen begonnen, von denen viele nicht bekannt gegeben werden. Die USA wurde 1941 von den Japanern angegriffen, entschloss sich aber trotzdem, sich zuerst Europa zuzuwenden, um Nazi-Deutschland zu eliminieren, denn Hitlers Hegemonie über ganz Europa war die grössere Gefahr.

Die These Richard Clarks hat etwas für sich, dass die bestimmende Ueberlegung im Fall Irak die Sorge um die Langzeitstabilität des Königshauses Saud von Saudi Arabien war und das dringende Bedürfnis der USA, das wackelige Saudi Arabien mit einer gleichermassen wohlgesonnenen Oelquelle für die westlichen Industrieländer auszutauschen. [21] In Anbetracht über die verbreiteten Präsenz von al-Qaida-Zellen in praktisch allen Gebieten Saudi Arabiens, die nunmehr durch die wiederholten Terroristenattacken während der Jahre 2003/4 offenbar wurde, hat sich diese These als klug vorausschauend erwiesen. Dies hat aber mit Israel absolut nichts zu tun.

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[Beginn Kommentar von Jared und Francisco]

Dr. Gold hat recht: Wenn die Erklärung (des Irakkrieges) mit dem Saudi-Arabien-Argument wahr wäre, hätte sie nichts mit Israel zu tun. Das ist aber ein grosses „wenn“, denn die Erklärung mit Saudi Arabien ist weit hergeholt. Wozu eine weit hergeholte Hypothese aufstellen, wenn eine realistische auf der Hand liegt?

Wenn man eine geopolitische Hypothese aufstellt, ist es vernünftig, davon auszugehen, dass das aussenpolitische Establishment von Grossmächten ziemlich gut informiert ist. Bevor der Irakkrieg begann, war es für Emperor’s Clothes offensichtlich, dass eine Invasion (des Irak) den Iran stärken würde. Wir konstatierten dies in verschiedenen Artikeln. [F] Wir erklärten weshalb. Wie konnten wir diese Voraussage machen? Weil, in Anbetracht der von Dr. Gold aufgelisteten Länder, die potentiell durch den Irak bedroht waren, Iran das einzige Land ist, das einen achtjährigen, grausamen Krieg gegen Saddam Husseins Regime führte! Irak hat eine schiitische Mehrheit. Iran ist die grösste schiitisch-muslimische Macht. Braucht es einen Raketenexperten, um zum Schluss zu gelangen, dass die Eliminierung Saddam Husseins Iran stärken musste? Da dies offensichtlich ist – obwohl es bis vor kurzem US-Analytiker vermieden, diesen offensichtlichen Punkt zu diskutieren und weil die überwiegende Masse des Beweismaterials suggeriert, dass das US-Establishment ganz allgemein [F] eine islamistische Strategie verfolgt – ist unsere Hypothese, dass die USA den Irak besetzt hat, um

a)     einen Sperr-Riegel gegen die Macht des Iran (die Baath-Partei unter der Herrschaft der Saddam-Hussein-Clique) zu eliminieren und

b)     um eine Kette von islamistischen Staaten zu schaffen, die von Saudi Arabien bis nach Zentralasien reicht.

*Nicht* jedoch, weil sie (die USA) wegen des Oels besorgt waren. Um an das irakische Oel zu gelangen, mussten die USA nicht den Irak besetzten. Saddam war vollkommen willig, den USA Oel zu verkaufen. Wenn man Oel verkauft, verdient man Geld. Gegen das Geldverdienen sträubte sich Saddam etwa so, wie eine Ziege sich gegen das Grasfressen sträubt.

[Ende Kommentar von Jared und Francisco]

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[Dr. Gold fährt fort:]

Jedoch verstehen viele neo-isolationistische Kritiker des Irakkrieges nicht, weshalb die USA plötzlich Kriege im weit entfernten Mittleren Osten führt. Zum Teil denken sie deshalb, dass der Krieg der USA gegen den Terrorismus durch Erwägungen, die mit Israel zu tun haben, verursacht wurde. Während des grössten Teils des 20. Jahrhunderts gingen die hauptsächlichsten Gefahren für die nationale Sicherheit der USA von Europa aus, was sich an den Entscheidungen vergangener US Regierungen zeigt, in den ersten Weltkrieg und in den zweiten Weltkrieg einzutreten und den militärischen Schirm der USA während des kalten Krieges auf Europa auszudehnen.

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[Beginn Kommentar von Jared und Francisco]

Wer sind diese Isolationisten, die gemäss Dr. Gold bestürzt sind über die Politik der USA und deshalb in die Idee hineingestolpert sind, dass Israel schuldig sei? Spricht Dr. Gold über Pat Buchanan? Nun. Buchanan ist nicht irgendeine naive Seele. Seine antisemitischen Aeusserungen kann man über viele Jahre zurückverfolgen. Z.B. hat er (übrigens zusammen mit Ramsey Clark) eine cause célèbre in die Welt gesetzt, als er Nazi-Kriegsverbrecher verteidigte, die das OSI (Office of Special Investigation) des US-Justizministeriums in die UdSSR ausschaffen wollte. [G] Was Buchanans Isolationismus anbetrifft, so ist dieser selektiv. Buchanan war ein Verteidiger auf höchster Ebene des Krieges der USA gegen Nicaragua. Und wie steht es mit General Anthony Zinni? Ist auch er ein Neo-Isolationist? In seinem Buch “Bereit zum Kampf” prahlt Zinni damit, befürwortet zu haben, dass von den USA geleitete “Friedenssicherungstruppen“ - d.h. militärische Intervention - eingesetzt wurden, um die Zerschlagung dessen zu erleichtern „was ehemals Jugoslawien genannt wurde“. Mit diesen Worten beschreibt Zinni einen Staat, der

a) sich aus dem titanischen Kampf der Südslaven, insbesondere der Serben (n.b. gegen die Nazis; der Uebersetzer) herausbildete und

b) der Hauptgarant für die Stabilität im Balkan darstellte.

In seinem Buch pflichtet Zinni fix der Ansicht eines „einsichtigen, jungen“ Geheimdienstoffiziers bei, dass Jugoslawien eine „künstliche Nation“ war. [H] Gemäss seinem Buch vertrat Zinni diese Ansicht 1990, d.h. bevor Kroatien und Slowenien versuchten, sich von Jugoslawien loszulösen. Im Klartext: Zinni befürwortete militärische Aggression, um einen europäischen Staat zu zerstören, eine eklatante Verletzung der Verträge von Helsinki. Z.Z. ist Zinni ein „angesehener Berater“ beim „Center for Strategic and International Studies“ des Zbigniew Brzezinski. Ist Brzezinski auch ein Neo-Isolationist, dessen zarte Empfindlichkeiten vom aggressiven Verhalten der US-Regierung durcheinander gebracht wurden?

Pfui, pfui!

[Ende des Kommentars von Jared und Francisco]

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[Dr. Gold fährt fort:]

In Anbetracht des weltweiten Strickmusters der Verbreitung von nicht-konventionellen Waffen und Langstrecken-Raketensystemen, und in Anbetracht der Quellen der gegenwärtigen Welle des internationalen Terrorismus, hat der Mittlere Osten als Region, von der die grösste Gefahr für die Vereinigten Staaten ausgeht, Europa ersetzt. Diese Tatsache hat nichts zu tun mit der angeblichen Lobby-Arbeit einer Gruppe von US Bürgern, die von unverantwortlichen Kommentatoren herausgegriffen wurden. In den späten 30-iger Jahren des letzten Jahrhunderts beschuldigte eine Gruppe von Rassisten den Präsidenten der Vereinigten Staaten Roosevelt sowie die Briten und die Juden, Amerika in den Krieg zu treiben. Die geistigen Nachkommen (dieser Rassisten) tun 70 Jahre später das gleiche.

© Copyright. Die im vorangegangenen Text von Dr. Gold vorgetragenen Ansichten widerspiegeln nicht notwendigerweise die Ansichten des „Board of Fellows of the Jerusalem Center for Public Affairs“.
http://www.jcpa.org/brief/brief3-25.htm

Dore Gold ist Präsident des “Jerusalem Center for Public Affairs”. Er ist Autor der Bücher “Hatred's Kingdom: How Saudi Arabia Supports the New Global Terrorism (Regnery, 2003)”, und “Tower of Babble: How the United Nations Has Fueled Global Chaos (New York: Crown Forum, forthcoming November 2004)”.

* Ins Netz gestellt für den fairen Gebrauch *

[Nachfolgend Fussnoten des Artikels von Dore Gold. Danach folgt der Spendenaufruf von Emperor's Clothes und danach folgen die Fussnoten für unsere Kommentare. - J.I. und F. G.-W.]

Fussnoten zum Artikel von Dore Gold:

1. Saud Abu Ramadan, "Israel Inciting U.S. to Iraq War, Says Arafat," Daily Times (Pakistan), May 30, 2004, http://www.dailytimes.com.pk/?page=story_3-3-2003_pg7_51

2. Rebecca Phillips, "Dual Loyalty?: Are Israeli Interests 'The Elephant in the Room' in the Conflict with Iraq?" ABCNEWS.com, March 15, 2003,
http://tinyurl.com/3aska

3. "Gen. Zinni: 'They've Screwed Up'," CBSNEWS.COM, May 21, 2004,
http://tinyurl.com/yr2bq

4. "The Rise and Fall of Chalabi: Bush's Mr. Wrong," Newsweek World News website, May 31, 2004, http://msnbc.msn.com/id/5040831/

5. Nathan Guttman, "Prominent U.S. Jews, Israel Blamed for Start of Iraq War," Ha'aretz, May 31, 2004,
http://tinyurl.com/38gzq

6. Richard A. Clarke, Against All Enemies: Inside America's War on Terror (New York: Free Press, 2004), p. 265. There is also a passing reference in Bob Woodward's book to Bush saying to Prince Bandar of Saudi Arabia that the U.S. seeks to remove Iraq's weapons of mass destruction "that could pose a threat to the Kingdom and/or to Israel." It's not clear from Woodward whether this quote came from his interviews in the White House or from the Saudis. Bob Woodward, Plan of Attack (New York: Simon & Schuster, 2004), p. 230.

7. Yediot Ahronot (Hebrew), April 11, 2004.

8. Knesset Foreign Affairs and Defense Committee, Commission of Inquiry Investigating the Intelligence System After the Iraq War, March 2004.

9. Uzi Rubin, "Beyond Iraq: Missile Proliferation in the Middle East," Jerusalem Viewpoints, No. 493, March 2, 2003, Jerusalem Center for Public Affairs,
http://www.jcpa.org/jl/vp493.htm
Rubin was the father of Israel's Arrow anti-ballistic missile defense system.

10. Moshe Arens, "Missile Proliferation in the Middle East," Jerusalem Issue Brief, Vol. 2, No. 4, August 13, 2002, http://www.jcpa.org/brief/brief2-4.htm

11. Yair Sheleg, "Ya'alon: Palestinian Threat is Cancerous," Ha'aretz, August 26, 2002.

12. "Iran: We Retaliate If Israel Hits Our Nuclear Facilities," AP/Ha'aretz, May 11, 2004.

13. Barry Schweid, "Israel Calls Iran 'Biggest Threat'," AP/Washington Post, November 7, 2001.

14. Richard Butler, "The Emerging Threat of Iraq and the Crisis of Global Security," Jerusalem Viewpoints, No. 437, September 1, 2000, http://www.jcpa.org/jl/jl437.htm

15. Implementation of the NPT Safeguards Agreement in the Islamic Republic of Iran, Report by the Director General of the International Atomic Energy Agency, Dr. Mohammed ElBaradei, June 6, 2003.

16. David Sawyer and William J. Broad, "Surprise Word on Nuclear Gains by North Korea and Iran," New York Times, November 12, 2003.

17. Manfred Gerstenfeld, "Countervailing Trends in American Jewry: An Interview with Norman Podhoretz," Jerusalem Viewpoints, No. 505, October 15, 2003,
http://www.jcpa.org/jl/vp505.htm
See also Joshua Muravchik, "The Neoconservative Cabal," Commentary, September 2003.

18. Maureen Dowd, "Necon Coup at the Department d'Etat," New York Times, August 6, 2003.

19. David Frum and Richard Perle, An End to Evil: How to Win the War on Terror (New York: Random House, 2003), p. 182.

20. Douglas J. Feith, "Wye and the Road to War," Commentary, January 1999.

21. Woodward reports on an August 29, 2002, top secret memo called "Iraq: Goals, Objectives, and Strategy": one key goal was "to minimize disruption in international oil markets." Woodward, p. 228.

*     *     *

[Footnotes and Further Reading follows the fundraising appeal]

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Ein Aufruf der Herausgeber

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Fussnoten der Kommentare von J.I. und F.G.W. sowie Angaben zu weiterführender Literatur 

[A] Rebecca Phillips, "Dual Loyalty?: Are Israeli Interests 'The Elephant in the Room' in the Conflict with Iraq?" ABCNEWS.com, March 15, 2003, gehe zu http://tinyurl.com/3aska

[B] Bisher haben in der Serie 'How the Lies of Scott Ritter Reveal the Strategic Goals of the Bizarre Iraq War' fünf Artikel dazu veröffentlicht:

* "Part 1: Hawk-to-Dove Scott Ritter challenges Emperor's Clothes to Prove he's a Liar. EC accepts." At
http://emperors-clothes.com/analysis/ritter.htm

* "Part 2: The Source of the Claim that Iraq had Nuclear Weapons was... Scott Ritter," by Jared Israel at
http://emperors-clothes.com/analysis/ritter-nuke.htm

* "Part 3: Reader Says Emperor's Clothes all wrong on Ritter's Nuke Statements; J.I. Responds."
http://emperors-clothes.com/letters/iaea.htm

* "Part 4: Readers ask: 'Why this focus on Scott Ritter?" Jared Israel Respond"
http://emperors-clothes.com/letters/focus.htm 

* "Part 5: "The Neocons made me do it!"
http://emperors-clothes.com/ritter/mademe.htm

[C] Kurzbiografie von Dr. Gold: http://www.jcpa.org/dgold.htm

[D] "Die gleiche, alte Geschichte: Wenn es schief läuft im Krieg, dann zeigen die Kritiker mit ihren Finger…auf wen wohl? – auf die Juden.
Von: Jonathan S. Tobin; Jewish Exponent, Philadelphia, May 27, 2004 http://tinyurl.com/33lpj

[E] Es gibt Leute, die den Vergleich von Nazis mit denjenigen, die Israel der Usurpation der US Politik anklagen, als absurd bezeichnen, weil die gegenwärtige Kritik (Israels) von der Linken vorgetragen wird, während die Nazis hartgesottene Rechtsextreme waren. Tatsächlich traten die Nazis aber als Anti-Imperialisten, ja sogar als Anti-Kapitalisten auf! Beachten Sie diese zwei Zitate aus einem Nazi-Pamphlet aus der Zeit um 1942:

„Sie suchten den Krieg, sie provozierten und intrigierten um ihn zu bekommen. Sie drängten die Jugend Deutschlands, Italiens und Japans wo sie nur konnten. Sie wollten Krieg, einen wirklichen Weltkrieg – und nun haben sie ihn bekommen.“

„Es befinden sich hier nicht nur zwei Ideen-Welten im Krieg, sondern die ganze Welt. Dieser Krieg dringt bis in die hintersten Winkel der Welt. Für die Plutokraten steht alles auf dem Spiel, sie müssen sich verteidigen. Die Juden und ihre bezahlten Lakaien, Churchill und Roosevelt, müssen sich selbst stellen. Der Nebel hat sich gelichtet und nun stehen wir unserem wirklichen Feind gegenüber, nämlich den Gestalten hinter den Kulissen, die während Jahrzehnten die Welt in Unordnung stürzten, in Krieg und Revolution, deren eigene, wertvolle Kapitalistenleben natürlich zu wertvoll waren, um im Krieg geopfert zu werden.“

Robert Ley, Roosevelt verrät Amerika! (Berlin: Verlag der Deutschen Arbeitsfront, 1942).
http://www.calvin.edu/academic/cas/gpa/ley1.htm
Dieses Pamphlet enthält eine Karikatur von Präsident Roosevelt mit einem karikierten Juden im Hintergrund..

 [F] Wir haben eine Liste von Artikeln aus Emperor`s Clothes zusammengestellt, die sich mit der Beziehung der USA zu Iran und Irak und dem Irakkrieg beschäftigen, sowie mit den Beweisen, dass die USA eine islamistische Strategie verfolgen. Die Liste enthält auch kurze Zusammenfassungen des Inhalts der Artikel: http://emperors-clothes.com/iraq-iran.htm

[G] Zu Buchanans und Ramsey Clarks Bemühungen um angeklagte Nazis siehe:

Wie Ramsey Clark sich ins Zeug legte, um Nazi-Emigranten zu schützen...und er tut es immer noch.

Von Jared Israel und Nico Varkevisser
http://emperors-clothes.com/german/articles/d-ramsey4.htm
 

[H] Clancy, T. and Zinni, T. (2004). Battle Ready. New York: G. P. Putnam's Sons.(p.188)

 


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