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Gesichter des Feindes

Photobericht mit Interviews  
von Jared Israel [1. Mai 2001]

Teilansicht einer Versammlung der Sozialistischen Partei, 28 April, in Kragujevac, Serbien, in der Nähe des Zastava Automobilwerkes.

Bei der Versammlung tanzten Frauen der 'Volksgarde' mit Arbeitern des Zastava Automobilwerkes, die sich bereits seit über zwei Wochen im Streik befanden. Sei bekämpfen die Pläne des Belgrader Regimes das Werk zu filetieren und Teile an ausländische Interessenten zu verkaufen. Wie ausreichende Erfahrung in Bulgarien, Rumänien, Albanien, Ungarn und anderen Ländern gezeigt haben,  sobald U.S. and europäische Konzerne ein derartiges Werk für ein Trinkgeld gekauft, haben wird es demontiert und geschlossen.   Genau das passierte in Ungarn, nachdem General Electric (US) die große Glühbirnenfabrik des Landes gekauft hatte. Nach der Schließung durch GE mußten die Ungarn importierte Glühbirnen kaufen, die ihre mangelnde Qualität durch einen umso saftigeren Preis wettmachten.

Die 'Volksgarde' besteht hauptsächlich aus Frauen die am 28. und 29. März attackiert wurden,  während sie freiwillig als unbewaffnete Zeugen für Slobodan Milosevics Haus ausharrten um zu verhindern, daß das derzeitige Belgrader Regime dem ehemaligen Präsidenten von Jugosawien Leid zufügt.

Entgegen westlichen Medienberichten hatten die Angreifer keinen Haftbefehl. Tatsächlich hatten viele keine Dienstausweise. Es fiel auf, daß einige Englisch sprachen. Alle anfänglichen und viele der späteren Angreifer waren mit Strümpfen maskiert, wie die Ver-rückten in billigen Horrorfilmen. Die 'Volksgarde' klagt die serbische Regierung für die von diesen Verbrechern begangenen Gewalttaten an. Sie sind davon überzeugt, daß der Befehl das Wohnhaus Milosevics anzugreifen von Washington, das ein Ultimatum für die Festnahme des ehemaligen Präsidenten bis 31. März gesetzt hatte, ausgegeben wurde. "Die Festnahme von Hrn. Milosevic erfolgte aufgrund amerikanischen Drucks." (NY Times, 8. April 2001)

Roma skandiert "Befreit Milosevic!"

Ich sprach mit zwei Freunden, die an der Versammlung teilnehmen. Gordana ist Aktivistin einer nationalistischen Partei. Aleksandar ist Aktivist der Sozialistischen Partei (SPS). Ich fragte Gordana über die Roma Beteiligung:

Jared: Ich arbeite gerade an einem Photobericht und mir fallen die vielen Roma auf. Immer wenn ich Roma erwähne muß ich unter Anführungszeichen "Zigeuner" hinzufügen, weil niemand weiß was Roma sind. Natürlich wollen die Roma nicht 'Zigeuner' genannt werden, weil das eine rassistischer Terminus ist.

Gordana: Die Roma sind hervorragende Leute. Weißt Du, bei den Demonstrationen hatte ich ein Transparent am Rücken mit meinen Ansichten darauf. Eine Roma Dame hat die "Zeitung" an meinem Rücken gelesen und begann zu weinen. Ich hatte etwas über Kostunica und die momentanen Ereignisse draufgeschrieben. Weißt Du, daß 126 albanische Terroristen aus unseren Gefängnissen entlassen worden sind? Das sind verurteilte Mörder. Und jetzt werden 183 Soldaten und Offiziere der Jugoslawischen Armee irgendwelcher Übeltaten während des Krieges beschuldigt. Sie entlassen Verbrecher und verfolgen Patrioten.

Einige unserer Soldaten sind bereits verhaftet worden. Ich werde herausfinden wie viele. Diese Männer dienten in der Dritten Armee, die Kosovo währen der NATO Aggression verteidigte. Das waren gute, tapfere junge Männer, allesamt loyal ihrem Land egeben. Sie haben Terroristen bekämpft, aber niemals Zivilisten. Die momentane Regierung führt einen Psychokrieg gegen uns, Jared, sie wollen unsere Herzen brechen, uns beschämen, wollen, daß wir uns schmutzig fühlen,  wie diese Otpor-Schweine.

Jared: Könntest Du ein wenig mehr über die Roma erzählen? In 'Des Kaisers Neue Kleider' hat ein antifaschistischer Gelehrter geschrieben, daß der beste Weg die verschiedenen Gruppen am Balkan zu beurteilen deren Umgang mit den Roma ist.

Gordana: Ja, bei der Demonstration waren viele Roma. Die Roma verhalten sich sehr loyal diesem Land gegenüber. Sie haben das selbe Schicksal, sie haben in der Geschichte immer zusammen mit den Serben gelitten.

Während des Kriegs in Kroatien hat die kroatische Regierung, die Ustascha [Bemerkung: Bei der Verwendung des Begriffs 'Ustascha' bezieht sich Gordana auf die Klerikal-Faschisten, die Kroatien während des 2. Weltkriegs kontrollierten und ungefähr eine Million Serben, Roma und Juden ermordeten. Die kroatischen Sezessionisten formten ihre Bewegung nach der Ustascha], alle Roma aus Kroatien vertrieben und die Roma kamen als Flüchtlinge nach Serbien. Und als die UCK [Kosovo Befreiungs Armee] ihre Angriffe in Kosovo und Metohija begannen flohen die Roma nach Serbien, weil sie sich als Teil Jugoslawiens sehen und wissen, daß sie i

rbien akzeptiert werden.

Die meisten Roma in Kragujevac arbeiten in den Zastava Werken. Früher haben sie von der Regierung gratis Wohnungen erhalten. Sie sind in die Gesellschaft integriert und ihre Kinder besuchen die Schule. In unserer Armee haben wir zum Beispiel Offiziere aus ihrer Volksgruppe. Sie sind in einer weit besseren Position als in Ungarn, Kroatien oder Slowenien - oder in jedem anderen europäischen Land. Diese anderen Regierungen wollen sie nicht and sie behandeln sie äußerst schlecht. Aber ich kann mit nicht vorstellen, daß sich in diesem Land irgendetwas ohne die Roma tut. Wenn ich ans Meer fahre oder hier in Belgrad an den Strand, versuche ich in ihrer Nähe zu sein, weil bei ihnen immer etwas los ist. Sie sind so lebensfroh, und das gefällt mir.

[Bemerkung: Jugoslawien ist das einzige Land in Europa in dem die Roma vernünftig wohnten, in dem sie Regierungsmitglieder und Armeeoffiziere werden konnten, in dem Rassismus als Verbrechen eingestuft wurde. Und sie werden nicht nur in Osteuropa diskriminiert, eines der diesbezüglich schlimmsten Länder ist Italien.

Die momentane (pro U.S.) jugoslawische Regierung hat die bisherige Politik gegenüber den Roma nicht fortgesetzt. Die aktuelle Koalition inkludiert albanische und ungarische Separatisten, die mit dem Anti-Roma-Rassismus ihrer Anhänger kokettieren.]

Eine Roma Familie am Rande der Versammlung

Die Männer passen auf mögliche Angriffe von Otpor Anhängern auf, die auf diesem Bild nicht zu sehen sind.

Ich sprach mit Aleksandar, dem SPS Mitglied. Er war ein solcher Beobachter bei der Versammlung.

Jared: Hat Otpor angegriffen?

Aleksandar: Natürlich. Sie haben versucht uns zu provozieren, damit die Polizei eine Ausrede zum Eingreifen bekommt. Aber wir waren auf diese Situation vorbereitet, wir waren entsprechend organisiert. Und die Versammlung war groß - vermutlich genauso groß wie die letzte Woche in Novi Sad - ich bin kein guter Schätzer in solchen Dingen, aber wir waren Tausende.

Die Medienberichterstattung war interessant. Das staatliche Fernsehen, ein halb staatliches - halb privates Monopol, noch immer unter absoluter Regierungs-kontrolle, sagte wir wären ein paar tausend gewesen - ziemlich untertrieben. Auf der anderen Seite haben sie berichtet es wären 1000 Otpor Anhänger gekommen, um gegen uns zu protestieren, was absolut falsch ist. Wir haben sie gezählt und es waren höchstens 100. Das heißt, daß Otpor Probleme hat Leute für ihre schmutzige Arbeit zu mobilisieren.

Und, genauso wie letztes Wochenende in Novi Sad, die Otpor Mitglieder wurden ergänzt durch Leute, die offensichtlich Polizisten in Zivil waren. Außerdem waren da noch einige kleine Kinder - 10 bis 12 Jahre alt - und Frauen. Auch Frauen. Sie haben diese Frauen nach vorne gestellt, weil sie wußten, daß wir ihnen nichts tun würden. Sie haben sich hinter ihnen versteckt und Frauen, die an unserer Versammlung teilnahmen, mit allem Möglichen beworfen.

Jared: Es geht nichts über ein bischen Misogynie. Das ist -

Aleksandar: Ich weiß was das ist. Frauenhaß. Im Übrigen, die Petition wurde bei der Versammlung verlesen, und alle waren ziemlich zufrieden mit ihr.

Jared: Großartig!

Ich befragte Gordana zum Otpor Angriff.

Gordana: Sie haben Eier auf uns geworfen, auf die Frauen, und sie haben uns beschimpft, wir seien billige Frauen und ähnliches. Das sind ekelhafte Schweine. Und die Polizei hat sie beschützt - kannst Du Dir das vorstellen - nicht gewöhnliche Bürger - kannst Du Dir das vorstellen?

Jared: Ja, das kann ich mir vorstellen

Gordana: Sie fingen mit den Beschimpfungen und dem Werfen an als eine Frau von Kosovo und Metohija zu reden begann. Unsere Burschen beeilten sich um zwischen uns und sie zu kommen.

Das gleiche ist letzten Samstag bei unserer Versammlung in Novi Sad passiert. Dort hat die Otpor ihren Angriff auch gestartet als eine Frau sprach. Siehst Du, Jared, sie wollen Frauen einschüchtern. Ich spreche nicht nur von Frauen in einer Partei, Sozialistische Partei oder Nationalisten, ich spreche von gewöhnlichen Frauen. Denn die Leute in dieser Regierung wissen ganz genau, daß Frauen sehr schlau und sehr mutig sind, und daß sie wissen was in diesem Land vor sich geht. Sie wissen, daß wir ihnen gefährlich sind, höchst gefährich, denn sobald Frauen beginnen gegen eine Regierung zu kämpfen, wird es wirklich ernst. Siehst Du das nicht? Wenn Frauen in die Politik gehen, ist es, weil sie sich um die Zukunft ihrer Kinder sorgen, weil sie die zukünftige Gefahr spüren - weil die Nation ohne Zukunft ist, weil sie ihren Kindern kein vernünftiges leben mehr bieten können. Inzwischen können arbeitende Frauen es sich nicht einmal mehr leisten Milch und Grundnahrungsmittel zu kaufen, die ihre Kinder brauchen um aufzuwachsen und gesund zu bleiben.

All diese Leute, die jetzt an der Macht sind, sind voll Haß. Sie hassen ihre eigene Nation. Sie sprechen die ganze Zeit über Entlassungen, über Steuern für Nahrungsmittel und Kleidung, über steigende Gesundheitskosten. Und sie wissen, daß Frauen eine Gefahr sind, das ist warum sie versuchen uns einzuschüchtern.

Nun benutzen sie diese Leute von Otpor. Ich weiß nicht wie ich sie nennen soll. Sie sind aus normalen Familien. Sie sind nicht Teil des Alltagslebens. Wir Serben sind sehr gesellig und wir haben Prinzipien. Aber diese Otpor Leute, sie bleiben unter sich, sie hassen ihr eigenes Volk. Und sie tun für Geld alles. Wie sollen wir solche Menschen ertragen?

Jared: Solche Leute gibt es überall. Richard Hugus hat mir dargelegt, daß die Otpor genau die Sorte Menschen sind, aus der Mussolini und Hitler ihre Schärgen rekrutiert haben. Und weißt Du, die U.S. Regierung gibt jetzt zu, daß sie bereits im August 1999 begonnen hat, die Otpor zu finanzieren.

Banislav Ivkovic, Vorsitzender der Fraktion der Sozialistischen Partei im Serbischen Parlament.

Aleksandar: Hr. Ivkovic begann seine Rede nachdem Otpor ihre kleinen Übergriffe gestartet hatte. Er rief uns auf uns zu beruhigen und uns von diesen Leuten nicht in Kämpfe provozieren zu lassen. Und er sagte zu diesen Otpor Mitgliedern, daß sie nichts weiter sind als Voyeure, beim Spannen auf ehrliche Menschen, ehrliche Arbeiter - egal ob Mitglieder der Sozialistischen Partei oder einfach ehrliche Bürger Serbiens. Dann sprach er über ein Regierungsmitglied, Covic, den Vize-Präsidenten, der früher Mitglied der SPS war und jetzt zur amerikanischen Seite übergelaufen ist. Er ist für die Bekämpfung der albanischen Terroristen zuständig, oder besser gesagt, dafür zu sorgen, daß unsere Soldaten sie nicht richtig bekämpfen können, unten im Süden. Dieser Covic hat sehr schlecht über die serbische Polizei und das serbische Volk gesprochen, das im Kosovo getötet wurde - er hat tatsächlich gesagt sie seien Plünderer und Diebe. In der selben Zeit hat Covic nie die Sezessionisten erwähnt, die Zivilisten bei ihren Terrorattacken getötet haben. Nicht mit einem einzigen Wort.

Jared: Er ist derjenige, der die Jugoslawische Armee "Hunde des Krieges" nannte, oder?

Aleksandar: Ja, das stimmt. Die Reden bei der Versammlung waren wirklich gut. Wir haben bei der Versammlung auch gesungen, weißt Du?

Jared: Das habe ich nicht gewußt.

Aleksandar: Ja, haben wir. Wir haben ein Lied gesungen wie Amerika nie wieder unseren Präsidenten wählen wird.

Jared: Klingt gut ...

Aleksandar: Ja. Es war eine gute Versammlung.

 

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Studentin, Universität Kragujevac

Roma und Kind applaudieren

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Weitere Artikel ...

1) Mehr über die ausgesprochen destruktive Realität hinter der westichen "ökonomischen Medizin",  wie sie in slawischen, afrikanischen, asiatischen und lateinamerikanischen Ländern angewendet wurde, siehe "The IMF and the Yugoslav Elections" unter http://emperors-clothes.com/analysis/1.htm . Zudem möchten Sie vielleicht durch die Schriften von Prof. Michel Chossudovsky browsen, von denen viele unter http://emperors-clothes.com/artbyauth.html zu finden sind - nur auf "C" und zu "Chossudovsky." runterscrollen. Herrlich zum Untersuchen and Analysieren.

2) "The Roma and Racism in the Balkans" siehe http://emperors-clothes.com/analysis/burial.htm und http://emperors-clothes.com/articles/kneisel/RomaView.html

3) Über OTPOR: Die National Endowment for Democracy (NED), eine U.S. Regierungsagentur, wurde ins Leben gerufen um gewisse Funktionen der CIA zu übernehmen. (Für Informationen zu dieser Tatsache gehe zu: "U.S. Arrogance and Yugoslav Elections" unter http://emperors-clothes.com/engl.htm ).

Nach ihrem Newsletter vom Frühjahr 2001, finanziert die NED Otpor. Der Newletter berichtet über Otpors "neulichen Besuch in Washington D.C. organisiert von der NED (welche der Otpor Unterstützung seit August 1999 gewährt)".

Ist es nicht erstaunlich, daß die Einmischung von Washigton in die internen Angelegenheiten eines Landes in Klammern gesetzt wird? Die NED erklärt:

"Poster, Flugblätter und T-Shirts mit den Slogans "Es ist Zeit" und "Er ist am Ende" haben geholfen die öffentliche Meinung gegen Slobodan Milosevic zu beeinflussen. Diese enorme Kampagne der Otpor machte den entscheidenden Unterschied aus, der Vojislav Kostunica half Milosevic and den Wahlurnen am 24. September 2000 zu schlagen. Zusätzlich spielten die Otpor Aktivisten eine wichtige in den Demonstrationen, die den Wahlen folgten, und schließlich zum endgültigen Sturz Milosevics am 5. Oktober führten."

Übersetzung: Die U.S. überschüttete arbeitslose Kinder, möglicherweise nicht die allerstabilsten Zeitgenossen, mit Geld, versorgte sie mit jeder Art von Material (T-Shirts, Poster, Flugblätter und, wie die 'NY Times' berichten, Computer, Papier, sogar mit "Koffern voll Geld") für den dringlichen Zweck der Einmischung in die jugoslawischen Wahlen.

Wie viel Geld hat Washington für die jugoslawischen Wahlen ausgegeben? Die 'Washington Post' schätzt 77 Mio. USD, was fast sicher zu wenig ist. Wir werden wahrscheinlich nie die tatsächliche Summe erfahren.

Zum einen sind die Ausgaben des CIA größtenteils geheim, zum anderen wird Geld, das durch private Quellen ausgegeben wird, die mit Washigton arbeiten, zum Beispiel die Soros Foundation, nicht nachvollziehbar abgerechnet. Zum dritten wird Geld, das zum Training und Management von jugoslawischem Angestellten der ausländischen Agenturen verwendet wurde, ebonso wie anti-Milosevic Sendungen der CNN, der BBC usw., Sendungen, die Millionen von Jugoslawen erreichen - mit anderen Worten, Geld, das zum Sturz der jugoslawischen Regierung ausgegeben wurde aber nicht direkt an jugoslawische Personen ging - ganz sicher nicht von der 'Washigton Post' berücksichtigt.

Aber akzeptieren wir den wahrscheinlich zu niedrigen Betrag der 'Washigton Post' von 77 Mio. USD. Was für eine Wirkung würden 77 Mio USD auf Jugoslawien haben?

Um eine Ahnung zu bekommen, wollen wir uns vorstellen, daß das angepeilte Land nicht Jugoslawien ist, sondern die USA. Damit der Vergleich stimmt, müßten die USA schreckliche wirtschaftliche Probleme haben. Es müßte ein völliges Embargo in Kraft sein (genauso wie das bei Jugoslawien der Fall war), sodaß ausländische Güter ins Land geschmuggelt werden müssen. Es müßte eine sehr hohe Arbeitslosenrate geben, ähnlich wie zur Zeit der U.S. Depression während der 30er Jahre.

Jetzt wollen wir noch die Bevölkerungsgröße anpassen. Jugoslawien hat ungefähr 10 Mio Einwohner, die USA haben so um die 280 Mio. Daher multiplizieren wir den Betrag mit 28. Das ergibt 2,156 Mrd. USD.

Dazu müssen mir noch die Kaufkraft berücksichtigen. Für einen USD kann man in Jugoslawien viel mehr kaufen als in den USA. Mieten sind zum Beispiel mindestens 10 bis 15 mal höher.

Zur Zeit der jugoslawischen Präsidentschaftswahlen waren 150 USD ein relativ hohes Gehalt in Jugoslawien im Vergleich zu ungefähr 2.000 USD in den USA. Also werden wir noch einmal mit 13 multiplizieren. Das heißt, daß 77 Mio. USD in Jugoslawien ungefähr den gleichen Effekt hätten wie 28 Mrd. USD in einer wirtschaftlich verwüsteten USA.

Stellen Sie sich vor, daß Rußland und China die USA für 10 Jahre wirtschaftlich isolieren und dann 28 Mrd. USD in eine U.S. Präsidentenwahl pumpen. Als Rechtfertigung dieser 'Hilfe' würden sie angeben, daß das Geld bestimmt ist 'den demokratischen Wechsel zu beeinflussen' indem man das 'Spielfeld ebnet' und dabei 'Kostunica hilft die Wahl zu gewinnen' gegen die bestehende Regierung. Was wäre die Antwort der U.S. Regierung? Würde man nicht Gruppen, die dieses Geld annehmen, verhaften? Würde eine solch massive Attacke auf die Souveränität der USA nicht zum Krieg führen?

Aber genau das hat die U.S. Regierung mit Jugoslawien gemacht. Washington hat ein ganzes Heer von "zivilen Gesellschaften" und "unabhängigen" (!) Medien in Jugoslawien aufgebaut. Dieses Heer wurde von U.S. Funktionären bezahlt, geschult und betreut. Aber die U.S. Presse bezeichnet diese 5. Kolonne als "unabhängig".

Hier noch etwas, was man bedenken sollte. Es wäre absolut logisch, und legal, gewesen, hätte die jugoslawische Regierung jede einzelne dieser U.S. finanzierten 5. Kolonnen ausgehoben, ihre Medien geschlossen und ihre Organisationen zerschlagen. Zudem wurden sie alle von den selben Leuten trainiert, ausgestattet and mit riesigen Summen gefüttert, die noch vor ein paar Monaten Jugoslawien mit radioaktiven Bomben verwüstet hatten. Aber die jugoslawische Regierung hat diese Gruppen nicht unterdrückt. Es gab keine Massenverhaftungen. Paßt das mit dem Bild des gewalttätigen, diktatorischen Regimes zusammen, das uns die NATO Länder verkauft haben? Wir sind angelogen worden.

Für Dokumentation über das hier Geschriebene siehe "U.S. Arrogance and Yugoslav Elections" unter  http://emperors-clothes.com/engl.htm und " Kostunica Says Some Backers 'Work for American Imperial Goals'' unter http://emperors-clothes.com/news/erlang.htm

Der Artikel " Imperial Goals " enthält den 'NY Times' Bericht, daß "Koffer voll Geld"   über Ungarn und Montenegro nach Serbien geschleust wordern sind, und daß der "unabhängige" Opposition mitgeteilt wurde sich "keinerlei Sorgen zu machen wieviel sie im Moment ausgeben", weil sich "genug weiteres Geld in der Pipeline befinde....".

Wenn Sie den NED Newsletter lesen wollen, der sich auf die U.S. Finanzierung der Otpor bezieht (wie auch auf die Einmischung der U.S. Regierung in Länder rund um die Welt), dann gehen Sie zu http://www.ned.org/publications/democracy_newsletter/D-Spring_Final_01.pdf )

4) Details über den Angriff auf Milosevics Haus, der an eine Kreuzung zwischen einem eigenartigen Gangsterfilm und einer schlechten Farce ereinnert: "Possible Attack on Milosevic" unter http://emperors-clothes.com/docs/mil2.htm und 'Civilian Defenders of Miloshevich Break Through Police Lines'   unter http://emperors-clothes.com/docs/civilian.htm

Befreit Slobo Petition gelesen bei der Versammlung

Diese Petition wird weltweit in Umlauf gebracht. Zum Zeichnen senden Sie bitte Ihren Namen und Land an freeslobo.@aol.com

URL für die Petition ist http://emperors-clothes.com/petition/petition.htm
Um Ihre(n) Name(n) zur Petition ninzuzufügen
klicken Sie hier oder schreiben Sie an freeslobo@aol.com

BEFREIT PRÄSIDENT MILOSEVIC JETZT! HÄNDE WEG VON JUGOSLAWIEN!

Wir, die Unterzeichner, verlangen, daß die serbischen Behörden Slobodan Milosevic und alle anderen serbischen Patrioten umgehend aus der Haft entlassen.

Die Verhaftung von Hrn. Milosevic ist ein Versuch der NATO-Führung das serbische Volk für Verbrechen gegen Jugoslawien verantwortlich zu machen, die von der NATO begangen worden sind.

Wir fordern, daß Hr. Milosevic sofort eine angemessene medizinische Betreuung erhält, im Spital seiner Wahl, durch die Ärzte seiner Wahl, für die Herzerkrankung, die unmittelbar nach seiner Verhaftung aufgetreten ist.

Wir verlangen, daß weder Slobodan Milosevic noch irgendein anderer Jugoslawe an das Haager Tribunal ausgeliefert wird.

Wir verlangen ein Ende der willkürlichen Entführungen, Verhaftungen und Verfolgung jugoslawischer Führer, Soldaten und gewöhnlicher Bürger, deren Verbrechen es war der Welt ein Beispiel zu geben im Widerstand gegen die NATO Aggression.

Entlaßt Slobodan Milosevic sofort!

Beendet sofort die Verfolgung von Hrn. Milosevic und aller jugoslawischen Patrioten!

Verhaftet die wirklichen Kriegsverbrecher: Die NATO Verantwortlichen, die Verbrechen gegen die Menschlichkeit und die jugoslawische Souveränität begangen haben, und die heute mit diesen Verbrechen fortfahren.

Die Petition wurde vom Internationalen Kommittee zur Verteidugung von Slobodan Milosevic, der ICDSM, unter icdsm@aol.com veröffentlicht. Um zu zeichnen klicken Sie hier oder gehen Sie zu http://emperors-clothes.com/petition/sign.htm

UNTERZEICHNER:

1. Professor Velko Vlkanov, Member of Parliament, President of the Bulgarian Antifascist Union, Chairman ICDSM

2. Professor Mihail N. Kuznecov, Russian Federation, Vice-Chairman ICDSM

3. Jared Israel, Editor, Emperor's Clothes, USA, Vice-Chairman ICDSM,

4. Harold Pinter, Playwright, England

5. George Szamuely, Journalist, USA

6. Sergey Kiyashko, Deputy of Parliament, Ukraine

7. Nikos Fotiadis, Vice-President, Peace Committee of Greece

8. A. M. Archipov, MP, Head of Parliamentary Legislative Commission, Belarus

Und viele andere. Bitte fügen Sie Ihren Name hinzu und widerstehen Sie dem Mordversuch an Jugoslawiens früheren Präsidenten, diesem neuesten Versuch die Souveränität Jugoslawiens anzugreifen. Senden sie Ihren Namen und Land an freeslobo@aol.com

***

DRINGLICHER AUFRUF! (11. August 2001)

WIR DANKEN ALLEN, DIE UNS BISHER FINANZIELL UNTERSTÜTZT HABEN!

EMPEROR´S CLOTHES BEDARF IMMER NOCH IHRER HILFE!

Von der George Soros-Stiftung wird Emperor´s Clothes nicht finanziert. Unsere einzige Geldquelle sind Menschen wie Sie. Alle Beiträge helfen.

Unser Tätigkeitsbereich ist größer geworden, unsere Einnahmen leider nicht. Rechnungen für Telefongespräche und andere Kosten für die letzten Monate können wir nicht bezahlen. Derzeit können wir nur noch Ortsgespräche führen, alle anderen Telefondienste sind uns abgedreht worden.

Weitere größere Beträge entfallen unter anderem auf Lexis, unsere wichtigste Suchmaschine. Wichtige Ausstattungsgegenstände wie etwa einen guten Laptop Computer und erforderliche Grafiksoftware können wir uns einfach nicht leisten.

Fern- und Überseegespräche führen wir für Interviews (wenn wir einen Dolmetscher brauchen, sind sie umso aufwendiger), Beratungen mit Autoren, um den Wahrheitsgehalt von Informationen zu überprüfen und um Probleme bei Übersetzungen zu klären. Wir sind auch Medien außerhalb von Emperor´s Clothes behilflich.

Mittels Ferngesprächen standen wir in ständiger Verbindung mit den Menschen, die das Haus von Präsident Milosevic bewachten, als es am 28. und 29. März angegriffen wurde. Deshalb konnten Sie genaue Berichte auf Emperor´s Clothes lesen – der einzigen ehrlichen Quelle für wahre Berichte.

Nach diesen Angriffen konnten wir direkt mit Menschen sprechen, die an den Verhandlungen zwischen Präsident Milodevic und den derzeitigen serbischen Behörden beteiligt waren. So wussten wir aus erster Hand, dass der Bericht der „New York Times" über angebliche Selbstmorddrohungen Milosevics erlogen war.

Unsere Telefonrechnungen betragen über tausend Dollar monatlich. Unser Zugang zu Ferngesprächen und internationalen Diensten ist abgedreht worden, weil unser Zahlungsrückstand fast $ 5.000.- beträgt. Wenn es so weiter geht, wird unser Telefonanschluss überhaupt gesperrt werden. Über $ 1.500.- müssen wir für Lexis bezahlen, unser wichtigstes Instrument für Recherchen, mit dem wir die Genauigkeit von Zitaten und Berichten aus Zeitungen aus den letzten 20 Jahren überprüfen können.

Wenn alle, denen an Emperor´s Clothes gelegen ist, einen Beitrag leisten, sind wir sofort alle unsere finanziellen Sorgen los.

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