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[Des Kaisers Neue Kleider]

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Die UCK attackiert alle, die Medien ... Milosevic?
Jared Israel - 16. März 2001
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Die westlichen Medien bereiten uns auf den nächsten terroristischen Krieg vor, den die NATO leider nicht verhindern kann, obwohl sie die Terroristen ausbildet.

"Westliche Sondereinheiten bilden noch immer Guerillas aus, auf Grund von Entscheidungen, die vor dem Regierungswechsel in Jugoslawien getroffen worden sind." (BBC 29. Januar 2001) (1)

Die "Guerillas", von denen hier die Rede ist, sind Mitglieder der terroristischen Kosovo-Befreiungsarmee UCK. Sie erinnern sich an die UCK? Das sind die Leute, die die NATO im Juni 1999 in Kosovo an die Macht brachte, worauf sie fast alle Serben, "Zigeuner", Juden und slawischen Moslems vertrieben oder ermordeten.

Bill Clinton und George W. mögen die UCK und der Senator Joseph Lieberman sagte:

"[Die] Vereinigten Staaten von Amerika und die Kosovo-Befreiungsarmee stehen für die gleichen menschlichen Werte und Prinzipien. ... Für die UCK kämpfen heißt für Menschenrechte und amerikanische Werte kämpfen." (Washington Post 28. April 1999)

Die UCK, die heute unter verschiedenen Namen firmiert, wurde bereits mehr als einmal aufgelöst. Trotzdem fährt sie fort, neue terroristische Kriege zu beginnen.

Neben einer Invasion in Südserbien, die sie vor einem Jahr startete, attackiert die UCK auch das Land, das unter dem Namen Frühere Jugoslawische Republik Mazedonien bekannt ist (oder der Einfachkeit halber Mazedonien).

Die UCK, oder wer auch immer, ist völlig entwaffnet worden, setzt jedoch schwere Waffen ein und operiert unter dem Schutz von NATO-Kampfhubschraubern. (2)

DIE MASSENMEDIEN BEREITEN UNS AUF DEN KRIEG VOR

Um uns auf neue terroristische Kriege vorzubereiten, bewerfen uns die Massenmedien mit Dreck. Etwas wird schon hängen bleiben.

Nehmen wir etwa einen Artikel, der am 24. Februar im Londoner "Telegraph" erschien. Er bezieht sich auf die letzten terroristischen Attacken der UCK. Aber die Schlagzeile lautet:

"NATO-KRÄFTE MIT NEUER BEDROHUNG AUF DEM BALKAN KONFRONTIERT"

Wie? Bedroht jemand die NATO? Nein, niemand bedroht die NATO, obwohl sie es reichlich verdient.

Zweck dieser Überschrift ist es, die Leser richtig einzustimmen bevor die Nachricht hereinplatzt, daß die Schoßhündchen der NATO, die UCK-Terroristen, wieder Serbien und Mazedonien angreifen.

Der Leser soll abgelenkt werden von unerwünschten, wenn auch völlig logischen Spekulationen, daß etwa die UN-Gruppe im Kosovo, die aus der UCK das offizielle "Kosovo Schutzkorps" gemacht hat und die NATO, die die Terroristen, die Serbien und Mazedonien angreifen ausbildet, hinter diesen Angriffen stecken. Oh nein, nein, nein, sagt die Schlagzeile, diese Angriffe bedrohen die NATO, und schubst uns sanft aus den trügerischen Wassern.

Sehen Sie selbst den ersten Satz dieses Artikels:

"Der Kosovokrieg wurde geführt, um Slobodan Milosevic und seinen Traum von einem `Großserbien´ zu besiegen."

Erstaunlich. Dieser Artikel behandelt angeblich aktuelle terroristische Attacken. Nachrichten sollten eigentlich damit beginnen, wer etwas getan hat, was passiert ist, wo es passiert ist, wann und warum.

Ist Milosevic in den letzten Tagen ausgezogen und hat terroristische Angriffe gegen die Mazedonien und Südserbien verübt?

Mit diesem Satz ruft der 'Telegraph' all die antiserbischen Geschichten der Vergangenheit in Erinnerung. Er vermittelt uns den Eindruck, daß alles, wovon jetzt die Rede sein wird, von Milosevic verursacht worden ist. Das ist aus zwei Gründen wichtig: Erstens hätte Milosevic Untaten, wie etwa den Kampf für ein "Großserbien", nicht ohne die Unterstützung der Massen ausführen können. So wird mit diesem Satz gleich der gesamte serbische Widerstand gegen die NATO angegriffen. Zweitens versuchen die NATO und die NATO-freundlichen Führer in Belgrad die Öffentlichkeit auf die Verhaftung Milosevics einzustimmen. Sie wollen einen Schauprozeß inszenieren um die Welt davon zu überzeugen, daß die NATO unschuldig und die Serben selbst schuld am Zerbrechen Jugoslaviens sind.

Gleichzeitig sagt dieser Einleitungssatz den Lesern des "Telegraph", daß die NATO nichts Unrechtes getan hat. Hätte sie nicht Jugoslawien bombardiert und Kosovo besetzt, hätte sie nicht

"Slobodan Milosevic und seinen Traum von einem `Großserbien´ besiegen"

 können.

Wie die Überschrift versetzt uns also der Einleitungssatz in den richtigen geistigen Zustand für ein konstruktives Nachrichtenerlebnis: pro-NATO und auf der Hut vor serbischen Expansionsträumen.

Aber einen Moment noch. Behauptet der "Telegraph" ernsthaft, die NATO hätte Jugoslawien bombardiert, um einen Traum Milosevics zu verhindern?

Oder nahm dieser Traum irgendeine irdische Gestalt an? Versuchte Milosevic, Serbien um Kosovo zu erweitern?

Das muß der Hintergedanke gewesen sein, aber er hat einen kleinen Fehler. Zu der Zeit, als die NATO angriff, war Kosovo eine Provinz Serbiens. In der Tat war Kosovo seit der Zeit vor dem 1. Weltkrieg eine international anerkannte Provinz Serbiens. Die Grenze zwischen Kosovo (also Serbien) und dem Land, das als Albanien bekannt ist, ist eine der ältesten Grenzen Europas. Außerdem ist Kosovo das Herz Serbiens. Die Aussage "Serbien expandiert ins Kosovo"  ist der Aussage "New York City expandiert nach Manhattan hinein" ähnlich.

Dieser 'Großserbien'-Blödsinn wurde von Österreich-Ungarn als Kriegspropaganda erfunden, um seinen Angriff auf das kleine Serbien zu rechtfertigen, einem Angriff, der in den Ersten Weltkrieg führte. Es war schwarzer Humor: dieser Elefant wimmerte, vom Expansionismus einer Maus bedroht zu werden.

Der Expansionismus-Vorwurf hat auch mit der Zeit keine intellektuelle Statur gewonnen - aber wozu auch? Es ist nicht die Vernunft, sondern Geld und Gewalt, was in der neuen Amerikanischen Weltordnung regiert. Der Großserbien-Unfug wurde in den frühen 1990er Jahren neu aufgelegt. Seither wurde er uns kontinuierlich von westlichen Journalisten, Politikern und Professoren untergejubelt. Er ist die Standard-Erklärung für jeden Konflikt in Jugoslawien .

Aber trotz aller expansionistischen Träume Milosevics hat Serbien niemals irgend ein Land anektiert. Nicht einen Hektar. Aber über eine Million Serben und andere loyale Jugoslawen wurden von ihrem Land und/oder ihren Häusern in andere Teile Jugoslawiens vertrieben (z.B. Bauern, denen der größte Teil des bosnischen Landes gehörte, weil sie es bewirtschaf-teten). Diese Flüchtlinge, meist, aber nicht durchweg ethnische Serben, leben nun in Serbien.

"DIE UNION VERTEIDIGEN"

Jugoslawien, angeführt von Serbien, führte durch die 1990er Jahre einen Verteidigungskampf gegen Sezessionisten, die bewaffnete Angriffe gegen die jugoslawische Streitkräfte verübten und große Gebiete von Serben und anderen Unerwünschten entvölkerten. Die beiden extremsten Beispiele sind die Krajina (über 250.000 Serben wurden im August 1995 von faschistischen kroatischen Truppen unter der Führung der der USA vertrieben; mit der Zeit wurden insgesamt fast 500.000 vertrieben) und Kosovo (rund 350.000 wurden nach der Übernahme durch die NATO im Juni 1999 vertrieben).

Ziel der sezessionistischen Angriffe war die Absplitterung von Teilen Jugoslawiens und Bildung von Kleinstaaten unter der Herrschaft der USA und Deutschlands. Wichtigstes Ziel waren die Serben, weil sie der Zement Jugoslawiens sind. Darüber war sich das deutsche Establishment seit über 100 Jahren im Klaren, weshalb Deutschland zwei Weltkriege mit Angriffen gegen die Serben begann.

Tatsächlich hat sich also in den 1990er Jahre Jugoslawien unter der Führung Serbiens gegen US-amerikanisch - englische und deutsche "Expansionsträume" zur Wehr gesetzt.

Die serbische Position läßt sich etwa vergleichen mit der der Nordstaaten im US-amerikanischen Bürgerkrieg . (7) Der Norden kämpfte, um die Südstaaten an der Bildung eines Sklavenstaates unter britischer Herrschaft zu hindern und Serbien kämpfte, um Teile Jugoslawiens an der Bildung "ethnisch reiner" Kleinstaaten unter westlicher Herrschaft zu hindern.

Westliche Politiker und die Massenmedien haben Serbien beschuldigt, den Balkan zu destabilisieren. Welch atemberaubender Zynismus! Jeder, der eine Ahnung von europäischer Geschichte hat weiß, daß das Bestehen eines die Slawen im Süden umfassenden Staates ("Jugoslawien") entscheidend ist für die Stabilität Südeuropas und Rußlands. Der serbische Widerstand gegen die Zersplitterung in schwache anglo-amerikanische und deutsche Neokolonien hat nichts zu tun mit "großserbischen Träumen".

DER MEDIEN - MILOSEVIC

Um den "Großserbien"-Vorwurf glaubhaft zu machen, wird er zusammen mit der Anklage präsentiert, Milosevics Motiv war und ist Haß gegen Nicht-Serben.

Die westlichen Medien haben einen neuen, verbesserten Milosevic hervorgezaubert, um diese Behauptung verdaulicher zu machen. Ich lernte diesen Medien-Milosevic in einer Fox-Nachrichtensendung während der NATO-Angriffe gegen Jugoslawien kennen. Fox interviewte einen "New York Times"-Reporter, einen "Jugoslawien-Experten". Der Reporter sagte:

"Die ethnische Säuberung des Kosovo, wie Milosevic das bezeichnen würde , ist ein Erfolg."

So kurz wie verlogen.

Hätte der Reporter gesagt, "Milosevic hat den Begriff `ethnische Säuberung" publik gemacht und in Kosovo gebraucht," wäre das Lüge, eine knüppeldicke Lüge gewesen. Man hätte fragen können: "Wo ist der Beweis?"

Aber der Reporter präsentierte seine Anklage so, als erwähne er eine allgemein bekannte Tatsache, die keines Beweises bedürfe. Eine derartige Beiläufigkeit hat große Auswirkungen, da sie beim uninformierten Zuseher (praktisch alle Amerikaner) die Überlegung bewirkt: "So, dieser Milosevic hat also die Idee der ethnischen Säuberung erfunden. Ein Grund mehr, diesen Mann hinter Gitter zu bringen."

Die 'New York Times' ist gespickt mit Referenzen auf Milosevic als Autor von 'Ethnischen Säuberungen'. Z.B. schrieb Anthony Lewis, der produktive Serben-Hetzer am 3. August 1992 in einer 'Times'-Kolumne, die gleichzeitig in verschiedenen anderen Zeitungen veröffentlicht wurde:

"Präsident Bush verglich Saddam Hussein mit Hitler. Ich bin gegen solche Analogien, weil sie den Holocaust verharmlosen. Aber wenn diese Analogie benutzt werden soll, paßt sie besser auf den Serbischen Führer Slobodan Milosevic, den Erfinder der 'Ethnischen Säuberung'" (Anthony Lewis, 'N.Y. Times,' 3. August 1992)

Emperor´s Clothes benützt eine Suchmaschine namens Lexis. Damit können wir die Weltpresse der letzten 20 Jahre in wenigen Sekunden durchsuchen. Wenn über eine Äußerung in den Medien berichtet worden ist, finden wir das.

Ich machte also eine erschöpfende Suche durch die Artikel der "N.Y.Times". In der N.Y.Times ist keine einziges Zitat Milosevics zu finden, in dem er auch nur ein Wort zugunsten "ethnischer Säuberungen" gesagt hätte. Kein einziges.

Wie konnte Milosevic "ethnische Säuberungen" fordern, ohne diesen Begriff zu verwenden?

Dieser Reporter, der von Fox interviewt wurde (und Herr Lewis und eine Heerschar von anderen) hat also einfach gelogen, oder, um genauer zu sein, hat nicht nur gelogen, sondern seine Lüge so präsentiert, daß der Zuseher das Gefühl bekommt, jeder außer ihm selbst natürlich wisse, daß das die Wahrheit ist.

Der Begriff "ethnische Säuberung" hat eine interessante Geschichte. Er wurde erstmals im Kosovo in den frühen 80er Jahren benützt. Albanische Sezessionisten führten eine Terrorkampagne durch, in deren Verlauf sie zehntausende Serben aus Kosovo vertrieben. (4) Die N.Y.Times berichtete über diesen Alptraum 1982. Ihr Reporter interviewte einen jugoslawischen Beamten im Kosovo, einen Mann albanischer Abstammung, der sagte:

"Die (albanischen) Nationalisten verfolgen zwei Ziele... erstens die Gründung einer wie sie es nennen ethnisch reinen albanischen Republik und dann den Zusammenschluss mit Albanien, um ein Großalbanien zu bilden." (New York Times 12. Juli 1982 )

Mehr über die Geschichte des Begriffs "ethnische Säuberung" finden Sie unter (6) im Anhang .

ALLE TUN ES

Die Anschuldigungen gegen Präsident Milosevic (d.h. gegen die bösen Serben) kamen von allen Seiten. Liberale und sogar linke Schreiber stimmten ein in den Chor und führten sogar solche Attacken an. Da gibt es zum Beispiel den spanischen Autor Juan Goytisolo, der sich als den Inbegriff der Weltoffenheit sieht. Während der Bombenangriffe gegen Jugoslawien schrieb Herr Goytisolo einen Artikel für den Londoner "Independent", in dem er ein Phänomen attackierte, das er in der Überschrift weltoffen als "DER VIRUS, DER DIE LINKE BEFALLEN HAT" (seine Hervorhebung) bezeichnete. Dieser Virus bestand aus Autoren, die den NATO-Überfall auf Jugoslawien ablehnten.

Gleich am Anfang legt Herr Goytisolo seine Karten auf den Tisch: "NIEMAND verabscheut Luftangriffe mehr als ich." (Seine Hervorhebung.) Das ist ermutigend und nachdem es einmal gesagt ist, kommt Herr Goytisolo zur Sache und erklärt, warum er nicht gegen die Bombardierung Serbiens ist:

"Seit 1992 war für jeden, der die ultranationalistische serbische Ideologie von Milosevic kennt offensichtlich, daß der Völkermord im Kosovo unvermeidlich war... Voll von Haß und Verachtung für bosnische Muslime und Kosovo-Albaner, unterschieden sich [Milosevics Ansichten] nicht wesentlich von den antisemitischen Tiraden der Nazis." (Londoner "Independent" 21. April 1999)

Wir sehen, daß Herr Goytisolo keine Beweise liefert für seine Beschuldigung, es gäbe einen Völkermord an den Albanern im Kosovo. Vielmehr tut er so, als sei die Existenz des angeblichen Völkermordes eine gesicherte Tatsache und sorgt sich nur um die Frage, warum er geschah. Die Antwort, behauptet er, ist Herr Milosevic und seine angebliche Haß-Ideologie.

Die Schwierigkeit bestand darin, daß zur Zeit, als Herr Goytisolo dieses schrieb, viele Leute die Völkermord-Anschuldigung für eine Lüge hielten. Und hätte sie sich als Lüge herausgestellt, hätte die Suche nach den Motiven der Serben nicht viel hergegeben.

Seit Beginn der NATO-Besetzung Kosovos im Juni 1999 hat diese ein Heer von Spurenexperten im Kosovo im Einsatz. Diese Leute haben die halbe Provinz aufgegraben, begleitet von häufigen Pressekonferenzen, in denen diverse Typen von NATO und "Kriegsverbrechertribunal" versprachen, Massengräber mit zehntausenden Opfern serbischer Brutalität zu finden. Tatsächlich haben sie kein einziges gefunden - kein Massengrab, keine serbischen Greueltaten. Bei der Öffnung von Einzelgräbern in ganz Kosovo fanden sie weniger als 3.000 Leichen. Die NATO hatte von 2.000 Menschen gesprochen, die vor den Bombenangriffen gegen Jugoslawien, also vor dem angeblichen "Völkermord" ums Leben gekommen seien. Es bleiben also 1.000 übrg. Wir wissen, daß hunderte Menschen durch NATO-Bomben umkamen und hunderte mehr in Bodenkämpfen zwischen UCK und Jugoslwischen Truppen.

Nach dieser gründlichsten Suchaktion der Geschichte kann die NATO keinerlei Beweise dafür liefern, daß serbische Truppen ethnische Albaner massakriert hätten.

Die Beschuldigung desVölkermordes erfunden. (5)

Warum konnten Herr Goytisolo und die anderen ungeschoren davonkommen mit Artikeln, die diese Lüge als Wahrheit voraussetzten? Weil uns die Massenmedien mit Phrasen bombardierten, gruseligen Filmausschnitten, Interviews mit "Opfern". Deren permanente Wiederholung etablierte die Völkermord-Lüge emotional als Wahrheit; die konnten dann Leute wie Goytisolo ohne Angst vor Folgen ausschmücken. Die Serben wurden zu Freiwild.

Herr Goytisolo sagt, er wisse daß der (erfundene) Völkermord geschehen würde, weil er mit Milosevics "ultranationalistischer Ideologie" vertraut sei, die auf "Haß und Verachtung für die bosnischen Muslime und Kosovo-Albaner" basiere, nicht unähnlich den "antisemitischen Tiraden der Nazis".

War diese Ideologie, ähnlich dem erfundenen Streben nach einem "Großserbien" auch beschränkt auf Herrn Milosevics Träume? Oder war Milosevics Ideologie irgendwo auch schriftlich festgehalten?

Wenn nicht, wie konnte Herr Goytisolo dann damit vertraut werden?

Wenn sie niedergeschrieben ist: wo? In einem Buch? Im Text einer Rede? Gibt es wenigstens einen einzigen Bericht, in dem Milosevic mit haßerfüllten Äußerungen über Muslime und Kosovo-Albaner zitiert wird?

Darüber schweigt Goytisolo. Das ist wirklich widerlich, denn in allen Interviews und Reden, die ich gelesen habe, greift Herr Milosevic Naziideologien an und ruft zu nationaler Einheit auf.

Könnte es sein, daß Herr Goytisolo sich bei Medien informiert, die gar nicht existieren?

Um fair zu sein: in dem "Independent"-Artikel bietet Herr Goytisolo einige monströse Zitate zur Untermauerung seiner Anschuldigungen an. Das erste stammt von Generalissimus Francisco Franco, dem faschistischen spanischen Diktator. Ein weiteres stammt von Adolf Hitler. Dann wieder eines von Franco und zum Schluß ... wieder eines von Hitler. Und dann fährt Herr Goytisole seinen großen Trumpf auf: Milosevic ist, erklärt er, gerade so wie diese beiden!

Oje, das ging daneben. Hätte Herr Goytisolo doch nur ein Wort, eine Tat, irgend eine Art Hinweis auf "Haß und Verachtung" präsentieren können, die Milosevic für Muslime und Kosovo-Albaner hegt.

Herr Goytisolo präsentiert nichts. Kann es sein, daß er die ganze Zeit an Franco und Hitler gedacht und es kam einfach "Milosevic" heraus?

DIE BERÜCHTIGTE REDE

Jahrelang wurde uns gesagt, Milosevic hätte das Streben nach einem "Großserbien" in einer Rede entfesselt, die er in Kosovo 1989 gehalten hat.

Das einzige, was keiner von denen getan hat, die die Rede angegriffen haben, war, daraus zu zitieren. Wir haben die Rede [in englischer Sprache] auf Emperor's Clothes verbreitet. (3) Hier zwei Passagen.

Zuerst, was Milosevic über nichtserbische Bürger Serbiens gesagt hat, eingeschlossen natürlich ethnische Albaner und Muslime verschiedener ethnischer Zugehörigkeit:

"In Serbien haben nie nur Serben gelebt. Heute leben hier mehr Menschen aus anderen Völkern und Nationalitäten als in der Vergangenheit. Das ist kein Nachteil für Serbien. Ich bin im Gegenteil davon überzeugt, daß das ein Vorteil ist ... besonders der Sozialismus, der eine fortschrittliche und wirklich demokratische Gesellschaftsform darstellt, sollte nicht erlauben, daß Menschen nach nationalen und religiösen Kriterien eingeteilt werden. Die einzigen Unterschiede, die im Sozialismus zugelassen werden dürfen sind die zwischen hart arbeitenden Menschen und Müßiggängern und die zwischen ehrlichen und unehrlichen Menschen. Daher sind alle Menschen in Serbien, die von ihrer eigenen Arbeit leben und andere Völker und Nationen ehrlich respektieren, in ihrer eigenen Republik."

Es wurde geschätzt, daß Milosevic bei seiner Rede 1989 bis zu einer Million Zuhörer hatte. Wenn Milosevic die Massen für seinen "Traum von einem Großserbien" zur Raserei aufpeitschen wollte, wäre das wohl der richtige Zeitpunkt dafür gewesen.

"Seit es multinationale Gemeinschaften gibt, war ihr wunder Punkt immer die Beziehung zwischen den verschiedenen Nationen. Es besteht die Gefahr, daß eines Tages die Frage aufgeworfen wird, ob nicht eine Nation von den anderen benachteiligt wird -- und das kann eine Welle von Verdächtigungen, Beschuldigungen und Intoleranz auslösen, eine Welle, die beständig wächst und schwer aufzuhalten ist. Diese Drohnung hat wie ein Damoklesschwert die ganze Zeit über unseren Köpfen gehangen. Innere und äußere Feinde multinationaler Gesellschaften wissen das und deshalb organisieren ihre Aktivitäten gegen multinationale Gesellschaften in erster Linie dadurch, daß sie nationale Konflikte schüren. Zur Zeit verhalten wir uns hier in Jugoslawien, als hätten wir noch nie diesbezügliche Erfahrungen gemacht und als hätten wir in unserer jüngeren und älteren Geschichte nie die schlimmsten Tragödien nationaler Konflikte mitgemacht, die eine Gesellschaft erleben und doch überleben kann."

Verleumdungskampagnen sind oft erfolgreich, weil die meisten Menschen einigermaßen ehrlich sind und verständlicherweise aber fälschlich annehmen, daß jeder wie sie ist. Wenn also ein wohl bekannter und angeblich weltoffener Autor (wie z.B. Goytisolo) behauptet, Milosevic vertrete eine ähnliche Ideologie wie die Nazis, neigen die Menschen dazu zu denken "Wo Rauch ist, da ist auch Feuer", d.h. da muß doch etwas Wahres dahinter stecken. Aber in Wirklichkeit ist es eine unverschämte Lüge.

ZURÜCK NACH SÜDSERBIEN

Frankreich, einer der unbedeutenderen "äußeren Feinde multinationaler Gesellschaften ", hat sich über zwei der größeren Feinde, die USA und das Großbritannien beklagt und Medienleute darüber informiert, daß:

"Die NATO-Staaten haben diskutiert, ob sie Truppen in die gespannte Lage in einer südserbischen Pufferzone entsenden sollten, aber die Allianz hat einfach abgestritten, daß solche Überlegungen angestellt wurden."

"´Die Frage, ob die Entsendung einer internationalen Militärmacht in diese Region erforderlich sei, wird jetzt zwischen den Aliierten diskutiert,´ sagte der Sprecher des französischen Verteidigungsministeriums Bernard Balero..."

"Aus französischen diplomatischen Quellen verlautet, daß die Diskussion über eine Streitmacht durch Sorgen über die Sicherheit von EU-Beobachtern veranlasst wird" (Reuters 1. März 2001)

Sie erinnern sich an Südserbien, nicht wahr? Das ist eine der Region, in die die UCK unter einem ihrer Namen eindringt. Es ist die Gewalt, die aus dieser UCK-Invasion entsteht, die, falls die Franzosen die Wahrheit sagen, der NATO als Vorwand dienen soll, auch Südserbien zu besetzen.

Erinnern Sie sich an die UCK? Das ist diese Gruppe von Terroristen, von der die BBC sagte, sie "werde noch immer von westlichen Spezialkräften ausgebildet". Aber keine Angst, für den Westen ist es schon in Ordnung, wenn er diese Terroristen ausbildet, weil Senator Lieberman sagt, daß sie für "amerikanische Werte" kämpfen, und überhaupt wurde es gemacht "als Resultat von Entscheidungen, die vor dem Wechsel der Regierung in Jugoslawien getroffen wurden", mit anderen Worten, als Milosevic noch bestimmte und sicherlich werden Sie sich an Milosevic erinnern.

Oder nicht?

Wie oft soll ich noch erklären, daß das der Typ ist, der alle haßt und immer davon träumt, andere Länder anzugreifen - erinnern Sie sich jetzt? Nein, nicht Bill Clinton. Auch nicht Tony Blair. Nicht Bush Junior --- Milosevic. Er steckt hinter der Gewalt in Südserbien, die unsere Jungs bedroht. Wir müssen mehr Truppen dort hin schicken und in einige dicke Hintern treten und diesen Typ irgendwo hin stecken, wo er nichts mehr gegen unsere Lebensart ausrichten kann - und - und - und - und ...

So viele Lügen. In so kurzer Zeit.

-- Jared Israel 2. März 2001

***

Anmerkungen

(1) Die BBC sagt alles. Jedenfalls viel. Siehe 'Diplomats Admit NATO Backs KLA Invasion of Inner Serbia' unter http://emperors-clothes.com/docs/admi.htm . (nur englisch)

(2) Über NATO-Helikopter, die die UCK-Invasion von Südserbien aus der Luft unterstützen, siehe "Die Hunde des Pentagon" oder im englischen Orginal: 'Pentagon Dogs'; http://emperors-clothes.com/articles/tika/dogs.htm.

(3) Präsident Milosevics Rede 1989 in Kosovo finden Sie (in englischer Sprache) unter http://emperors-clothes.com/articles/jared/milosaid.html.

(4) In dem Interview "KOSOVO VOR 1989 - EIN ALPTRAUM MIT DEN BESTEN VORSÄTZEN " auf dieser Website berichten zwei Serbo-Amerikaner über die Lage in Kosovo in den 1970er und 1980er Jahren. Sehr informativ. http://emperors-clothes.com/interviews/tika.htm

(5) Im Folgenden einige brauchbare Artikel über den Mythos vom Völkermord an Albanern im Kosovo:

* General a.D. McKenzie kommandierte die UNO-Truppen in Bosnien. Er untersuchte den Kosovo-Massengrab-Blödsinn in dem Bericht 'Where have all the bodies gone', nachzulesen unter http://emperors-clothes.com/news/mack.htm

* Der Bericht von der Pressekonferenz der spanischen Gerichtsexperten, die ihren Posten verließen und die NATO kritisierten: 'Spanische Experten sehen keinen serbischen Völkermord im Kosovo' von Pablo Ordaz unter http://emperors-clothes.com/analysis/spanish.htm

* Über die Bedeutung der spanischen Gerichtsmediziner: 'Spanish Forensic Experts Report - A Commentary' von Jared Israel unter http://emperors-clothes.com/articles/jared/sp-comment.htm

(6) Viel könnte geschrieben werden über die makabre Geschichte der "ethnischen Säuberung". Der Begriff leitet sich von dem Rassismus der albanischen Sezessionisten ab, die während des Zweiten Weltkriegs von den Nazis geschult worden sind und auf Serben, "Zigeuner" und Juden als Abschaum herabschauten (und noch immer herabschauen). Daher der Wunsch nach der Schaffung der "ethnisch reinen albanischen Republik" (N.Y.Times 12. Juli 1982, den ganzen Artikel finden Sie unter http://emperors-clothes.com/articles/benworks/1980news.html ).

Der Begriff wurde von Experten für psychologischen Kriegsführung aufgegriffen, die 1991-1992 neofaschistische kroatische Sezessionisten berieten. In wahrhaft Orwell´scher Manier behaupteten Sprecher der kroatischen Faschisten, "ethnische Säuberung" sei das Programm gerade der Serben, die sie damals von ihren angestammmten Gebieten in und um Kroatien vertrieben.

Der Begriff war kaum bekannt im Westen, ehe Bush senior ihn in einer Pressekonferenz am 6. August 1992 verwendete. Dort propagierte er eine neue Stufe der Eskalation in der antiserbischen Politik der USA, angeblich als Reaktion auf eine 20 Minuten vorher ausgestrahlte Fernsehsendung. Die Sendung zeigte angebliche Bilder eines (nichtexistenten) serbischen Todeslagers.

(Emperor's Clothes hat den Film JUDGMENT [in englischer Sprache] produziert, der beweist, daß diese infamen Darstellungen der Insassen eines angeblichen Todeslagers aus den Aufnahmen eines Flüchtlingslagers zusammenmontiert worden waren. Wenn Sie diesen Film nicht kennen und die Wahrheit wissen wollen, können Sie ihn von uns bekommen. Wenn Sie den normalen Preis von $ 20 plus Porto nicht bezahlen können, teilen Sie es uns bitte mit. Sie bezahlen dann, was Sie aufbringen können. Weitere Informationen: http://emperors-clothes.com/Film/judge.htm.)

In der Pressekonferenz am 6. August 1992 erklärte Präsident Bush:

"Die (serbischen) Aggressoren und Extremisten verfolgen eine Politik - eine gemeine Politik - der ethnischen Säuberung."

So führte Bush das Gerücht in die öffentliche Meinung ein, die serbischen Führer hätten dieses Konzept entwickelt, das im "gemeinen" Haß der Serben, den "Negern des Balkans", begründet liege. Während des folgenden Jahres wurde diese Leier vom Opfer als Täter in buchstäblich tausenden von Zeitungsartikeln und Fernsehsendungen breitgetreten, bis sich gewöhnliche Leute fast nicht mehr daran erinnern konnten, wann sie zum ersten Mal erfahren hatten, daß die Serben, seine hauptsächlichen Opfer, das Konzept der 'ethnischen Säuberung' begeistert übernommen haben sollen.

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